Candesartan – Blutdruckmittel & Herzinsuffizienz
Candesartan ist ein verschreibungspflichtiges Blutdruckmittel aus der Gruppe der AT1-Rezeptorenblocker. Es wird bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt und schützt Nieren sowie Herz.
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Candesartan ist ein verschreibungspflichtiges Blutdruckmittel aus der Gruppe der AT1-Rezeptorenblocker. Es wird bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt und schützt Nieren sowie Herz.
Was ist Candesartan?
Candesartan (auch bekannt als Candesartancilexetil) ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und Herzinsuffizienz. Es gehört zur Wirkstoffklasse der Angiotensin-II-Rezeptorenblocker (ARB), auch Sartane genannt, und blockiert gezielt die blutdrucksteigernde Wirkung des Hormons Angiotensin II.
Wirkmechanismus
Candesartan blockiert selektiv den sogenannten AT1-Rezeptor (Angiotensin-II-Typ-1-Rezeptor). Angiotensin II ist ein körpereigenes Hormon, das die Blutgefäße verengt und den Blutdruck erhöht. Indem Candesartan diesen Rezeptor blockiert, werden die Blutgefäße erweitert und der Blutdruck gesenkt. Gleichzeitig wird die Ausschüttung von Aldosteron – einem Hormon, das Wasser und Salz im Körper zurückhält – reduziert, was ebenfalls zur Blutdrucksenkung beiträgt.
Im Gegensatz zu ACE-Hemmern greift Candesartan direkt am Rezeptor an, ohne das Enzym ACE zu beeinflussen. Dadurch tritt der für ACE-Hemmer typische Reizhusten bei Candesartan deutlich seltener auf.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
- Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) bei Erwachsenen und Kindern ab 1 Jahr
- Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (ergänzend zur Standardtherapie)
- Schutz der Nieren bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck (Nephroprotektion)
Dosierung
Die Dosierung von Candesartan wird individuell vom behandelnden Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Anwendungsgebiet sowie der Nierenfunktion des Patienten.
- Bluthochdruck: Übliche Startdosis 4–8 mg einmal täglich; Zieldosis 8–32 mg täglich
- Herzinsuffizienz: Startdosis 4 mg einmal täglich; schrittweise Steigerung bis maximal 32 mg täglich
- Die Tabletten werden unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.
Nebenwirkungen
Candesartan wird im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
- Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Infektionen der oberen Atemwege, Rückenschmerzen
- Gelegentlich: Niereninsuffizienz, niedriger Blutdruck (Hypotonie), erhöhte Kaliumwerte im Blut (Hyperkaliämie)
- Selten: Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals), Leberfunktionsstörungen, Anämie
Im Vergleich zu ACE-Hemmern tritt trockener Reizhusten bei Candesartan deutlich seltener auf, was es für Patienten, die ACE-Hemmer nicht vertragen, zu einer guten Alternative macht.
Gegenanzeigen und Warnhinweise
- Schwangerschaft: Candesartan ist im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel kontraindiziert, da es dem ungeborenen Kind schaden kann. Im ersten Trimester sollte es nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden.
- Stillzeit: Die Einnahme während der Stillzeit wird nicht empfohlen.
- Schwere Niereninsuffizienz oder bilaterale Nierenarterienstenose: Vorsicht erforderlich, da eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion möglich ist.
- Kombination mit Aliskiren (einem weiteren Blutdruckmittel) ist bei Patienten mit Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion kontraindiziert.
Wechselwirkungen
Bei der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente können Wechselwirkungen auftreten:
- Kaliumsparende Diuretika oder Kaliumsupplemente: Erhöhtes Risiko für Hyperkaliämie
- NSAIDs (z. B. Ibuprofen, Diclofenac): Können die blutdrucksenkende Wirkung abschwächen und die Nierenfunktion beeinträchtigen
- Lithium: Candesartan kann den Lithiumspiegel im Blut erhöhen
Quellen
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) – Fachinformation Candesartan, www.ema.europa.eu
- Mutschler E. et al. – Arzneimittelwirkungen: Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Toxikologie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 10. Auflage 2013.
- Williams B. et al. – 2018 ESC/ESH Guidelines for the management of arterial hypertension. European Heart Journal, 2018; 39(33):3021–3104.
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