Spironolacton – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Spironolacton ist ein kaliumsparendes Diuretikum und Aldosteron-Antagonist, das bei Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Wassereinlagerungen eingesetzt wird.
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Spironolacton ist ein kaliumsparendes Diuretikum und Aldosteron-Antagonist, das bei Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Wassereinlagerungen eingesetzt wird.
Was ist Spironolacton?
Spironolacton ist ein verschreibungspflichtiges Medikament aus der Gruppe der kaliumsparenden Diuretika (harntreibende Mittel). Es wirkt als Aldosteron-Antagonist, das heißt, es blockiert die Wirkung des Hormons Aldosteron, das im Körper die Wasser- und Salzregulation steuert. Spironolacton wird seit Jahrzehnten in der Medizin eingesetzt und gehört zur Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Indikationen – Wann wird Spironolacton eingesetzt?
Spironolacton wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen verordnet:
- Herzinsuffizienz (Herzschwäche): Zur Reduktion von Wassereinlagerungen und zur Verbesserung der Herzfunktion
- Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck): Als ergänzende Therapie, insbesondere bei primärem Hyperaldosteronismus
- Leberzirrhose mit Aszites: Zur Behandlung von Wasseransammlungen in der Bauchhöhle
- Nephrotisches Syndrom: Bei Flüssigkeitsansammlungen infolge einer Nierenerkrankung
- Primärer Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom): Überschuss an Aldosteron durch Nebennierenerkrankungen
- Akne und Hirsutismus bei Frauen: Aufgrund der antiandrogenen Wirkung
- Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): Zur Behandlung von Symptomen durch erhöhte Androgene
Wirkmechanismus
Aldosteron ist ein Hormon der Nebennierenrinde, das die Nieren dazu veranlasst, Natrium (Salz) und Wasser zurückzuhalten, während Kalium ausgeschieden wird. Spironolacton blockiert den Aldosteron-Rezeptor in den Nieren (genauer: im distalen Tubulus und im Sammelrohr). Dadurch wird die Natriumrückresorption gehemmt, mehr Wasser wird ausgeschieden, und gleichzeitig bleibt Kalium im Körper erhalten – daher die Bezeichnung kaliumsparendes Diuretikum.
Zusätzlich besitzt Spironolacton eine antiandrogene Wirkung, da es auch an Androgenrezeptoren bindet und die Wirkung männlicher Geschlechtshormone (Androgene wie Testosteron) abschwächt. Dies erklärt seinen Einsatz bei hormonell bedingten Hauterkrankungen bei Frauen.
Dosierung
Die Dosierung von Spironolacton richtet sich nach der Indikation und dem individuellen Ansprechen des Patienten:
- Herzinsuffizienz: In der Regel 25–50 mg täglich
- Bluthochdruck / Hyperaldosteronismus: Typischerweise 50–200 mg täglich
- Leberzirrhose mit Aszites: Oft 100–400 mg täglich, häufig in Kombination mit Furosemid
- Akne / Hirsutismus bei Frauen: Meist 50–200 mg täglich
Die Einnahme erfolgt in der Regel oral (als Tablette) und kann mit oder ohne Mahlzeit erfolgen. Die genaue Dosierung wird stets vom behandelnden Arzt festgelegt.
Nebenwirkungen
Wie alle Medikamente kann Spironolacton Nebenwirkungen verursachen. Häufige und relevante Nebenwirkungen umfassen:
- Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel im Blut): Besonders bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer kaliumerhöhender Medikamente – kann gefährlich sein
- Gynäkomastie (Brustdrüsenwachstum beim Mann): Durch die antiandrogene und schwach östrogene Wirkung
- Menstruationsstörungen bei Frauen
- Schwindel und Blutdruckabfall, insbesondere zu Beginn der Therapie
- Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen
- Müdigkeit und Kopfschmerzen
- Verminderte Libido und erektile Dysfunktion bei Männern
Wechselwirkungen
Spironolacton kann mit verschiedenen anderen Medikamenten wechselwirken:
- ACE-Hemmer und ARBs (z.B. Ramipril, Losartan): Erhöhtes Risiko einer Hyperkaliämie
- Andere kaliumsparende Diuretika (z.B. Amilorid, Triamteren): Verstärktes Hyperkaliämie-Risiko
- Kaliumsupplemente und kaliumreiche Ernährung: Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen: Können die diuretische Wirkung abschwächen
- Digoxin: Spironolacton kann den Digoxin-Spiegel erhöhen
Kontraindikationen – Wann darf Spironolacton nicht eingenommen werden?
- Schwere Niereninsuffizienz (Nierenversagen)
- Hyperkaliämie (bereits erhöhte Kaliumspiegel)
- Morbus Addison (Nebennierenrindeninsuffizienz)
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Überempfindlichkeit gegenüber Spironolacton oder einem der Hilfsstoffe
Hinweis
Spironolacton ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Es darf nur nach Anweisung eines Arztes eingenommen werden. Regelmäßige Blutkontrollen (insbesondere Kalium- und Nierenwerte) sind während der Therapie notwendig.
Quellen
- World Health Organization (WHO) – Model List of Essential Medicines, 23rd Edition (2023). Verfügbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/WHO-MHP-HPS-EML-2023.02
- Pitt B. et al. – The Effect of Spironolactone on Morbidity and Mortality in Patients with Severe Heart Failure. New England Journal of Medicine, 1999; 341(10): 709–717.
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – Fachinformation Spironolacton. Verfügbar unter: https://www.bfarm.de
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