Maul- und Klauenseuche – hochansteckende Tierseuche mit wirtschaftlicher Relevanz
Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Tierseuche bei Paarhufern. Erfahre mehr über Symptome, Übertragung, wirtschaftliche Folgen und internationale Bekämpfungsstrategien.
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Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Tierseuche bei Paarhufern. Erfahre mehr über Symptome, Übertragung, wirtschaftliche Folgen und internationale Bekämpfungsstrategien.
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochinfektiöse Viruserkrankung, die vor allem Paarhufer wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Wildtiere betrifft. Verursacht wird sie vom Maul- und Klauenseuche-Virus (Foot-and-Mouth Disease Virus, FMDV) aus der Familie der Picornaviridae. Obwohl der Erreger für den Menschen in der Regel nicht gefährlich ist, gilt die Krankheit als eine der wirtschaftlich bedeutsamsten Tierseuchen weltweit, da sie sich extrem schnell ausbreitet und hohe Verluste in der Tierproduktion verursachen kann.
Die Krankheit äußert sich durch hohes Fieber, gefolgt von Bläschenbildung im Maulraum, an Klauen, Eutern und Nasenspiegeln. Die betroffenen Tiere zeigen vermehrtes Speicheln, Lahmheit, Appetitlosigkeit und verminderte Milchleistung. Die Infektion verläuft bei erwachsenen Tieren selten tödlich, kann aber bei Jungtieren zu plötzlichem Herzversagen führen. Die hohe Ansteckungsgefahr beruht auf der extremen Umweltstabilität des Virus und seiner Verbreitung über Tröpfcheninfektion, direkten Kontakt, kontaminierte Gegenstände und Luftbewegung.
Zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche kommen strenge Quarantänemaßnahmen, Tötung infizierter Tierbestände und Bewegungsverbote zum Einsatz. In einigen Regionen erfolgt zusätzlich eine Impfung gefährdeter Tiere. Europa verfolgt eine sogenannte „stamping-out“-Strategie, bei der im Ausbruchsfall keine Impfungen, sondern konsequente Keulungen durchgeführt werden, um den Status „frei von MKS ohne Impfung“ zu erhalten.
Merkmale der Maul- und Klauenseuche:
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Erreger: FMD-Virus (Picornavirus)
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Hochansteckend unter Paarhufern
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Symptome: Fieber, Bläschenbildung, Lahmheit, Speichelfluss
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Hohe wirtschaftliche Schäden durch Tierverluste und Handelsrestriktionen
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Kein direkter Impfplan in der EU, sondern Seuchenbekämpfung durch Keulung
Literaturhinweise:
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Grubman, M. J., & Baxt, B. (2004). "Foot-and-mouth disease." Clinical Microbiology Reviews.
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Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). (2023). „Maul- und Klauenseuche: Erreger, Verbreitung und Bekämpfung.“
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OIE – World Organisation for Animal Health (2022). „Foot-and-Mouth Disease Technical Factsheet.“
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