Spätgeburt – Ursachen, Risiken und Behandlung
Eine Spätgeburt bezeichnet eine Entbindung, die nach der vollendeten 42. Schwangerschaftswoche stattfindet. Sie birgt Risiken für Mutter und Kind und erfordert engmaschige medizinische Überwachung.
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Eine Spätgeburt bezeichnet eine Entbindung, die nach der vollendeten 42. Schwangerschaftswoche stattfindet. Sie birgt Risiken für Mutter und Kind und erfordert engmaschige medizinische Überwachung.
Was ist eine Spätgeburt?
Als Spätgeburt – medizinisch auch als Übertragung bezeichnet – gilt eine Schwangerschaft, die über die vollendete 42. Schwangerschaftswoche (SSW) hinausgeht. Der errechnete Geburtstermin liegt in der Regel am Ende der 40. SSW. Wird dieser um mehr als 14 Tage überschritten, spricht man von einer Übertragung. Bereits ab der 41. SSW spricht man von einer Terminüberschreitung, die medizinische Aufmerksamkeit erfordert.
Ursachen
Die genauen Ursachen einer Spätgeburt sind nicht immer eindeutig. Folgende Faktoren können eine Rolle spielen:
- Falsch berechneter Geburtstermin: Unregelmäßige Menstruationszyklen oder eine späte Befruchtung können zu einer ungenauen Terminberechnung führen.
- Genetische Faktoren: Übertragungen treten in manchen Familien gehäuft auf.
- Erstgebärende: Bei Frauen, die zum ersten Mal gebären, ist das Risiko einer Übertragung etwas erhöht.
- Männliches Kind: Statistisch gesehen werden Jungen etwas häufiger übertragen als Mädchen.
- Übergewicht der Mutter: Adipositas kann mit einem erhöhten Risiko für Übertragung assoziiert sein.
Risiken und Komplikationen
Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer steigt das Risiko für Komplikationen, da die Leistungsfähigkeit der Plazenta (Mutterkuchen) abnehmen kann – ein Vorgang, der als Plazentainsuffizienz bezeichnet wird. Dadurch kann das ungeborene Kind nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.
- Erhöhtes Risiko für Fruchtwassermangel (Oligohydramnion)
- Risiko eines Mekoniumaustritts (erstes Stuhlabgang des Kindes in das Fruchtwasser)
- Erhöhte Rate an Kaiserschnittentbindungen und operativen Geburten
- Erhöhtes Risiko für perinatale Sterblichkeit (Sterblichkeit rund um die Geburt)
- Risiko eines zu großen Kindes (Makrosomie), was zu Geburtskomplikationen führen kann
Diagnose und Überwachung
Ab der 41. SSW wird eine engmaschige Überwachung der Schwangerschaft empfohlen. Eingesetzte diagnostische Maßnahmen umfassen:
- Kardiotokographie (CTG): Überwachung der kindlichen Herzfrequenz und der Wehentätigkeit
- Ultraschalluntersuchung: Beurteilung von Fruchtwassermenge, Kindslage und Plazentafunktion
- Dopplersonographie: Messung der Blutflussgeschwindigkeit in den Nabelschnurgefäßen und im kindlichen Gehirn
- Biophysikalisches Profil: Kombination aus Ultraschallbefunden und CTG zur Beurteilung des kindlichen Wohlbefindens
Behandlung und Geburtseinleitung
Bei einer Terminüberschreitung ab der 41+0 SSW empfehlen die medizinischen Leitlinien eine regelmäßige Kontrolle. Spätestens ab der 42. SSW wird in der Regel eine Geburtseinleitung empfohlen, um Risiken für Mutter und Kind zu minimieren.
Methoden der Geburtseinleitung
- Prostaglandine: Hormone, die als Gel, Zäpfchen oder Tablette in die Scheide eingeführt werden, um den Muttermund zu reifen und Wehen auszulösen
- Oxytocin: Ein wehenförderndes Hormon, das per Infusion verabreicht wird
- Mechanische Methoden: Z. B. Ballonkatheter zur Erweiterung des Muttermundes
- Amniotomie: Künstliches Öffnen der Fruchtblase durch die Hebamme oder den Arzt
In manchen Fällen, etwa bei ausbleibender Geburtseinleitung oder kindlichen Stresszeichen, wird ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) durchgeführt.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Leitlinie Terminüberschreitung und Übertragung, AWMF-Registernummer 015-065, 2020.
- World Health Organization (WHO): WHO recommendations for induction of labour. Geneva: WHO Press, 2011.
- Middleton P, Shepherd E, Crowther CA: Induction of labour for improving birth outcomes for women at or beyond term. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2018.
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