Schilddrüsenunterfunktion Symptome – Anzeichen erkennen
Schilddrüsenunterfunktion Symptome umfassen Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kältegefühl. Erfahren Sie, wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.
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Schilddrüsenunterfunktion Symptome umfassen Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kältegefühl. Erfahren Sie, wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.
Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?
Eine Schilddrüsenunterfunktion (medizinisch: Hypothyreose) liegt vor, wenn die Schilddrüse nicht ausreichend Schilddrüsenhormone produziert. Diese Hormone – vor allem Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) – sind für die Regulierung des Stoffwechsels, der Körpertemperatur und vieler weiterer Körperfunktionen verantwortlich. Ein Mangel führt dazu, dass viele Prozesse im Körper verlangsamt werden, was sich in einer Vielzahl von Symptomen äußern kann.
Häufige Symptome der Schilddrüsenunterfunktion
Die Symptome einer Hypothyreose entwickeln sich oft schleichend und können leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung: Betroffene fühlen sich trotz ausreichend Schlaf ständig müde und antriebslos.
- Gewichtszunahme: Durch den verlangsamten Stoffwechsel nehmen Patienten oft ohne veränderte Ernährung zu.
- Kälteempfindlichkeit: Eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Kälte ist typisch, da die Wärmeproduktion des Körpers verringert ist.
- Trockene Haut und sprödes Haar: Die Haut wird rauer und trockener, Haare können ausfallen oder brüchig werden.
- Verstopfung: Die Verdauung verläuft langsamer, was häufig zu Verstopfung führt.
- Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie): Die Herzfrequenz kann sich deutlich verringern.
- Depressive Verstimmung und Konzentrationsprobleme: Stimmungsschwankungen, Vergesslichkeit und ein verlangsamtes Denkvermögen sind häufige Beschwerden.
- Geschwollenes Gesicht und Augenlieder: Besonders morgens kann eine leichte Schwellung im Gesicht auftreten.
- Muskel- und Gelenkschmerzen: Muskelschwäche, Steifheit und Schmerzen in den Gelenken können auftreten.
- Heisere Stimme: Eine tiefere oder heisere Stimme kann ein Hinweis auf eine vergrößerte Schilddrüse sein.
- Erhöhter Cholesterinspiegel: Bei Hypothyreose steigen oft die Blutfettwerte an.
- Zyklusstörungen bei Frauen: Unregelmäßige oder stärkere Menstruationsblutungen sind möglich.
Mögliche Ursachen
Die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und schädigt. Weitere mögliche Ursachen sind:
- Chirurgische Entfernung der Schilddrüse (z. B. bei Schilddrüsenkrebs)
- Strahlentherapie im Halsbereich
- Bestimmte Medikamente (z. B. Lithium, Amiodaron)
- Jodmangel (in Entwicklungsländern häufiger)
- Angeborene Schilddrüsenfehlentwicklung (kongenitale Hypothyreose)
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Wenn mehrere der genannten Symptome gleichzeitig auftreten und über einen längeren Zeitraum anhalten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Besonders wichtig ist eine frühzeitige Abklärung bei:
- Unerklärlicher Gewichtszunahme trotz normaler Ernährung
- Anhaltender Müdigkeit und Antriebslosigkeit
- Sichtbarer Schwellung am Hals (Kropf)
- Kinderwunsch oder Schwangerschaft, da eine unbehandelte Hypothyreose das ungeborene Kind gefährden kann
Diagnose
Die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt in erster Linie über eine Blutuntersuchung. Der wichtigste Laborwert ist der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon). Ein erhöhter TSH-Wert deutet darauf hin, dass die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert. Ergänzend werden oft die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sowie Antikörper (z. B. TPO-Antikörper bei Verdacht auf Hashimoto) gemessen.
Behandlung
Die Standardbehandlung einer Schilddrüsenunterfunktion ist die tägliche Einnahme von Levothyroxin, einem synthetischen Schilddrüsenhormon, das das fehlende T4 ersetzt. Die Dosierung wird individuell angepasst und regelmäßig über Blutkontrollen überprüft. Bei konsequenter Behandlung lassen sich die meisten Symptome deutlich verbessern oder vollständig beseitigen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) – Leitlinie Hypothyreose, 2022. Verfügbar unter: https://www.endokrinologie.net
- Garber, J. R. et al. – Clinical Practice Guidelines for Hypothyroidism in Adults. Thyroid, 2012; 22(12):1200-1235. PubMed PMID: 22954017.
- World Health Organization (WHO) – Iodine Deficiency Disorders. Verfügbar unter: https://www.who.int
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