MRT Knie: Ablauf, Indikationen und Befunde
Das MRT des Knies ist ein bildgebendes Verfahren zur detaillierten Darstellung von Kniestrukturen wie Menisken, Bändern und Knorpel. Es ist strahlungsfrei und liefert präzise Diagnosen.
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Das MRT des Knies ist ein bildgebendes Verfahren zur detaillierten Darstellung von Kniestrukturen wie Menisken, Bändern und Knorpel. Es ist strahlungsfrei und liefert präzise Diagnosen.
Was ist ein MRT des Knies?
Die Magnetresonanztomographie (MRT) des Knies, auch Kernspintomographie genannt, ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen detaillierte Schnittbilder des Kniegelenks erzeugt. Im Gegensatz zum Röntgen oder zur Computertomographie (CT) kommt das MRT ohne ionisierende Strahlung aus und eignet sich daher besonders gut zur Darstellung von Weichteilstrukturen wie Bändern, Sehnen, Menisken und Knorpel.
Wann wird ein MRT des Knies durchgeführt?
Ein MRT des Knies wird empfohlen, wenn klinische Untersuchung und Röntgenbilder keine ausreichende Diagnose ermöglichen. Typische Indikationen sind:
- Meniskusrisse: Verletzungen des Innen- oder Außenmeniskus
- Bandverletzungen: z. B. Riss des vorderen oder hinteren Kreuzbandes
- Knorpelschäden: Knorpelabnutzung oder -verletzungen (Chondropathie)
- Knochenödeme: Flüssigkeitsansammlungen im Knochen nach Verletzungen oder bei Erkrankungen
- Arthrose: Fortgeschrittene Gelenkveränderungen
- Tumore oder Zysten: z. B. Baker-Zyste hinter dem Kniegelenk
- Entzündliche Erkrankungen: z. B. rheumatoide Arthritis oder Synovitis (Gelenkentzündung)
- Unklare Knieschmerzen: zur Ursachenabklärung
Wie läuft eine MRT-Untersuchung des Knies ab?
Vor der Untersuchung werden Patienten gebeten, metallische Gegenstände und Schmuck abzulegen. Bei Verdacht auf metallische Implantate oder einen Herzschrittmacher muss dies dem behandelnden Arzt im Vorfeld mitgeteilt werden. Das Knie wird in einer speziellen Kniespule (Empfängerspule) gelagert, die für eine optimale Bildqualität sorgt. Der Patient liegt ruhig auf dem Untersuchungstisch, der in das MRT-Gerät eingefahren wird. Die Untersuchung dauert in der Regel 20 bis 40 Minuten. Während der Aufnahmen entstehen laute klopfende Geräusche, weshalb Patienten häufig Ohrenschutz oder Kopfhörer erhalten.
Kontrastmittel beim Knie-MRT
In den meisten Fällen wird das Knie-MRT ohne Kontrastmittel durchgeführt. Bei spezifischen Fragestellungen, etwa bei Verdacht auf Tumore, entzündliche Erkrankungen oder nach Operationen, kann ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel intravenös verabreicht werden, um bestimmte Strukturen besser sichtbar zu machen.
Was zeigt das MRT des Knies?
Das MRT liefert hochauflösende Bilder folgender Strukturen:
- Menisken (Innen- und Außenmeniskus)
- Kreuzbänder (vorderes und hinteres Kreuzband) und Seitenbänder
- Knorpel (Gelenkknorpel an Oberschenkel-, Unterschenkelknochen und Kniescheibe)
- Knochen (Knochenstruktur, Ödem, Frakturen)
- Sehnen (z. B. Patellasehne, Quadrizepssehne)
- Schleimbeutel und Gelenksflüssigkeit
- Weichteilgewebe um das Knie
Vorteile und Grenzen des Knie-MRT
Vorteile
- Keine ionisierende Strahlung
- Hervorragende Darstellung von Weichteilen und Knorpel
- Frühzeitige Erkennung von Verletzungen und Erkrankungen
- Schmerzfreie und nicht-invasive Untersuchung
Grenzen
- Längere Untersuchungsdauer im Vergleich zu Röntgen oder Ultraschall
- Nicht geeignet für Patienten mit bestimmten metallischen Implantaten oder nicht-MRT-kompatiblen Herzschrittmachern
- Enge Röhre kann bei Personen mit Klaustrophobie problematisch sein (offene MRT-Geräte sind eine Alternative)
- Höhere Kosten als andere bildgebende Verfahren
Wie werden die Ergebnisse ausgewertet?
Die Auswertung der MRT-Bilder erfolgt durch einen Radiologen, der einen schriftlichen Befund erstellt. Dieser wird dem überweisenden Arzt (z. B. Orthopäde oder Unfallchirurg) zur Verfügung gestellt, der die Ergebnisse im Kontext der klinischen Symptome bespricht und die weiteren Behandlungsschritte einleitet.
Quellen
- Stoller DW. - Magnetic Resonance Imaging in Orthopaedics and Sports Medicine, 3. Auflage, Lippincott Williams and Wilkins, 2007.
- Deutsch AL, Mink JH. - MRI of the Musculoskeletal System, Raven Press, 2011.
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) - Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von Kniebeschwerden, verfügbar unter: www.dgou.de
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