Muskelentzündung (Myositis): Ursachen & Behandlung
Muskelentzündung (Myositis) ist eine Entzündung der Skelettmuskulatur, die Schmerzen, Schwäche und Schwellungen verursacht. Sie kann verschiedene Ursachen haben.
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Muskelentzündung (Myositis) ist eine Entzündung der Skelettmuskulatur, die Schmerzen, Schwäche und Schwellungen verursacht. Sie kann verschiedene Ursachen haben.
Was ist eine Muskelentzündung?
Eine Muskelentzündung, medizinisch als Myositis bezeichnet, ist eine Entzündung der Skelettmuskulatur. Sie kann einzelne Muskelgruppen oder mehrere Muskeln gleichzeitig betreffen und äußert sich typischerweise durch Schmerzen, Schwäche und in manchen Fällen Schwellungen der betroffenen Bereiche. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen und tritt in verschiedenen Formen auf.
Ursachen
Muskelentzündungen können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden:
- Infektionen: Häufigste Ursache sind Virusinfektionen (z. B. Influenza, COVID-19, Coxsackie-Viren), aber auch bakterielle oder parasitäre Erreger können eine Myositis verursachen.
- Autoimmunerkrankungen: Bei Erkrankungen wie Polymyositis, Dermatomyositis oder der Einschlusskörperchenmyositis greift das Immunsystem irrtümlich das eigene Muskelgewebe an.
- Medikamente: Bestimmte Arzneimittel, insbesondere Statine (Cholesterinsenker), können eine medikamenteninduzierte Myositis auslösen.
- Trauma und Überbelastung: Starke körperliche Belastung oder Muskelverletzungen können lokale Entzündungsreaktionen hervorrufen.
- Systemische Erkrankungen: Rheumatische Erkrankungen wie Lupus erythematodes oder rheumatoide Arthritis können ebenfalls mit einer Myositis einhergehen.
Symptome
Die Symptome einer Muskelentzündung variieren je nach Ursache und Schweregrad:
- Muskelschmerzen (Myalgien), die sich bei Bewegung oder Druck verstärken
- Muskelschwäche, besonders in den proximalen Muskelgruppen (Schultern, Hüften, Oberschenkel)
- Schwellungen und Druckempfindlichkeit der betroffenen Muskeln
- Allgemeine Erschöpfung und Müdigkeit
- Erhöhte Körpertemperatur (bei infektiöser Ursache)
- Bei der Dermatomyositis: charakteristische Hautveränderungen wie ein lilafarbenes Erythem (Gottron-Papeln)
- Im schweren Verlauf: Schluck- oder Atembeschwerden (bei Befall der entsprechenden Muskulatur)
Diagnose
Die Diagnose einer Muskelentzündung erfolgt durch eine Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden:
- Blutuntersuchungen: Erhöhte Muskelenzyme wie Kreatinkinase (CK), Laktatdehydrogenase (LDH) und Myoglobin weisen auf eine Muskelschädigung hin. Entzündungsmarker wie CRP und BSG sind häufig erhöht.
- Elektromyographie (EMG): Messung der elektrischen Aktivität der Muskeln zur Beurteilung der Muskelfunktion.
- Bildgebung: MRT (Magnetresonanztomographie) kann entzündliche Veränderungen im Muskelgewebe sichtbar machen.
- Muskelbiopsie: Eine Gewebeprobe aus dem betroffenen Muskel ermöglicht eine genaue histologische Untersuchung und Ursachenfindung.
- Autoantikörper-Tests: Bei Verdacht auf eine autoimmune Ursache werden spezifische Antikörper im Blut bestimmt.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:
Medikamentöse Therapie
- Kortikosteroide (z. B. Prednison) sind das Mittel der ersten Wahl bei autoimmunen Myositiden und wirken stark entzündungshemmend.
- Immunsuppressiva wie Methotrexat oder Azathioprin werden bei chronisch-autoimmunen Verläufen eingesetzt.
- Antivirale oder antibiotische Medikamente bei infektiöser Ursache.
- Schmerztherapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAIDs) zur Linderung von Schmerzen und Entzündung.
Physiotherapie und Rehabilitation
Gezielte Physiotherapie hilft, Muskelfunktion und -kraft zu erhalten oder wiederherzustellen. Übungen werden an den Krankheitsverlauf angepasst, um Überlastungen zu vermeiden.
Allgemeine Maßnahmen
- Schonung und ausreichende Ruhephasen in der akuten Phase
- Wärme- oder Kälteanwendungen zur Schmerzlinderung
- Anpassung oder Absetzen auslösender Medikamente in Absprache mit dem Arzt
Wann zum Arzt?
Bei anhaltenden Muskelschmerzen, unerklärlicher Muskelschwäche oder Schwellungen sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Besonders dringend ist ein Arztbesuch bei begleitenden Schluck- oder Atembeschwerden, hohem Fieber oder sichtbaren Hautveränderungen, da diese auf einen schwerwiegenderen Verlauf hinweisen können.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Leitlinie Myositissyndrome, 2022. Verfügbar unter: www.dgn.org
- Dalakas MC. Inflammatory muscle diseases. New England Journal of Medicine. 2015;372(18):1734-1747.
- Lundberg IE et al. 2017 European League Against Rheumatism/American College of Rheumatology classification criteria for adult and juvenile idiopathic inflammatory myopathies. Annals of the Rheumatic Diseases. 2017;76(12):1955-1964.
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