Speicheldrüsen – Funktion, Aufbau und Erkrankungen
Speicheldrüsen sind Drüsen im Mundbereich, die Speichel produzieren und damit die Verdauung, Mundhygiene und Sprachbildung unterstützen.
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Speicheldrüsen sind Drüsen im Mundbereich, die Speichel produzieren und damit die Verdauung, Mundhygiene und Sprachbildung unterstützen.
Was sind Speicheldrüsen?
Speicheldrüsen (lateinisch: Glandulae salivariae) sind exokrine Drüsen, die Speichel produzieren und in die Mundhöhle abgeben. Der Speichel besteht zu einem Großteil aus Wasser und enthält außerdem Enzyme, Proteine, Elektrolyte und Antikörper. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Verdauung, der Mundhygiene und dem Sprechen.
Aufbau und Arten der Speicheldrüsen
Beim Menschen unterscheidet man drei große, paarig angelegte Speicheldrüsen sowie zahlreiche kleine Speicheldrüsen in der Mundschleimhaut:
- Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea): Die größte Speicheldrüse, gelegen vor und unter dem Ohr. Sie produziert überwiegend serösen (wässrigen) Speichel und gibt diesen über den Stenon-Gang in die Mundhöhle ab.
- Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis): Liegt unterhalb des Unterkiefers und produziert einen gemischten, teils serösen, teils mukösen Speichel. Ihr Ausführungsgang ist der Wharton-Gang.
- Unterzungendrüse (Glandula sublingualis): Die kleinste der drei großen Drüsen, befindet sich unter der Zunge und produziert überwiegend mukösen (schleimigen) Speichel.
- Kleine Speicheldrüsen: Hunderte von kleinen Drüsen verteilt über die gesamte Mundschleimhaut, die kontinuierlich Speichel absondern.
Funktionen der Speicheldrüsen
Die Speicheldrüsen erfüllen mehrere wichtige Aufgaben im menschlichen Körper:
- Verdauung: Speichel enthält das Enzym Amylase, das die Aufspaltung von Stärke bereits im Mund beginnt.
- Mundhygiene: Speichel spült Bakterien und Speisereste aus der Mundhöhle und enthält antimikrobielle Substanzen wie Lysozym und Immunglobulin A.
- Schutz der Zähne: Speichel neutralisiert Säuren im Mund und trägt zur Remineralisierung des Zahnschmelzes bei.
- Befeuchtung und Schlucken: Speichel befeuchtet die Nahrung, formt den Speisebrei und erleichtert das Schlucken.
- Sprechen: Die Befeuchtung der Mundschleimhaut durch Speichel ist Voraussetzung für eine klare Aussprache.
Erkrankungen der Speicheldrüsen
Die Speicheldrüsen können von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein:
Entzündungen (Sialadenitis)
Eine Sialadenitis ist eine Entzündung der Speicheldrüsen, die durch Bakterien oder Viren verursacht werden kann. Ein bekanntes Beispiel ist der Mumps, eine virale Entzündung der Ohrspeicheldrüsen.
Speichelsteine (Sialolithiasis)
Bei der Sialolithiasis bilden sich Kalkablagerungen (Steine) in den Ausführungsgängen der Speicheldrüsen. Dies kann zu Schmerzen und Schwellungen führen, insbesondere beim Essen.
Trockener Mund (Xerostomie)
Die Xerostomie bezeichnet eine verminderte Speichelproduktion, die durch Medikamente, Erkrankungen wie das Sjögren-Syndrom oder Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich entstehen kann.
Tumoren der Speicheldrüsen
Tumoren der Speicheldrüsen können gutartig oder bösartig sein. Der häufigste gutartige Tumor ist das pleomorphe Adenom. Bösartige Tumoren wie das Mukoepidermoidkarzinom erfordern eine fachärztliche Behandlung.
Diagnose von Speicheldrüsenerkrankungen
Zur Untersuchung der Speicheldrüsen stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:
- Ultraschall (Sonographie): Erste Wahl zur Beurteilung von Größe, Struktur und Durchblutung der Drüsen.
- Computertomographie (CT) und MRT: Bei Verdacht auf Tumoren oder komplizierte Entzündungen.
- Sialographie: Röntgenuntersuchung der Ausführungsgänge nach Kontrastmittelgabe.
- Biopsie: Gewebeentnahme zur Untersuchung bei Tumorverdacht.
Behandlung von Speicheldrüsenerkrankungen
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Erkrankung:
- Entzündungen werden je nach Erreger mit Antibiotika oder durch antivirale Maßnahmen behandelt.
- Speichelsteine können durch Massagen, Stoßwellentherapie oder operative Entfernung behandelt werden.
- Bei Xerostomie helfen ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Speichelersatzmittel und die Behandlung der Grunderkrankung.
- Tumoren werden in der Regel operativ entfernt, gegebenenfalls ergänzt durch Strahlentherapie.
Quellen
- Lüllmann-Rauch, R. & Asan, E. (2019). Taschenlehrbuch Histologie. Thieme Verlag, Stuttgart.
- Larsen, W.J. (2012). Embryologie des Menschen. Elsevier Verlag, München.
- World Health Organization (WHO): Oral Health. Verfügbar unter: https://www.who.int/health-topics/oral-health
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