Spinal – Bedeutung, Anatomie und Erkrankungen
Spinal bezeichnet alles, was die Wirbelsäule oder das Rückenmark betrifft. Der Begriff wird in der Medizin häufig verwendet, um Strukturen, Erkrankungen oder Eingriffe im Bereich der Wirbelsäule zu beschreiben.
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Spinal bezeichnet alles, was die Wirbelsäule oder das Rückenmark betrifft. Der Begriff wird in der Medizin häufig verwendet, um Strukturen, Erkrankungen oder Eingriffe im Bereich der Wirbelsäule zu beschreiben.
Was bedeutet spinal?
Der Begriff spinal leitet sich vom lateinischen Wort spina (Dorn, Wirbelsäule) ab und bezeichnet in der Medizin alles, was die Wirbelsäule (Columna vertebralis) oder das Rückenmark (Medulla spinalis) betrifft. Er wird als Adjektiv verwendet, um Strukturen, Erkrankungen, Nerven oder medizinische Eingriffe in diesem Bereich zu kennzeichnen.
Anatomische Grundlagen
Die Wirbelsäule besteht aus 33–34 Wirbelkörpern, die in fünf Abschnitte unterteilt sind:
- Halswirbelsäule (HWS) – 7 Wirbel (C1–C7)
- Brustwirbelsäule (BWS) – 12 Wirbel (Th1–Th12)
- Lendenwirbelsäule (LWS) – 5 Wirbel (L1–L5)
- Kreuzbein (Os sacrum) – 5 verwachsene Wirbel
- Steißbein (Os coccygis) – 4–5 verwachsene Wirbel
Durch den Spinalkanal (Wirbelkanal), der von den Wirbelkörpern umschlossen wird, verläuft das Rückenmark. Aus dem Rückenmark treten paarweise Spinalnerven aus, die Muskeln und Hautbereiche des gesamten Körpers versorgen.
Klinische Bedeutung
Spinale Erkrankungen
Erkrankungen, die als spinal bezeichnet werden, betreffen das Rückenmark oder die Wirbelsäule. Zu den häufigsten gehören:
- Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) – Vorwölbung oder Vorfall von Bandscheibengewebe in den Spinalkanal
- Spinalstenose – Verengung des Spinalkanals mit möglicher Kompression des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln
- Spinale Muskelatrophie (SMA) – genetisch bedingte Erkrankung der motorischen Nervenzellen im Rückenmark
- Multiple Sklerose – kann spinale Herde aufweisen und zu Lähmungen führen
- Querschnittlähmung – vollständige oder teilweise Unterbrechung der Rückenmarkfunktion durch Verletzung oder Erkrankung
Spinale Eingriffe und Verfahren
Viele medizinische Verfahren werden als spinal bezeichnet, da sie an der Wirbelsäule oder am Rückenmark durchgeführt werden:
- Spinalanästhesie – regionale Betäubung durch Injektion eines Lokalanästhetikums in den Liquorraum (Subarachnoidalraum)
- Spinalpunktion (Lumbalpunktion) – Entnahme von Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis) zur Diagnose neurologischer Erkrankungen
- Spinale Fusion (Spondylodese) – operative Versteifung von Wirbelkörpern
- Spinale Dekompression – operative Erweiterung des Spinalkanals bei Stenose
Spinale Symptome
Erkrankungen oder Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks können vielfältige Beschwerden verursachen:
- Rückenschmerzen und Nackenschmerzen
- Ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine (Radikulopathie)
- Taubheitsgefühl und Kribbeln (Parästhesien)
- Muskelschwäche oder Lähmungen
- Störungen der Blasen- oder Darmfunktion bei schweren spinalen Schäden
Diagnose spinaler Erkrankungen
Zur Abklärung spinaler Beschwerden stehen verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung:
- MRT (Magnetresonanztomographie) – Goldstandard zur Darstellung von Rückenmark, Bandscheiben und Nervenwurzeln
- CT (Computertomographie) – besonders geeignet zur Beurteilung knöcherner Strukturen
- Röntgen – Grunduntersuchung der Wirbelsäule
- Elektromyographie (EMG) und Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) – zur Beurteilung der Nervenfunktion
- Liquoranalyse (Spinalpunktion) – bei Verdacht auf entzündliche oder infektiöse Erkrankungen
Behandlung
Die Behandlung spinaler Erkrankungen richtet sich nach der jeweiligen Ursache und Schwere:
- Konservative Therapie: Physiotherapie, Schmerztherapie, Orthesen
- Interventionelle Verfahren: Infiltrationen, epidurale Injektionen
- Operative Behandlung: Bandscheibenoperation, Dekompression, Fusion
- Rehabilitation: Bei spinalen Verletzungen ist eine intensive Rehabilitation entscheidend für die Wiederherstellung von Funktionen
Quellen
- Schünke M., Schulte E., Schumacher U. – Prometheus. Lernatlas der Anatomie. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 5. Auflage. Thieme Verlag, 2018.
- World Health Organization (WHO) – Spinal cord injury. Fact Sheet. Geneva, 2013. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/spinal-cord-injury
- Mumenthaler M., Mattle H. – Neurologie. 13. Auflage. Thieme Verlag, 2013.
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