Methylglyoxal (MGO): Wirkung, Bedeutung im Manuka-Honig & Gesundheit
Was ist Methylglyoxal (MGO)? Erfahre Wirkung, Vorkommen im Manuka-Honig, Rolle im Stoffwechsel und gesundheitliche Bedeutung einfach erklärt.
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Methylglyoxal (MGO) ist eine reaktive Dicarbonylverbindung, die natürlicherweise im menschlichen Stoffwechsel entsteht und auch in Lebensmitteln vorkommt (z.B. in Manuka-Honig)
Was ist Methylglyoxal?
Methylglyoxal ist eine reaktive chemische Verbindung, die natürlicherweise im menschlichen Stoffwechsel entsteht und auch in bestimmten Lebensmitteln vorkommt. Besondere Bekanntheit erlangte Methylglyoxal als bioaktiver Wirkstoff im Manuka-Honig, auf den dessen besondere antibakterielle Eigenschaften zurückgeführt werden. In der Medizin und Ernährungswissenschaft wird Methylglyoxal sowohl als potenziell nützliche als auch als gesundheitlich relevante Substanz diskutiert.
Chemische Eigenschaften und Vorkommen
Methylglyoxal gehört zur Gruppe der Dicarbonylverbindungen und ist ein natürliches Stoffwechselzwischenprodukt. Es entsteht im Körper hauptsächlich als Nebenprodukt der Glykolyse, also des Zuckerabbaus. Weitere Quellen sind der Abbau von Aminosäuren und Fettsäuren. In erhöhten Konzentrationen findet sich Methylglyoxal in verschiedenen Lebensmitteln, darunter Kaffee, Wein, bestimmte fermentierte Produkte sowie in besonders hohen Mengen im Manuka-Honig aus Neuseeland.
Chemische Struktur von Methylglyoxal
Methylglyoxal (MGO) besitzt die Summenformel C₃H₄O₂ und gehört zur Gruppe der α-Dicarbonylverbindungen. Die Verbindung enthält zwei Carbonylgruppen und ist chemisch hochreaktiv. Aufgrund dieser Reaktivität kann Methylglyoxal mit Proteinen, Lipiden und Nukleinsäuren reagieren und sogenannte Advanced Glycation Endproducts (AGEs) bilden.
MGO-Wert im Manuka-Honig
Die besonderen antibakteriellen Eigenschaften des Manuka-Honigs werden maßgeblich auf seinen hohen Methylglyoxal-Gehalt zurückgeführt. Methylglyoxal hemmt das Wachstum verschiedener Bakterien, darunter auch antibiotikaresistente Keime wie MRSA. Die antibakterielle Wirkung beruht auf der Fähigkeit von Methylglyoxal, Proteine und DNA von Bakterien zu schädigen. In der Wundversorgung wird Manuka-Honig aufgrund dieser Eigenschaften medizinisch eingesetzt.
MGO-Gehalt als Qualitätsmerkmal
Der Gehalt an Methylglyoxal im Manuka-Honig wird als MGO-Wert (mg/kg) angegeben. Typische Werte sind:
- MGO 100+ – milde antibakterielle Wirkung
- MGO 250+ – mittlere Aktivität
- MGO 400+ bis 550+ – starke antibakterielle Aktivität
Je höher der MGO-Wert, desto stärker ist in der Regel die antimikrobielle Wirkung des Honigs.
Antibakterielle Wirkung und medizinische Anwendung
Die antibakterielle Wirkung von Methylglyoxal ist wissenschaftlich gut belegt. Es wirkt gegen ein breites Spektrum von Bakterien und zeigt auch Aktivität gegen Pilze und bestimmte Viren. In der Wundbehandlung werden methylglyoxalreiche Produkte wie medizinischer Manuka-Honig eingesetzt, um Infektionen zu hemmen und die Wundheilung zu fördern. Darüber hinaus wird die potenzielle Rolle von Methylglyoxal bei der Krebsforschung untersucht, da es in Laborstudien zytotoxische Eigenschaften gegenüber bestimmten Tumorzellen gezeigt hat.
Rolle von Methylglyoxal im Stoffwechsel
Aufgrund seiner chemischen Reaktivität kann MGO mit Proteinen und anderen Biomolekülen reagieren und sogenannte Advanced Glycation End Products (AGEs) bilden. Diese werden mit Alterungsprozessen und verschiedenen chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Normalerweise wird MGO im Körper durch das Glyoxalase-System schnell abgebaut, wodurch seine Konzentration niedrig gehalten wird. Bei Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus kann jedoch eine erhöhte Bildung von Methylglyoxal auftreten, was zur verstärkten AGE-Bildung und zu diabetischen Folgeerkrankungen beitragen kann.
Sicherheit und Risiken
In den Mengen, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen, gilt Methylglyoxal als unbedenklich. Chronisch erhöhte Konzentrationen im Körper, wie sie bei schlecht eingestelltem Diabetes auftreten können, sind jedoch mit negativen Gesundheitsfolgen verbunden. Die gezielte Supplementierung mit hochdosierten Methylglyoxal-Präparaten außerhalb von Manuka-Honig-Produkten ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt und sollte ohne ärztlichen Rat vermieden werden.
Quellen
Adams, C. J., Manley-Harris, M. & Molan, P. C. (2009). The origin of methylglyoxal in New Zealand manuka (Leptospermum scoparium) honey. Carbohydrate Research, 344(8), 1050–1053. https://doi.org/10.1016/j.carres.2009.03.020
Atrott, J. & Henle, T. (2009). Methylglyoxal in Manuka Honey - Correlation with Antibacterial Properties. Czech Journal Of Food Sciences, 27(Special Issue 1), S163–S165. https://doi.org/10.17221/911-cjfs
Rabbani, N., Xue, M. & Thornalley, P. J. (2016). Methylglyoxal-induced dicarbonyl stress in aging and disease: first steps towards glyoxalase 1-based treatments. Clinical Science, 130(19), 1677–1696. https://doi.org/10.1042/cs20160025
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