Schädelprellung: Ursachen, Symptome & Behandlung
Eine Schädelprellung ist eine stumpfe Verletzung des Schädels ohne Knochenbruch. Sie entsteht meist durch Stürze oder Stöße und kann Schmerzen, Schwellungen und Hämatome verursachen.
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Eine Schädelprellung ist eine stumpfe Verletzung des Schädels ohne Knochenbruch. Sie entsteht meist durch Stürze oder Stöße und kann Schmerzen, Schwellungen und Hämatome verursachen.
Was ist eine Schädelprellung?
Eine Schädelprellung (medizinisch auch als Contusio cranii bezeichnet) ist eine stumpfe Gewalteinwirkung auf den Schädel, bei der das Knochengewebe nicht gebrochen wird. Im Gegensatz zu einer Schädelfraktur bleibt die knöcherne Struktur des Schädels intakt. Dennoch können Weichteile wie Haut, Unterhautfettgewebe und die darunterliegenden Strukturen geschädigt werden. Eine Schädelprellung zählt zu den häufigen Kopfverletzungen im Alltag und betrifft Menschen jeden Alters.
Ursachen
Eine Schädelprellung entsteht durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf. Typische Ursachen sind:
- Stürze, zum Beispiel beim Sport, im Haushalt oder im Straßenverkehr
- Aufprall des Kopfes gegen einen harten Gegenstand
- Schläge oder Stöße gegen den Kopf
- Verkehrsunfälle
- Arbeitsunfälle
Kinder und ältere Menschen sind aufgrund eines erhöhten Sturzrisikos besonders häufig betroffen.
Symptome
Die Symptome einer Schädelprellung können je nach Schwere der Verletzung variieren. Häufige Beschwerden sind:
- Lokale Schmerzen an der Aufprallstelle
- Schwellung und Hämatom (Bluterguss) unter der Kopfhaut
- Druckempfindlichkeit am betroffenen Bereich
- Kopfschmerzen
- Gelegentlich leichte Übelkeit
Wichtig: Treten zusätzlich Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Gedächtnisverlust, Sehstörungen, Schwindel oder neurologische Ausfälle auf, kann eine Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) oder eine schwerwiegendere Hirnverletzung vorliegen. In diesem Fall ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
Diagnose
Die Diagnose einer Schädelprellung erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung. Der Arzt oder die Ärztin tastet den Schädel ab und befragt die betroffene Person zu Unfallhergang und Beschwerden. Bei Verdacht auf eine schwerere Verletzung können bildgebende Verfahren eingesetzt werden:
- Röntgenaufnahme des Schädels zum Ausschluss eines Knochenbruchs
- Computertomographie (CT) des Kopfes bei neurologischen Symptomen oder schwerem Unfallmechanismus
Anhand der Befunde kann zwischen einer einfachen Prellung und einer Fraktur oder Hirnverletzung unterschieden werden.
Behandlung
Die Behandlung einer unkomplizierten Schädelprellung ist meist konservativ und symptomorientiert:
- Kühlung der betroffenen Stelle mit einem Kältebeutel oder einem in ein Tuch gewickelten Eispack (niemals direkter Eiskontakt mit der Haut)
- Schonung und körperliche Ruhe in den ersten Tagen
- Schmerzmittel wie Paracetamol bei starken Kopfschmerzen (Ibuprofen und Aspirin sollten zunächst vermieden werden, da sie die Blutungsneigung erhöhen können)
- Überwachung auf mögliche Komplikationen, insbesondere in den ersten 24 Stunden
Bei Kindern empfehlen Ärzte und Ärztinnen oft eine kurzfristige stationäre Beobachtung oder zumindest engmaschige häusliche Überwachung durch eine erwachsene Begleitperson.
Wann zum Arzt?
Eine ärztliche Abklärung ist in folgenden Situationen dringend empfohlen:
- Bewusstlosigkeit, auch wenn nur kurz
- Anhaltende oder zunehmende Kopfschmerzen
- Erbrechen oder starke Übelkeit
- Gedächtnisprobleme oder Verwirrtheit
- Sehstörungen, Gleichgewichtsprobleme oder Taubheitsgefühle
- Verletzung bei Kindern unter zwei Jahren
- Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC): Leitlinie Schädel-Hirn-Trauma im Erwachsenenalter, 2022.
- World Health Organization (WHO): Traumatic Brain Injury Fact Sheet, 2023. Verfügbar unter: https://www.who.int
- Teasdale G, Jennett B: Assessment of coma and impaired consciousness. The Lancet, 1974; 2(7872): 81-84.
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