Schenkelhalsfraktur – Ursachen, Symptome und Behandlung
Die Schenkelhalsfraktur ist ein Knochenbruch im Bereich des Schenkelhalses, der den Oberschenkelknochen mit dem Hüftkopf verbindet. Sie tritt häufig bei älteren Menschen nach einem Sturz auf.
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Die Schenkelhalsfraktur ist ein Knochenbruch im Bereich des Schenkelhalses, der den Oberschenkelknochen mit dem Hüftkopf verbindet. Sie tritt häufig bei älteren Menschen nach einem Sturz auf.
Was ist eine Schenkelhalsfraktur?
Die Schenkelhalsfraktur (auch Schenkelhalsbruch oder Oberschenkelhalsfraktur genannt) ist ein Knochenbruch im Bereich des Schenkelhalses – dem knöchernen Verbindungsstück zwischen dem Schaft des Oberschenkelknochens (Femur) und dem Hüftkopf. Sie gehört zu den häufigsten und schwerwiegendsten Frakturen im höheren Lebensalter und kann erhebliche Auswirkungen auf Mobilität und Lebensqualität haben.
Ursachen
Die häufigste Ursache einer Schenkelhalsfraktur ist ein Sturz aus dem Stand, insbesondere bei älteren Menschen. Begünstigende Faktoren sind:
- Osteoporose: Verminderung der Knochendichte, die den Knochen brüchiger macht
- Hohes Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochenqualität ab
- Sturzrisiko: Gleichgewichtsstörungen, Muskelschwäche, Medikamentennebenwirkungen
- Mangelernährung: Insbesondere Kalzium- und Vitamin-D-Mangel
- Hochrasanztrauma: Bei jüngeren Patienten durch Verkehrsunfälle oder Sportunfälle
Symptome
Typische Zeichen einer Schenkelhalsfraktur sind:
- Starke Schmerzen in der Hüfte oder Leiste, häufig auch im Kniebereich
- Außenrotation und Verkürzung des betroffenen Beines
- Unfähigkeit, das Bein zu heben oder Gewicht darauf zu belasten
- Schwellung und Hämatom (Bluterguss) im Hüftbereich
- Bei eingekeilten (impaktierten) Frakturen: mildere Symptome, gelegentlich noch gehfähig
Diagnose
Die Diagnose wird in der Regel durch folgende Methoden gestellt:
- Körperliche Untersuchung: Beurteilung von Schmerz, Beinstellung und Beweglichkeit
- Röntgenaufnahme: Standardmethode zur Darstellung der Fraktur in zwei Ebenen
- Magnetresonanztomografie (MRT): Bei unklarem Röntgenbefund, besonders bei okkulten (verborgenen) Frakturen
- Computertomografie (CT): Zur genauen Beurteilung der Frakturgeometrie vor der Operation
Klassifikation
Schenkelhalsfrakturen werden häufig nach der Garden-Klassifikation eingeteilt (Grad I–IV), die den Dislokationsgrad (Verschiebung der Knochenfragmente) beschreibt und die Behandlungsstrategie beeinflusst.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach Alter, Allgemeinzustand des Patienten sowie Typ und Ausmaß der Fraktur.
Operative Behandlung
In den meisten Fällen ist eine Operation notwendig und sollte möglichst innerhalb von 24–48 Stunden erfolgen:
- Osteosynthese (Verschraubung): Fixierung der Knochenfragmente mit Schrauben oder einer Gleitschrauben-Plattenvorrichtung; bevorzugt bei jüngeren Patienten und gering dislozierten Frakturen
- Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP): Vollständiger Ersatz des Hüftgelenks; häufig bei älteren Patienten mit stark dislozierten Frakturen
- Hemiarthroplastik: Ersatz nur des Hüftkopfes; bei älteren Patienten mit eingeschränkter Aktivität
Konservative Behandlung
Eine nicht-operative Behandlung kommt nur in seltenen Ausnahmefällen in Betracht, etwa bei nicht gehfähigen Patienten oder bei sehr hohem Operationsrisiko.
Rehabilitation und Prognose
Die Frührehabilitation ist entscheidend für den Heilungserfolg. Ziel ist die schnellstmögliche Wiederherstellung der Gehfähigkeit und Selbstständigkeit. Die Rehabilitationsmaßnahmen umfassen Physiotherapie, Schmerzmanagement und Sturzprophylaxe. Die Prognose hängt stark von Alter, Begleiterkrankungen und Operationszeitpunkt ab. Bei älteren Patienten ist die Sterblichkeitsrate im ersten Jahr nach der Fraktur erhöht.
Vorbeugung
Zur Vorbeugung einer Schenkelhalsfraktur empfehlen sich:
- Ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D
- Regelmäßige körperliche Aktivität zur Stärkung von Muskeln und Knochen
- Behandlung einer bestehenden Osteoporose
- Sturzprophylaxe (rutschfeste Böden, Gehhilfen, Anpassung von Medikamenten)
- Hüftprotektoren bei sturzgefährdeten Personen
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU): S2e-Leitlinie zur Behandlung der Schenkelhalsfraktur, 2022.
- Bundesärztekammer / AWMF: Nationale VersorgungsLeitlinie Hüftgelenknahe Femurfraktur.
- Browner BD et al. – Skeletal Trauma: Basic Science, Management, and Reconstruction. 5th ed. Elsevier Saunders, 2014.
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