Menopause Alter – Wann beginnt die Wechseljahre?
Das Menopause-Alter bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Regelblutung einer Frau. In Deutschland liegt dieses durchschnittlich zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.
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Das Menopause-Alter bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Regelblutung einer Frau. In Deutschland liegt dieses durchschnittlich zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.
Was ist das Menopause-Alter?
Als Menopause-Alter wird der Zeitpunkt bezeichnet, an dem eine Frau ihre letzte Menstruationsblutung hat. Die Menopause gilt offiziell als eingetreten, wenn zwölf aufeinanderfolgende Monate keine Regelblutung mehr aufgetreten ist. In Deutschland und den meisten westlichen Ländern liegt dieses Ereignis durchschnittlich zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, wobei das mittlere Alter bei etwa 51 Jahren liegt. Die Phase rund um die Menopause wird als Klimakterium oder Perimenopause bezeichnet und kann bereits mehrere Jahre vor der eigentlichen letzten Blutung beginnen.
Frühzeitige und späte Menopause
Nicht alle Frauen erleben die Menopause im selben Alter. Unterschieden wird zwischen:
- Frühzeitige Menopause: Tritt die Menopause vor dem 45. Lebensjahr auf, spricht man von einer frühzeitigen Menopause.
- Vorzeitige Menopause (POI): Tritt sie vor dem 40. Lebensjahr auf, wird sie als vorzeitige Ovarialinsuffizienz (Premature Ovarian Insufficiency) bezeichnet.
- Späte Menopause: Eine Menopause nach dem 55. Lebensjahr gilt als spät, kann jedoch ebenfalls normal sein.
Einflussfaktoren auf das Menopause-Alter
Das individuelle Einsetzen der Menopause wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
- Genetik: Das Menopause-Alter der Mutter und Großmutter kann ein Hinweis auf den eigenen Zeitpunkt sein.
- Rauchen: Raucherinnen erleben die Menopause durchschnittlich ein bis zwei Jahre früher als Nichtraucherinnen.
- Body-Mass-Index (BMI): Übergewicht kann den Zeitpunkt leicht verzögern, Untergewicht kann ihn vorziehen.
- Medizinische Eingriffe: Operationen wie die Entfernung der Eierstöcke (Oophorektomie) führen zu einer sofortigen chirurgischen Menopause.
- Chemotherapie und Bestrahlung: Diese Behandlungen können die Eierstockfunktion dauerhaft schädigen und die Menopause auslösen.
- Ethnische Zugehörigkeit: Studien zeigen leichte Unterschiede im durchschnittlichen Menopause-Alter zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen.
Typische Symptome in der Menopause
Das sinkende Östrogenniveau während und nach der Menopause kann eine Vielzahl von Beschwerden verursachen:
- Hitzewallungen und Nachtschweiß
- Schlafstörungen
- Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit
- Vaginale Trockenheit und Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
- Verminderte Libido
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Gewichtszunahme, insbesondere im Bauchbereich
- Erhöhtes Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Diagnose und Feststellung des Menopause-Alters
Die Diagnose der Menopause basiert in erster Linie auf der Krankengeschichte der Frau. Wenn zwölf Monate lang keine Menstruationsblutung aufgetreten ist und keine andere Ursache vorliegt, gilt die Menopause als eingetreten. Ergänzend können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- Bluttest auf FSH (Follikelstimulierendes Hormon): Erhöhte FSH-Werte sind ein Hinweis auf eine nachlassende Eierstockfunktion.
- Östradiol-Spiegel: Niedrige Östradiolwerte bestätigen den hormonellen Wandel.
- AMH (Anti-Müller-Hormon): Dieser Wert gibt Auskunft über die verbleibende Eizellreserve und wird häufig bei jüngeren Frauen mit Verdacht auf frühzeitige Menopause eingesetzt.
Behandlung und Unterstützung
Die Menopause ist ein natürlicher Prozess und erfordert nicht zwingend eine medizinische Behandlung. Bei starken Beschwerden stehen jedoch verschiedene Optionen zur Verfügung:
Hormonersatztherapie (HRT)
Die Hormonersatztherapie gilt als wirksamste Methode zur Linderung klimakterischer Beschwerden wie Hitzewallungen und vaginaler Trockenheit. Sie wird individuell abgestimmt und sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da sie mit bestimmten Risiken (z. B. erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Langzeitanwendung) verbunden sein kann.
Nicht-hormonelle Behandlungen
Für Frauen, die keine Hormone einnehmen können oder möchten, gibt es Alternativen:
- Pflanzliche Präparate wie Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gegen Hitzewallungen
- Lokale östrogenfreie Vaginalpräparate gegen Trockenheit
- Lebensstiländerungen: regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Stressreduktion
Langfristige Gesundheitsaspekte
Nach der Menopause steigt das Risiko für bestimmte Erkrankungen. Eine gesunde Lebensweise, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und ggf. medizinische Unterstützung können dazu beitragen, diese Risiken zu minimieren:
- Osteoporose: Regelmäßige Knochendichtemessungen und ausreichend Kalzium und Vitamin D sind wichtig.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko steigt nach der Menopause an.
- Urogenitale Atrophie: Veränderungen im Urogenitalbereich können zu Harnwegsinfektionen und Inkontinenz führen.
Quellen
- World Health Organization (WHO): Research on the Menopause in the 1990s. WHO Technical Report Series, Genf, 1996.
- Stute P. et al.: Individualisierte Hormontherapie in der Peri- und Postmenopause. Deutsche Menopause Gesellschaft, Leitlinie 2020.
- Harlow S.D. et al.: Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop (STRAW+10). Climacteric, 2012; 15(2): 105-114.
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