Sildenafil: Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Sildenafil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von erektiler Dysfunktion und pulmonaler arterieller Hypertonie. Es wirkt gefäßerweiternd und verbessert die Durchblutung.
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Sildenafil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von erektiler Dysfunktion und pulmonaler arterieller Hypertonie. Es wirkt gefäßerweiternd und verbessert die Durchblutung.
Was ist Sildenafil?
Sildenafil ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer). Er wurde ursprünglich zur Behandlung von Herzerkrankungen entwickelt und wird heute vor allem bei erektiler Dysfunktion (Erektionsstörung) sowie bei pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) eingesetzt. Bekannt wurde der Wirkstoff unter dem Handelsnamen Viagra (bei erektiler Dysfunktion) sowie unter Revatio (bei PAH).
Indikationen
Sildenafil ist für folgende Anwendungsgebiete zugelassen:
- Erektile Dysfunktion: Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.
- Pulmonale arterielle Hypertonie (PAH): Ein erhöhter Blutdruck in den Lungenarterien, der das Herz belastet und die körperliche Belastbarkeit einschränkt.
Wirkmechanismus
Sildenafil hemmt selektiv das Enzym Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5), das in der glatten Muskulatur der Blutgefäße vorkommt. Durch die Hemmung dieses Enzyms wird der Abbau von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP) verhindert. Ein erhöhter cGMP-Spiegel führt zur Entspannung der glatten Gefäßmuskulatur und damit zur Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation). Bei erektiler Dysfunktion verbessert dies den Bluteinstrom in den Schwellkörper des Penis, was eine Erektion ermöglicht. Bei PAH senkt Sildenafil den Widerstand in den Lungenarterien und entlastet so das rechte Herz.
Dosierung
Die Dosierung von Sildenafil richtet sich nach dem Anwendungsgebiet und sollte stets vom behandelnden Arzt individuell festgelegt werden:
- Erektile Dysfunktion: Übliche Dosis 50 mg, eingenommen etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr. Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann die Dosis auf 25 mg reduziert oder auf maximal 100 mg erhöht werden. Maximale Einnahmefrequenz: einmal täglich.
- Pulmonale arterielle Hypertonie: Typischerweise 20 mg dreimal täglich, gleichmäßig über den Tag verteilt.
Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, wobei fettreiche Speisen die Wirkung verzögern können.
Nebenwirkungen
Wie alle Medikamente kann Sildenafil Nebenwirkungen verursachen. Häufig auftretende Nebenwirkungen umfassen:
- Kopfschmerzen
- Gesichtsrötung (Flush)
- Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
- Nasenverstopfung
- Sehstörungen (z. B. veränderte Farbwahrnehmung, verschwommenes Sehen)
- Schwindel
Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen können sein: plötzlicher Hörverlust, Priapismus (schmerzhafte Dauererektion) sowie schwere Blutdruckabfälle, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Nitraten.
Kontraindikationen und Wechselwirkungen
Sildenafil darf nicht eingenommen werden:
- Zusammen mit Nitraten (z. B. Nitroglycerin), da dies zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen kann.
- Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
- Bei schweren Herzerkrankungen, bei denen sexuelle Aktivität nicht empfohlen wird.
- Bei schwerer Leberinsuffizienz.
Wichtige Wechselwirkungen bestehen auch mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln, bestimmten Antibiotika (z. B. Erythromycin), HIV-Proteasehemmern sowie anderen PDE-5-Hemmern.
Hinweise zur Anwendung
Sildenafil ist in Deutschland verschreibungspflichtig und sollte nur nach ärztlicher Verschreibung eingenommen werden. Der Kauf ohne Rezept über unseriöse Internetquellen birgt erhebliche gesundheitliche Risiken durch Fälschungen. Die Einnahme von Sildenafil erzeugt keine spontane Erektion -- eine sexuelle Stimulation ist weiterhin notwendig.
Quellen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Fachinformation Sildenafil, aktuelle Ausgabe.
- Rosen RC et al. - The Process of Care Model for Evaluation and Treatment of Erectile Dysfunction. International Journal of Impotence Research, 1999.
- Galie N et al. - Guidelines for the diagnosis and treatment of pulmonary hypertension. European Heart Journal, 2015.
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