Mometason – Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen
Mometason ist ein synthetisches Kortikosteroid, das entzündungshemmend wirkt und vor allem bei Allergien, Asthma und Hauterkrankungen eingesetzt wird.
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Mometason ist ein synthetisches Kortikosteroid, das entzündungshemmend wirkt und vor allem bei Allergien, Asthma und Hauterkrankungen eingesetzt wird.
Was ist Mometason?
Mometason (auch bekannt als Mometasonfuroat) ist ein synthetisches Kortikosteroid der zweiten Generation, das lokal angewendet wird. Es wirkt stark entzündungshemmend, abschwellend und antiallergisch. Mometason wird in verschiedenen Darreichungsformen eingesetzt, darunter Nasensprays, Inhalatoren, Cremes und Salben.
Indikationen (Anwendungsgebiete)
Mometason wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt, bei denen Entzündungen eine zentrale Rolle spielen:
- Allergische Rhinitis (saisonaler und ganzjähriger Heuschnupfen)
- Nasale Polypen (Wucherungen der Nasenschleimhaut)
- Asthma bronchiale (als inhalatives Kortikosteroid)
- Neurodermitis (atopische Dermatitis)
- Schuppenflechte (Psoriasis)
- Andere entzündliche Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Kontaktallergien
Wirkmechanismus
Mometason bindet an intrazelluläre Glukokortikoidrezeptoren in den Zielzellen. Dieser Rezeptor-Wirkstoff-Komplex wandert in den Zellkern und beeinflusst dort die Genexpression. Dadurch werden entzündungsfoerdernde Botenstoffe wie Zytokine, Prostaglandine und Leukotriene gehemmt. Das Ergebnis ist eine verminderte Entzündungsreaktion, eine Reduktion von Schwellungen sowie eine Linderung allergischer Symptome.
Da Mometason vorrangig lokal wirkt und nur in sehr geringem Masse systemisch (im gesamten Koerper) aufgenommen wird, ist das Risiko fuer systemische Nebenwirkungen im Vergleich zu oral eingenommenen Kortikosteroiden deutlich geringer.
Dosierung und Anwendung
Nasenspray
Bei der Behandlung von allergischer Rhinitis oder Nasenpolypen wird Mometason-Nasenspray typischerweise einmal täglich angewendet. Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren erhalten in der Regel 2 Sprühstösse pro Nasenloch täglich (200 µg). Bei Kindern zwischen 3 und 11 Jahren wird häufig eine reduzierte Dosis von 1 Sprühstoss pro Nasenloch täglich empfohlen.
Inhalation bei Asthma
Bei Asthma bronchiale wird Mometason inhalativ angewendet. Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und wird vom behandelnden Arzt individuell festgelegt.
Äusserliche Anwendung (Haut)
Mometason-Cremes und -Salben werden einmal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Eine dauerhafte Anwendung über einen langen Zeitraum sollte vermieden werden, insbesondere im Gesicht oder auf empfindlichen Hautpartien.
Nebenwirkungen
Mometason wird in der Regel gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen hängen von der Darreichungsform ab:
Nasenspray
- Nasenbluten oder Reizung der Nasenschleimhaut
- Kopfschmerzen
- Selten: Septumperforation (Loch in der Nasenscheidewand) bei Langzeitanwendung
Inhalation
- Heiserkeit oder Reizung des Rachens
- Mundpilz (orale Kandidose) – durch Mundspülen nach Inhalation vermeidbar
Haut (topische Anwendung)
- Hautatrophie (Hautverdünnung) bei Langzeitanwendung
- Dehnungsstreifen oder lokale Pigmentveränderungen
- Selten: allergische Kontaktreaktion
Wechselwirkungen
Da Mometason hauptsächlich lokal wirkt, sind systemische Wechselwirkungen selten. Dennoch sollte bei gleichzeitiger Einnahme von CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol oder Ritonavir) Vorsicht walten, da diese den Abbau von Mometason verlangsamen und die systemische Exposition erhöhen können.
Hinweise zur Sicherheit
- Mometason sollte nicht ohne ärztliche Rücksprache bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden.
- Schwangere und Stillende sollten vor der Anwendung einen Arzt konsultieren.
- Eine abrupte Beendigung einer länger dauernden Therapie sollte vermieden werden.
- Bei aktiven Infektionen (z. B. bakterielle, virale oder pilzbedingte Infektionen) der behandelten Stellen ist Vorsicht geboten.
Quellen
- European Medicines Agency (EMA): Produktinformation zu Mometasonfuroat-haltigen Arzneimitteln. www.ema.europa.eu
- Mutschler E. et al. – Mutschler Arzneimittelwirkungen: Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Toxikologie. 10. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2013.
- Bousquet J. et al. – Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma (ARIA) Guidelines. Allergy, 2008; 63(Suppl 86):8-160.
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