Biorhythmusanalyse – Erklärung und Bewertung
Die Biorhythmusanalyse ist eine Methode zur Berechnung körperlicher, emotionaler und intellektueller Zyklen. Sie soll helfen, Hochs und Tiefs im Alltag besser zu verstehen.
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Die Biorhythmusanalyse ist eine Methode zur Berechnung körperlicher, emotionaler und intellektueller Zyklen. Sie soll helfen, Hochs und Tiefs im Alltag besser zu verstehen.
Was ist die Biorhythmusanalyse?
Die Biorhythmusanalyse ist eine pseudowissenschaftliche Methode, bei der anhand des Geburtsdatums einer Person drei angebliche biologische Zyklen berechnet werden: ein körperlicher, ein emotionaler und ein intellektueller Zyklus. Die Grundidee besteht darin, dass sich diese Zyklen sinusförmig wiederholen und den allgemeinen Zustand eines Menschen beeinflussen sollen. Die Methode wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert von den Ärzten Wilhelm Fließ und Hermann Swoboda sowie dem Ingenieur Friedrich Teltscher entwickelt.
Die drei klassischen Zyklen
In der klassischen Biorhythmusanalyse werden drei Hauptzyklen unterschieden:
- Körperlicher Zyklus (23 Tage): Dieser Zyklus soll körperliche Energie, Kraft, Ausdauer und Koordination beeinflussen. In der positiven Phase soll man sich körperlich leistungsfähiger fühlen, in der negativen Phase anfälliger für Erschöpfung sein.
- Emotionaler Zyklus (28 Tage): Dieser Zyklus soll Stimmung, Kreativität, Sensibilität und emotionale Stabilität widerspiegeln. Positive Phasen werden mit Optimismus verbunden, negative Phasen mit emotionaler Empfindlichkeit.
- Intellektueller Zyklus (33 Tage): Dieser Zyklus soll kognitive Fähigkeiten wie Konzentration, logisches Denken und Entscheidungsfindung beeinflussen. In Hochphasen soll geistige Klarheit herrschen, in Tiefphasen soll die Denkleistung nachlassen.
Erweiterungen der klassischen Theorie
In neueren Varianten der Biorhythmusanalyse wurden weitere Zyklen ergänzt, darunter:
- Spiritueller Zyklus (53 Tage): Soll innere Ausgeglichenheit und das Bewusstsein beeinflussen.
- Intuitiver Zyklus (38 Tage): Soll die Fähigkeit zur Intuition und inneren Wahrnehmung beschreiben.
Diese Erweiterungen sind noch stärker spekulativ und ohne wissenschaftliche Grundlage.
Anwendung und Verbreitung
Die Biorhythmusanalyse erfreute sich vor allem in den 1970er und 1980er Jahren großer Beliebtheit. Sie wurde in Ratgeberliteratur, speziellen Taschenrechnern und später in Softwareanwendungen sowie Apps eingesetzt. Nutzerinnen und Nutzer berechnen anhand ihres Geburtsdatums ihre aktuellen Zyklen und leiten daraus Empfehlungen für sportliche Aktivitäten, wichtige Entscheidungen oder Ruhephasen ab.
Heute wird die Biorhythmusanalyse hauptsächlich im Bereich des persönlichen Wohlbefindens und in esoterischen Kreisen verwendet. Manche Anwenderinnen und Anwender berichten, dass sie ihre persönlichen Hochs und Tiefs in den Zyklen wiedererkennen.
Wissenschaftliche Bewertung
Aus wissenschaftlicher Sicht gilt die Biorhythmusanalyse als nicht evidenzbasiert. Zahlreiche Studien haben die zugrunde liegenden Behauptungen untersucht und konnten keine statistisch signifikante Korrelation zwischen den postulierten Zyklen und tatsächlichen körperlichen, emotionalen oder kognitiven Leistungen nachweisen. Die medizinische und wissenschaftliche Gemeinschaft ordnet die Methode daher als Pseudowissenschaft ein.
Demgegenüber stehen gut belegte biologische Rhythmen wie der zirkadiane Rhythmus (24-Stunden-Schlaf-Wach-Zyklus), der durch das Hormonsystem und den Lichteinfallswinkel gesteuert wird. Diese biomedizinisch anerkannten Rhythmen sollten nicht mit der Biorhythmusanalyse im Sinne der oben beschriebenen Zyklen verwechselt werden.
Abgrenzung zur Chronobiologie
Die Chronobiologie ist eine seriöse medizinische Wissenschaft, die sich mit biologischen Rhythmen im menschlichen Körper befasst, zum Beispiel dem Schlaf-Wach-Rhythmus, dem Hormonzyklus und saisonalen Schwankungen. Sie basiert auf nachgewiesenen physiologischen Mechanismen und ist von der populären Biorhythmusanalyse klar zu unterscheiden. Wer sich für biologische Rhythmen interessiert, ist mit der Chronobiologie deutlich besser beraten.
Quellen
- Hines, T. M. (1998). Comprehensive review of biorhythm theory. Psychological Reports, 83(1), 19-64.
- Roenneberg, T. (2012). Internal Time: Chronotypes, Social Jet Lag, and Why You're So Tired. Harvard University Press.
- Aschoff, J. (Hrsg.) (1981). Biological Rhythms. Handbook of Behavioral Neurobiology, Vol. 4. Springer.
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