Sonnenschutzfaktor (LSF/SPF) – Schutz vor UV-Strahlung
Der Sonnenschutzfaktor (SSF oder LSF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzmittel die Haut vor UV-Strahlung schuetzt. Je hoeher der Wert, desto staerker der Schutz.
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Der Sonnenschutzfaktor (SSF oder LSF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzmittel die Haut vor UV-Strahlung schuetzt. Je hoeher der Wert, desto staerker der Schutz.
Was ist der Sonnenschutzfaktor?
Der Sonnenschutzfaktor (SSF), auch als Lichtschutzfaktor (LSF) oder englisch Sun Protection Factor (SPF) bekannt, ist eine standardisierte Kennzahl, die angibt, um welchen Faktor ein Sonnenschutzmittel die Zeit verlaengert, in der die Haut vor UV-B-Strahlung geschuetzt ist, bevor ein Sonnenbrand entstehen kann. Ein Produkt mit LSF 30 erlaub es der Haut theoretisch 30-mal laenger in der Sonne zu verweilen, als ohne Schutz.
UV-Strahlung und Hautschaeden
Die Sonne sendet ultraviolette Strahlung in verschiedenen Wellenlaengenbereichen aus. Fuer den Sonnenschutz sind vor allem zwei Typen relevant:
- UV-B-Strahlung: Hauptverursacher von Sonnenbrand und wesentlicher Ausloser von Hautkrebs. Der LSF-Wert bezieht sich primaer auf den Schutz vor UV-B.
- UV-A-Strahlung: Dringt tiefer in die Haut ein, verursacht vorzeitige Hautalterung und traegt ebenfalls zur Krebsentstehung bei. Wird durch den UV-A-Schutzfaktor oder das UV-A-Logo auf der Verpackung bewertet.
Wie wird der Sonnenschutzfaktor berechnet?
Der LSF wird in standardisierten Labortests ermittelt. Dabei wird gemessen, wie viel UV-Strahlung noetig ist, um auf geschuetzter Haut eine Roetung (Erythemdosis) zu erzeugen, verglichen mit ungeschuetzter Haut. Die Formel lautet:
LSF = minimale Erythemdosis (mit Schutz) / minimale Erythemdosis (ohne Schutz)
In der Praxis bedeutet das: Ein LSF von 50 filtert etwa 98 % der UV-B-Strahlung heraus, ein LSF 30 etwa 97 % und ein LSF 15 etwa 93 %.
LSF-Kategorien und Empfehlungen
Die europaeische Norm und die Empfehlungen von Dermatologen unterteilen Sonnenschutzmittel in folgende Kategorien:
- Niedriger Schutz: LSF 6 und LSF 10
- Mittlerer Schutz: LSF 15, LSF 20 und LSF 25
- Hoher Schutz: LSF 30 und LSF 50
- Sehr hoher Schutz: LSF 50+
Dermatologische Fachgesellschaften empfehlen im Alltag mindestens LSF 30, fuer empfindliche Haut, Kinder sowie bei intensiver Sonneneinstrahlung LSF 50 oder hoeher.
Arten von Sonnenschutzfiltern
Chemische Filter
Chemische (organische) UV-Filter wie Avobenzon, Octocrylen oder Tinosorb absorbieren UV-Strahlung und wandeln sie in Waerme um. Sie sind meist leicht in der Textur und hinterlassen keinen weissen Film auf der Haut.
Mineralische Filter
Mineralische (physikalische) Filter wie Zinkoxid und Titandioxid reflektieren und streuen UV-Strahlung. Sie gelten als besonders hautvertraeglich und werden haeufig fuer empfindliche Haut sowie fuer Babys und Kleinkinder empfohlen.
Richtige Anwendung fuer optimalen Schutz
Damit ein Sonnenschutzmittel seine volle Wirkung entfalten kann, sind folgende Punkte zu beachten:
- Ausreichend auftragen: Fuer den ganzen Koerper werden etwa 30 ml (ca. 6 Teeloeffel) benoetigt. Zu wenig Menge reduziert den effektiven LSF erheblich.
- Rechtzeitig auftragen: Chemische Filter sollten 20-30 Minuten vor dem Sonnenbadbeginn aufgetragen werden. Mineralische Filter wirken sofort.
- Regelmaessig neu auftragen: Alle 2 Stunden sowie nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen erneuern.
- Verfallsdatum beachten: Sonnenschutzmittel verlieren nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums an Wirksamkeit.
Sonnenschutz und Vitamin-D-Synthese
Ein haeufig diskutiertes Thema ist der Einfluss von Sonnenschutzmitteln auf die Vitamin-D-Produktion der Haut. Studien zeigen, dass bei normaler Alltagsanwendung ausreichend UV-Strahlung die Haut erreicht, um eine ausreichende Vitamin-D-Synthese zu gewaehrleisten. Ein vollstaendiger Verzicht auf Sonnenschutz zugunsten der Vitamin-D-Bildung wird von Dermatologen und der WHO nicht empfohlen.
Sondergruppen mit erhoehtem Schutzbedarf
- Kinder und Babys: Babys unter 6 Monaten sollten direkter Sonneneinstrahlung grundsaetzlich nicht ausgesetzt werden. Kleinkinder benoetigen LSF 50+ mit mineralischen Filtern.
- Heller Hauttyp: Menschen mit sehr heller Haut, hellen Haaren und Sommersprossen (Hauttyp I und II) verbrennen besonders schnell und benoetigen immer hohen Schutz.
- Medikamenteneinnahme: Bestimmte Medikamente wie Tetracycline, Diuretika oder Johanniskraut erhoehen die Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivitaet).
- Patienten nach Chemotherapie oder mit Hauterkrankungen: Diese Gruppen haben haeufig eine erhoehte UV-Empfindlichkeit und benoetigen besonderen Schutz.
Quellen
- World Health Organization (WHO) - Ultraviolet radiation and health: www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/ultraviolet-radiation (2023)
- Bundesamt fuer Strahlenschutz (BfS) - UV-Schutz und Sonnenschutzfaktor: www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-node.html
- Lautenschlager S. et al. - Photoprotection in Current Dermatological Practice. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 2013.
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