Subduralhämatom: Ursachen, Symptome und Behandlung
Ein Subduralhämatom ist eine Blutansammlung zwischen Gehirn und harter Hirnhaut. Es entsteht meist durch Verletzungen und kann lebensbedrohlich sein.
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Ein Subduralhämatom ist eine Blutansammlung zwischen Gehirn und harter Hirnhaut. Es entsteht meist durch Verletzungen und kann lebensbedrohlich sein.
Was ist ein Subduralhämatom?
Ein Subduralhämatom ist eine Ansammlung von Blut im sogenannten Subduralraum – dem Spalt zwischen der harten Hirnhaut (Dura mater) und der mittleren Hirnhaut (Arachnoidea). Diese Blutung entsteht meist durch eine Verletzung von Brückenvenen, die das Gehirn mit den venösen Blutleitern verbinden. Durch den Druck des sich ansammelnden Blutes kann das Gehirngewebe gequetscht werden, was schwerwiegende neurologische Folgen haben kann.
Formen des Subduralhämatoms
Man unterscheidet drei Hauptformen:
- Akutes Subduralhämatom: Entsteht innerhalb weniger Stunden nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma. Es ist ein neurologischer Notfall mit hoher Sterblichkeitsrate.
- Subakutes Subduralhämatom: Entwickelt sich über mehrere Tage bis Wochen nach einem Trauma. Die Symptome treten verzögert auf.
- Chronisches Subduralhämatom: Bildet sich langsam über Wochen bis Monate, oft nach einem leichten oder sogar unbemerkten Kopftrauma. Es tritt häufig bei älteren Menschen und bei Personen unter Blutverdünnung auf.
Ursachen
Die häufigsten Ursachen eines Subduralhämatoms sind:
- Sturz mit Kopfaufprall (besonders bei älteren Menschen)
- Verkehrsunfälle und Sportunfälle
- Gewaltsame Erschütterungen des Kopfes (z. B. Schütteltrauma bei Säuglingen)
- Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (z. B. Marcumar, Aspirin, neue orale Antikoagulanzien)
- Alkoholmissbrauch (Hirnatrophie erhöht das Risiko)
- Hirntumore oder Gefäßfehlbildungen (seltenere Ursachen)
Symptome
Die Beschwerden hängen stark von der Form und dem Ausmaß der Blutung ab:
- Kopfschmerzen (häufig erstes Zeichen)
- Übelkeit und Erbrechen
- Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma
- Sprachstörungen (Aphasie)
- Lähmungserscheinungen an Armen oder Beinen (Hemiparese)
- Pupillenveränderungen (ungleich weite Pupillen)
- Persönlichkeitsveränderungen und Verwirrtheit (besonders beim chronischen Subduralhämatom)
- Gleichgewichts- und Gangstörungen
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel durch bildgebende Verfahren gesichert:
- Computertomographie (CT): Methode der Wahl im Notfall. Zeigt die Blutansammlung als typische sichelförmige Verdichtung.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Gibt detailliertere Informationen, besonders beim chronischen Subduralhämatom.
- Neurologische Untersuchung und Anamnese zur Einschätzung der Schwere
Behandlung
Konservative Behandlung
Kleine, klinisch unauffällige Subduralhämatome – insbesondere in der chronischen Form – können unter engmaschiger Beobachtung und medikamentöser Therapie behandelt werden. Dazu gehören die Überwachung des Hirndrucks sowie das Absetzen oder Anpassen gerinnungshemmender Medikamente.
Operative Behandlung
Bei größeren oder symptomatischen Hämatomen ist eine neurochirurgische Operation notwendig:
- Bohrlochtrepanation: Beim chronischen Subduralhämatom wird das flüssige Blut über ein kleines Bohrloch im Schädel abgelassen.
- Kraniotomie: Beim akuten Subduralhämatom kann eine offene Operation mit Eröffnung des Schädels (Kraniotomie) erforderlich sein, um das Blut zu entfernen und blutende Gefäße zu versorgen.
Prognose
Die Prognose hängt von der Form, der Größe des Hämatoms, dem Alter des Patienten und der Geschwindigkeit der Behandlung ab. Das akute Subduralhämatom hat eine ernste Prognose mit einer Sterblichkeit von bis zu 50–90 % bei schweren Verläufen. Das chronische Subduralhämatom hingegen kann nach erfolgreicher Operation in vielen Fällen vollständig ausheilen, besonders wenn es frühzeitig erkannt wird.
Quellen
- Greenberg, M. S. - Handbook of Neurosurgery. 9. Auflage. Thieme, 2019.
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC): Chronisches Subduralhämatom, AWMF-Register Nr. 008-002 (2022).
- Adhiyaman, V. et al. - Chronic subdural haematoma in the elderly. Postgraduate Medical Journal, 2002; 78(916): 71-75.
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