Harnröhrendilatation – Ablauf, Ursachen & Risiken
Die Harnröhrendilatation ist ein urologisches Verfahren zur Aufweitung einer verengten Harnröhre. Sie wird bei Harnröhrenstrikturen eingesetzt, um den Harnfluss wiederherzustellen.
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Die Harnröhrendilatation ist ein urologisches Verfahren zur Aufweitung einer verengten Harnröhre. Sie wird bei Harnröhrenstrikturen eingesetzt, um den Harnfluss wiederherzustellen.
Was ist die Harnröhrendilatation?
Die Harnröhrendilatation ist ein medizinisches Verfahren, bei dem eine verengte Harnröhre (Urethra) mechanisch aufgeweitet wird. Ziel des Eingriffs ist es, den normalen Abfluss des Urins aus der Blase zu ermöglichen. Eine Verengung der Harnröhre wird medizinisch als Harnröhrenstriktur bezeichnet und kann durch verschiedene Ursachen entstehen. Die Dilatation gehört zu den ältesten und am häufigsten angewandten Behandlungsmethoden bei diesem Krankheitsbild.
Ursachen einer Harnröhrenstriktur
Eine Verengung der Harnröhre, die eine Dilatation erforderlich machen kann, entsteht oft durch Narbengewebe. Mögliche Ursachen sind:
- Entzündungen: Infektionen wie Gonorrhö oder andere sexuell übertragbare Erkrankungen können zu Narbenbildung führen.
- Verletzungen: Traumen im Beckenbereich oder Verletzungen durch Katheter und andere medizinische Instrumente.
- Operationen: Eingriffe an der Prostata oder an der Harnröhre selbst können Vernarbungen hinterlassen.
- Angeborene Verengungen: In seltenen Fällen liegt die Harnröhrenstriktur bereits bei der Geburt vor.
- Strahlentherapie: Eine Bestrahlung im Beckenbereich kann das Gewebe der Harnröhre schädigen.
Symptome einer Harnröhrenstriktur
Betroffene Personen berichten häufig über folgende Beschwerden, die auf eine Verengung der Harnröhre hinweisen können:
- Abgeschwächter oder unterbrochener Harnstrahl
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Häufiger Harndrang mit kleinen Urinmengen
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Harnverhalt (vollständige Unfähigkeit, Urin zu lassen)
- Wiederkehrende Harnwegsinfektionen
Diagnose
Vor der Durchführung einer Harnröhrendilatation wird die Verengung durch verschiedene diagnostische Methoden gesichert:
- Uroflowmetrie: Messung der Harnflussrate zur Beurteilung des Harnstrahls.
- Urethrozystoskopie: Direkte Betrachtung der Harnröhre und Blase mittels einer Kamera (Endoskop).
- Retrograde Urethrografie: Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel zur Darstellung von Lage und Ausmaß der Verengung.
- Ultraschall: Zur Beurteilung der Blase und des Restharns nach dem Wasserlassen.
Durchführung der Harnröhrendilatation
Bei der Harnröhrendilatation wird die Verengung mithilfe spezieller Instrumente schrittweise aufgedehnt. Der Eingriff kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden:
Bougierung
Bei der klassischen Bougierung werden starre oder flexible Stäbchen (sogenannte Bougies) in aufsteigenden Größen durch die Harnröhre geführt, um die Verengung mechanisch zu dehnen. Dieser Vorgang wird meist unter lokaler Betäubung oder in Kurznarkose durchgeführt.
Ballondilatation
Hierbei wird ein Katheter mit einem aufblasbaren Ballon bis zur Engstelle vorgeschoben. Durch Aufblasen des Ballons wird die Harnröhre aufgeweitet. Diese Methode ist schonender und wird bevorzugt bei kurzstreckigen Verengungen eingesetzt.
Selbstkatheterisierung (intermittierendes Selbst-Katheterisieren)
Bei wiederkehrenden Strikturen kann der behandelnde Arzt dem Patienten empfehlen, die Harnröhre regelmäßig durch Einführen eines Katheters offen zu halten. Dies dient der Vorbeugung einer erneuten Verengung.
Wann wird die Harnröhrendilatation eingesetzt?
Die Harnröhrendilatation wird vorrangig bei kurzstreckigen Harnröhrenstrikturen angewendet. Sie ist eine der ersten Therapieoptionen, da sie minimalinvasiv ist. Bei ausgedehnten, langen oder wiederkehrenden Verengungen kommen häufig operative Verfahren wie die Harnröhrenschlitzung (Urethrotomia interna) oder die Harnröhrenrekonstruktion (Urethroplastik) zum Einsatz.
Risiken und Nebenwirkungen
Wie jeder medizinische Eingriff birgt auch die Harnröhrendilatation gewisse Risiken:
- Vorübergehende Schmerzen oder Blutungen nach dem Eingriff
- Harnwegsinfektionen
- Erneutes Auftreten der Verengung (Rezidivstriktur)
- Verletzungen der Harnröhrenwand in seltenen Fällen
Die meisten Komplikationen sind mild und vorübergehend. Der Arzt oder die Ärztin bespricht vor dem Eingriff alle Risiken und Vorteile individuell mit dem Patienten.
Nachsorge und Verlauf
Nach der Harnröhrendilatation sollten Betroffene ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um die Harnröhre zu spülen. Kontrolltermine beim Urologen sind wichtig, um den Behandlungserfolg zu überprüfen und ein erneutes Auftreten der Verengung frühzeitig zu erkennen. In manchen Fällen sind mehrere Dilatationssitzungen notwendig, um den Harnfluss dauerhaft zu verbessern.
Quellen
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