Selbstmanagement – Definition und Bedeutung
Selbstmanagement bezeichnet die Fähigkeit, die eigene Gesundheit aktiv zu steuern. Es umfasst Strategien zur Bewältigung chronischer Erkrankungen im Alltag.
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Selbstmanagement bezeichnet die Fähigkeit, die eigene Gesundheit aktiv zu steuern. Es umfasst Strategien zur Bewältigung chronischer Erkrankungen im Alltag.
Was ist Selbstmanagement?
Selbstmanagement im medizinischen Kontext beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft von Patientinnen und Patienten, aktiv Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen. Es umfasst alle Maßnahmen, die eine Person eigenständig ergreift, um eine chronische Erkrankung, einen Genesungsprozess oder die allgemeine Gesunderhaltung im Alltag zu steuern. Selbstmanagement ist ein zentrales Konzept der modernen Patientenversorgung und wird insbesondere bei langfristigen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma oder psychischen Störungen eingesetzt.
Kernbereiche des Selbstmanagements
Selbstmanagement lässt sich in drei wesentliche Bereiche unterteilen:
- Medizinisches Management: Einnahme von Medikamenten, Überwachung von Vitalwerten (z. B. Blutdruck, Blutzucker), Einhaltung von Therapieplänen und Arztbesuchen.
- Verhaltensmanagement: Anpassung des Lebensstils durch gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität, Rauchverzicht und ausreichend Schlaf.
- Emotionales Management: Umgang mit Stress, Angst, Frustration oder Depressionen, die häufig mit chronischen Erkrankungen einhergehen. Hierzu zählen Entspannungstechniken, psychosoziale Unterstützung und Selbsthilfegruppen.
Bedeutung bei chronischen Erkrankungen
Bei chronischen Erkrankungen ist eine dauerhafte medizinische Betreuung zwar notwendig, doch verbringen Patientinnen und Patienten den Großteil ihres Lebens außerhalb des Gesundheitssystems. Hier setzt das Selbstmanagement an: Es befähigt Menschen dazu, Symptome frühzeitig zu erkennen, auf Veränderungen ihres Zustands zu reagieren und die Lebensqualität langfristig zu erhalten oder zu verbessern. Studien zeigen, dass gut strukturiertes Selbstmanagement zu weniger Krankenhausaufenthalten, besserer Medikamentenadhärenz und einer höheren Lebensqualität führt.
Selbstmanagement-Programme und Schulungen
Strukturierte Selbstmanagement-Programme werden von Krankenkassen, Kliniken und Gesundheitsorganisationen angeboten. Sie vermitteln Wissen, praktische Fertigkeiten und psychologische Strategien, um den Alltag mit einer Erkrankung besser zu bewältigen. Bekannte Beispiele sind:
- Diabetes-Schulungsprogramme (z. B. DESMOND, DAFNE)
- Herz-Kreislauf-Rehaprogramme
- Asthma-Schulungen
- Chronischer-Schmerz-Programme (z. B. kognitive Verhaltenstherapie-basierte Ansätze)
Digitale Unterstützung im Selbstmanagement
Moderne Technologien wie Gesundheits-Apps, tragbare Sensoren (Wearables), Telemedizin-Plattformen und elektronische Gesundheitsakten erleichtern das Selbstmanagement erheblich. Sie ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung von Gesundheitsparametern, erinnern an Medikamenteneinnahmen und ermöglichen den Austausch mit medizinischen Fachkräften ohne Praxisbesuch. Diese digitalen Werkzeuge ergänzen das traditionelle Selbstmanagement und fördern die Eigenverantwortung der Patientinnen und Patienten.
Voraussetzungen für erfolgreiches Selbstmanagement
Damit Selbstmanagement gelingt, sind bestimmte Faktoren entscheidend:
- Gesundheitskompetenz (Health Literacy): Das Verständnis von Gesundheitsinformationen und die Fähigkeit, diese im Alltag umzusetzen.
- Motivation und Selbstwirksamkeit: Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, die Erkrankung positiv beeinflussen zu können.
- Soziale Unterstützung: Rückhalt durch Familie, Freundinnen und Freunde sowie Selbsthilfegruppen.
- Zugang zu Informationen: Verlässliche, verständliche Informationen von Ärztinnen, Ärzten und seriösen Quellen.
Grenzen und Herausforderungen
Selbstmanagement hat auch Grenzen. Nicht alle Patientinnen und Patienten verfügen über ausreichende Ressourcen, Bildung oder sozialen Rückhalt. Sprach- und Kulturbarrieren, kognitive Einschränkungen sowie mangelnder Zugang zu digitalen Technologien können das Selbstmanagement erschweren. Gesundheitssysteme sind daher aufgefordert, niedrigschwellige Angebote und individuelle Unterstützung bereitzustellen, um Benachteiligungen auszugleichen.
Quellen
- Lorig K, Holman H. Self-management education: history, definition, outcomes, and mechanisms. Annals of Behavioral Medicine, 26(1):1-7, 2003. DOI: 10.1207/S15324796ABM2601_01
- World Health Organization (WHO). Innovative care for chronic conditions: Building blocks for action. Global Report. WHO, Genf, 2002. Verfügbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/innovative-care-for-chronic-conditions-building-blocks-for-action
- Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Chronische Erkrankungen und Selbstmanagement. Verfügbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de
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