Basisinsulin – Wirkung, Anwendung und Typen
Basisinsulin ist ein lang wirkendes Insulin, das den Grundbedarf an Insulin über 24 Stunden deckt. Es wird bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes eingesetzt.
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Basisinsulin ist ein lang wirkendes Insulin, das den Grundbedarf an Insulin über 24 Stunden deckt. Es wird bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes eingesetzt.
Was ist Basisinsulin?
Basisinsulin (auch Basalinsulin genannt) ist eine Form von Insulin mit verlängerter Wirkdauer, die dazu dient, den körpereigenen Grundbedarf an Insulin unabhängig von den Mahlzeiten abzudecken. Bei gesunden Menschen gibt die Bauchspeicheldrüse rund um die Uhr eine kleine Menge Insulin ab, um den Blutzucker im Normalbereich zu halten. Basisinsulin ahmt diese sogenannte basale Insulinsekretion nach.
Anwendungsgebiete
Basisinsulin wird bei folgenden Erkrankungen und Situationen eingesetzt:
- Typ-1-Diabetes: Da die Bauchspeicheldrüse kein eigenes Insulin mehr produziert, ist Basisinsulin ein unverzichtbarer Bestandteil der Insulintherapie.
- Typ-2-Diabetes: Wenn orale Antidiabetika nicht mehr ausreichen, wird Basisinsulin ergänzend oder als Basis einer intensivierten Insulintherapie eingesetzt.
- Gestationsdiabetes: In bestimmten Fällen kann Basisinsulin auch während der Schwangerschaft notwendig sein.
Wirkmechanismus
Basisinsuline wirken, indem sie nach der Injektion langsam und gleichmäßig ins Blut abgegeben werden. Dadurch entsteht ein flacher, stabiler Wirkspiegel über viele Stunden. Verschiedene Formulierungen erreichen dies auf unterschiedliche Weise:
- NPH-Insulin (Neutrales Protamin Hagedorn): Ein Verzögerungsinsulin, das durch Bindung an Protamin verzögert freigesetzt wird. Wirkdauer ca. 12–18 Stunden, daher meist zweimal täglich gespritzt.
- Insulinanaloga der zweiten Generation: Moderne Basisinsulins wie Insulin glargin (z. B. Lantus, Toujeo), Insulin detemir (z. B. Levemir) und Insulin degludec (z. B. Tresiba) haben eine Wirkdauer von bis zu 24 Stunden oder länger und ermöglichen häufig eine einmal tägliche Gabe.
Dosierung und Anwendung
Basisinsulin wird in der Regel einmal täglich, bei NPH-Insulin auch zweimal täglich, subkutan (unter die Haut) injiziert. Die Einstichstellen wechseln rotierend zwischen Oberschenkel, Bauch und Gesäß. Die genaue Dosierung wird individuell durch den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin festgelegt und regelmäßig angepasst.
Im Rahmen einer Basis-Bolus-Therapie wird das Basisinsulin durch kurzwirksames Bolusinsulin zu den Mahlzeiten ergänzt, um einen optimalen Blutzuckerverlauf über den gesamten Tag zu gewährleisten.
Nebenwirkungen
Wie alle Insuline kann Basisinsulin Nebenwirkungen verursachen. Die wichtigsten sind:
- Hypoglykämie (Unterzuckerung): Die häufigste und potenziell gefährlichste Nebenwirkung, besonders bei zu hoher Dosierung oder unregelmäßigen Mahlzeiten.
- Lipohypertrophie: Gewebsverdickungen an den Injektionsstellen bei häufiger Nutzung derselben Stelle.
- Gewichtszunahme: Kann bei längerfristiger Insulintherapie auftreten.
- Lokale Reaktionen: Rötung, Schwellung oder Juckreiz an der Injektionsstelle.
Wichtige Hinweise
Basisinsulin darf nicht intravenös verabreicht werden. Es sollte stets kühl, aber nicht eingefroren gelagert werden. Angebrochene Pens oder Fläschchen sind bei Raumtemperatur je nach Hersteller 4 bis 6 Wochen haltbar. Patienten sollten ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren und Anzeichen einer Unterzuckerung kennen.
Quellen
- Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) - Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes, 2. Auflage (2021). Verfügbar unter: www.versorgungsleitlinien.de
- Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) - Fachinformationen zu Insulinpraparaten. Verfugbar unter: www.bfarm.de
- Internationale Diabetes Federation (IDF) - IDF Diabetes Atlas, 10th Edition (2021). Verfugbar unter: www.diabetesatlas.org
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