Stillstreik – Ursachen, Tipps und Hilfe
Ein Stillstreik bezeichnet eine Phase, in der ein Baby das Stillen vorübergehend verweigert. Ursachen sind vielfältig und die Phase ist meist vorübergehend.
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Ein Stillstreik bezeichnet eine Phase, in der ein Baby das Stillen vorübergehend verweigert. Ursachen sind vielfältig und die Phase ist meist vorübergehend.
Was ist ein Stillstreik?
Ein Stillstreik beschreibt eine Phase, in der ein gestilltes Baby plötzlich oder schrittweise die Brust verweigert, obwohl es zuvor problemlos gestillt wurde. Diese Phase kann für Mütter sehr belastend und verunsichernd sein, ist aber in den meisten Fällen vorübergehend und kein Zeichen dafür, dass das Baby nicht mehr gestillt werden möchte.
Ein Stillstreik tritt häufig bei Babys zwischen dem 3. und 12. Lebensmonat auf und dauert in der Regel einige Tage bis maximal zwei Wochen. Er ist zu unterscheiden vom natürlichen Abstillen, das sich meist über einen längeren Zeitraum entwickelt und vom Baby selbst initiiert wird.
Ursachen
Es gibt zahlreiche mögliche Auslöser für einen Stillstreik. Häufige Ursachen sind:
- Zahnen: Schmerzen durch durchbrechende Zähne können das Saugen unangenehm machen.
- Erkrankungen: Ohrenentzündungen, Schnupfen, Mundpilz (Soor) oder andere Infekte können das Trinken an der Brust erschweren.
- Veränderungen im Alltag: Stress, veränderte Routinen, ein Umzug oder die Rückkehr der Mutter in den Beruf können das Baby verunsichern.
- Veränderter Geschmack der Muttermilch: Hormonelle Veränderungen, z. B. durch eine neue Schwangerschaft oder die Rückkehr der Menstruation, können den Geschmack der Milch beeinflussen.
- Übermäßiger Milchfluss: Ein zu starker Milchspendereflex kann das Baby überfordern und zur Verweigerung führen.
- Ablenkung: Ältere Babys und Kleinkinder sind zunehmend neugierig auf ihre Umgebung und lassen sich beim Stillen leicht ablenken.
- Flaschensauger: Wenn ein Baby zwischenzeitlich Flasche bekommt, kann es die Brust aufgrund des unterschiedlichen Saugverhaltens vorübergehend ablehnen.
Symptome und Erkennung
Ein Stillstreik zeigt sich dadurch, dass das Baby:
- die Brust aktiv ablehnt, sich wegdreht oder weint, wenn es angelegt wird,
- nur kurz trinkt und dann abbricht,
- beim Anlegen unruhig ist oder quengelt,
- möglicherweise auch auf Fläschchen oder andere Nahrung mit Zurückhaltung reagiert (je nach Ursache).
Wichtig: Der Stillstreik betrifft ausschließlich das Trinken an der Brust, nicht die allgemeine Nahrungsaufnahme. Wenn das Baby generell die Nahrungsaufnahme verweigert oder andere Krankheitszeichen zeigt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Was Mütter tun können
Es gibt verschiedene Strategien, die helfen können, einen Stillstreik zu überwinden:
- Ruhe bewahren: Stress und Druck können die Situation verschlimmern. Eine entspannte Atmosphäre ist förderlich.
- Häufiges Anbieten der Brust: Vor allem im Halbschlaf oder beim Einschlafen nehmen viele Babys die Brust leichter an.
- Körperkontakt: Viel Hautkontakt und Tragen können die Bindung stärken und das Baby ans Stillen erinnern.
- Ruhige Umgebung: Beim Anlegen Ablenkungen minimieren, z. B. in einem dunklen oder ruhigen Raum stillen.
- Ursache behandeln: Falls eine Erkrankung vorliegt, sollte diese behandelt werden, um das Stillen wieder zu erleichtern.
- Milch abpumpen: Um die Milchproduktion aufrechtzuerhalten, sollte die Brust regelmäßig abgepumpt werden, wenn das Baby nicht trinkt.
Wann zum Arzt?
Ein Arzt oder eine Stillberaterin sollte aufgesucht werden, wenn:
- der Stillstreik länger als zwei Wochen andauert,
- das Baby insgesamt wenig trinkt und Zeichen von Dehydration zeigt (z. B. wenige nasse Windeln, trockene Schleimhäute),
- das Baby deutliche Krankheitszeichen zeigt,
- die Mutter unter dem Stillstreik sehr leidet und Unterstützung benötigt.
Quellen
- Weltgesundheitsorganisation (WHO) - Infant and young child feeding: Model Chapter for textbooks for medical students and allied health professionals. Genf, 2009.
- La Leche League International - The Womanly Art of Breastfeeding, 8. Auflage. Ballantine Books, 2010.
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) - Stillen und Säuglingsernährung: Empfehlungen und Informationen für Mütter und Fachpersonal. Berlin, 2022.
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