Stresshormon – Wirkung, Cortisol & Gesundheit
Stresshormone sind Botenstoffe, die der Körper in Belastungssituationen ausschüttet. Sie bereiten den Organismus auf Kampf oder Flucht vor und beeinflussen viele Körperfunktionen.
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Stresshormone sind Botenstoffe, die der Körper in Belastungssituationen ausschüttet. Sie bereiten den Organismus auf Kampf oder Flucht vor und beeinflussen viele Körperfunktionen.
Was ist ein Stresshormon?
Ein Stresshormon ist ein körpereigener Botenstoff, der als Reaktion auf physische oder psychische Belastungen ausgeschüttet wird. Die bekanntesten Stresshormone sind Cortisol, Adrenalin (Epinephrin) und Noradrenalin (Norepinephrin). Sie werden hauptsächlich in den Nebennieren produziert und dienen dazu, den Körper in Ausnahmesituationen leistungsfähiger zu machen.
Welche Stresshormone gibt es?
- Cortisol: Das sogenannte Hauptstresshormon. Es wird in der Nebennierenrinde gebildet und reguliert den Stoffwechsel, das Immunsystem und den Blutzucker. Bei chronischem Stress kann ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel schädliche Auswirkungen auf den Körper haben.
- Adrenalin (Epinephrin): Wird im Nebennierenmark gebildet und sorgt bei akutem Stress für eine sofortige Reaktion – Herzrate und Blutdruck steigen, die Muskulatur wird besser durchblutet.
- Noradrenalin (Norepinephrin): Wirkt ähnlich wie Adrenalin, ist aber auch als Neurotransmitter im Gehirn aktiv und beeinflusst Wachheit und Konzentration.
- DHEA (Dehydroepiandrosteron): Ein weiteres Nebennierenhormon, das als Gegenspieler von Cortisol gilt und eine schützende Wirkung haben kann.
Wirkmechanismus
Wenn das Gehirn eine Stresssituation wahrnimmt, aktiviert es die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse). Der Hypothalamus sendet ein Signal an die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), die wiederum die Nebennieren zur Hormonausschüttung anregt. Adrenalin und Noradrenalin werden innerhalb von Sekunden freigesetzt, Cortisol folgt etwas verzögert, dafür aber länger wirkend. Diese Hormone erhöhen die Energieverfügbarkeit, steigern die Herzfrequenz und schärfen die Sinne – der Körper ist bereit zu kämpfen oder zu fliehen.
Auswirkungen auf den Körper
Kurzfristige Auswirkungen
- Erhöhter Blutdruck und Herzfrequenz
- Gesteigerte Muskelspannung
- Erweiterung der Atemwege
- Erhöhter Blutzucker (Glukose wird aus Reserven freigesetzt)
- Vermindertes Schmerzempfinden
Langfristige Auswirkungen bei chronischem Stress
- Schwächung des Immunsystems
- Schlafstörungen und Erschöpfung
- Gewichtszunahme, insbesondere im Bauchbereich
- Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
- Stimmungsschwankungen, Angst und Depressionen
Diagnose und Messung
Stresshormone können im Blut, im Urin oder im Speichel gemessen werden. Der Cortisolspiegel wird häufig morgens gemessen, da er dann natürlicherweise am höchsten ist (sogenannter Cortisolerwachungsanstieg). Ein dauerhaft erhöhter oder erniedrigter Cortisolspiegel kann auf Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom oder die Addison-Erkrankung hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Behandlung und Stressbewältigung
Ein dauerhaft erhöhter Stresshormonpegel sollte ernst genommen werden. Folgende Maßnahmen können helfen, den Hormonspiegel zu regulieren:
- Regelmäßige körperliche Bewegung: Sport baut Stresshormone ab und fördert die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen (Endorphine).
- Entspannungstechniken: Meditation, Yoga, progressive Muskelentspannung oder Atemübungen können den Cortisolspiegel senken.
- Ausreichend Schlaf: Schlaf ist entscheidend für die Regeneration und die Normalisierung des Hormonhaushalts.
- Ausgewogene Ernährung: Eine nährstoffreiche Ernährung unterstützt die Hormonregulation.
- Psychotherapie oder Coaching: Bei chronischem Stress empfiehlt sich professionelle Unterstützung.
- Medikamentöse Therapie: In schweren Fällen, z.B. bei Erkrankungen der Nebennieren, kann eine medikamentöse Behandlung notwendig sein.
Quellen
- Chrousos, G.P. (2009): Stress and disorders of the stress system. Nature Reviews Endocrinology, 5(7), 374-381.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Mental health and stress-related disorders. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/mental-disorders
- Lüllmann, H., Mohr, K., Hein, L. (2016): Pharmakologie und Toxikologie. 17. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
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