Belastungs-EKG: Ablauf, Aussagekraft & Risiken
Das Belastungs-EKG ist eine diagnostische Untersuchung des Herzens unter körperlicher Belastung. Es dient der Erkennung von Durchblutungsstörungen und Herzrhythmusstörungen.
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Das Belastungs-EKG ist eine diagnostische Untersuchung des Herzens unter körperlicher Belastung. Es dient der Erkennung von Durchblutungsstörungen und Herzrhythmusstörungen.
Was ist ein Belastungs-EKG?
Das Belastungs-EKG (auch Ergometrie oder Belastungselektrokardiogramm genannt) ist eine diagnostische Methode, bei der die elektrische Aktivität des Herzens während körperlicher Anstrengung aufgezeichnet wird. Im Gegensatz zum Ruhe-EKG, das das Herz in Ruhe misst, zeigt das Belastungs-EKG, wie das Herz unter Stress reagiert. Dabei werden typischerweise Veränderungen sichtbar, die im Ruhezustand nicht erkennbar sind.
Wie funktioniert ein Belastungs-EKG?
Für die Untersuchung werden dem Patienten mehrere Elektroden an Brust, Armen und Beinen angebracht, die die elektrischen Signale des Herzens ableiten. Die körperliche Belastung erfolgt üblicherweise auf einem Fahrradergometer (sitzend Radfahren) oder einem Laufband. Die Belastung wird stufenweise gesteigert, beginnend mit einem niedrigen Widerstand, der alle zwei bis drei Minuten erhöht wird. Gleichzeitig werden Herzfrequenz und Blutdruck kontinuierlich überwacht.
Wann wird ein Belastungs-EKG durchgeführt?
Das Belastungs-EKG wird bei verschiedenen medizinischen Fragestellungen eingesetzt:
- Verdacht auf koronare Herzkrankheit (KHK): Abklärung von Engstellen in den Herzkranzgefäßen
- Brustschmerzen (Angina pectoris): Beurteilung, ob die Beschwerden herzbedingt sind
- Herzrhythmusstörungen: Untersuchung belastungsabhängiger Rhythmusstörungen
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie): Kontrolle des Blutdruckverhaltens unter Belastung
- Beurteilung der Leistungsfähigkeit: Nach Herzoperationen oder Herzinfarkten zur Rehabilitation
- Sporttauglichkeitsuntersuchung: Vor intensivem sportlichem Training
Ablauf der Untersuchung
Vor der Untersuchung sollte der Patient nüchtern oder leicht gegessen haben und keine schwere körperliche Arbeit geleistet haben. Bestimmte Medikamente können das Ergebnis beeinflussen und sollten vorher mit dem Arzt besprochen werden. Während der Belastung wird die Herzstromkurve kontinuierlich aufgezeichnet. Die Untersuchung wird beendet, wenn die maximale Herzfrequenz erreicht wird, Beschwerden wie Schwindel, Brustschmerzen oder starke Atemnot auftreten, oder pathologische EKG-Veränderungen erkennbar sind. Anschließend wird eine Erholungsphase überwacht.
Was zeigt das Belastungs-EKG?
Ausgewertet werden vor allem Veränderungen im ST-Segment der EKG-Kurve. Eine Senkung oder Hebung des ST-Segments kann auf eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels (Myokardischämie) hinweisen. Darüber hinaus werden Herzrhythmusstörungen, der Blutdruckverlauf sowie die körperliche Belastungstoleranz beurteilt.
Risiken und Kontraindikationen
Das Belastungs-EKG ist eine sichere Untersuchung, die unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird. Schwerwiegende Komplikationen wie ein Herzinfarkt oder lebensbedrohliche Rhythmusstörungen sind sehr selten. Es gibt jedoch Situationen, in denen das Belastungs-EKG nicht durchgeführt werden darf (Kontraindikationen):
- Frischer Herzinfarkt (innerhalb der letzten zwei Wochen)
- Instabile Angina pectoris
- Schwere Herzinsuffizienz
- Schwere unkontrollierte Herzrhythmusstörungen
- Schwere Aortenstenose (Verengung der Hauptschlagaderklappe)
- Akute Entzündungen des Herzens (Myokarditis, Perikarditis)
Grenzen des Belastungs-EKGs
Das Belastungs-EKG ist ein wertvolles, aber nicht unfehlbares Diagnoseverfahren. Es kann sowohl falsch-positive (Befund ohne tatsächliche Erkrankung) als auch falsch-negative Ergebnisse (keine Auffälligkeiten trotz Erkrankung) liefern. Bei unklaren Befunden werden weiterführende Untersuchungen wie eine Myokardszintigraphie, ein Stress-Echokardiogramm oder eine Koronarangiographie empfohlen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) - Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der chronischen koronaren Herzkrankheit (2019)
- Erdmann, E. (Hrsg.) - Klinische Kardiologie: Krankheiten des Herzens, des Kreislaufs und der herznahen Gefäße, 8. Auflage, Springer Verlag
- Gibbons, R.J. et al. - ACC/AHA 2002 Guideline Update for Exercise Testing: A Report of the American College of Cardiology/American Heart Association Task Force on Practice Guidelines
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