Biovitalstoffanalyse – Mikronährstoffe im Check
Die Biovitalstoffanalyse ist eine diagnostische Untersuchung zur Bestimmung des Versorgungsstatus mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen im Körper.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Biovitalstoffanalyse"
Die Biovitalstoffanalyse ist eine diagnostische Untersuchung zur Bestimmung des Versorgungsstatus mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen im Körper.
Was ist die Biovitalstoffanalyse?
Die Biovitalstoffanalyse ist eine umfassende labordiagnostische Untersuchung, bei der der Versorgungsstatus des menschlichen Körpers mit lebenswichtigen Mikronährstoffen ermittelt wird. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren sowie weitere bioaktive Substanzen, die für zentrale Stoffwechselprozesse unverzichtbar sind. Die Analyse liefert ein detailliertes Bild darüber, ob der Körper ausreichend mit diesen essenziellen Nährstoffen versorgt ist oder ob Mängel vorliegen, die die Gesundheit beeinträchtigen können.
Das Verfahren wird sowohl in der konventionellen Medizin als auch in der Komplementärmedizin und der orthomolekularen Medizin eingesetzt. Es richtet sich an Personen, die ihre Gesundheit optimieren möchten, sowie an Patienten mit chronischen Erkrankungen, Erschöpfungszuständen oder unspezifischen Beschwerden, für die keine eindeutige Ursache gefunden wurde.
Welche Substanzen werden untersucht?
Im Rahmen einer Biovitalstoffanalyse können je nach Umfang der Untersuchung folgende Parameter bestimmt werden:
- Vitamine: z. B. Vitamin D, Vitamin B12, Vitamin B6, Folsäure, Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin K
- Mineralstoffe: z. B. Magnesium, Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor
- Spurenelemente: z. B. Eisen, Zink, Selen, Kupfer, Mangan, Jod
- Aminosäuren: z. B. Tryptophan, Glutamin, Arginin
- Antioxidanzien: z. B. Coenzym Q10, Glutathion
- Fettsäuren: z. B. Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA)
Der genaue Umfang der Analyse wird individuell festgelegt und richtet sich nach den Beschwerden, der Krankengeschichte und den Zielen der untersuchten Person.
Wie wird die Biovitalstoffanalyse durchgeführt?
Die Biovitalstoffanalyse wird in der Regel durch eine Blutentnahme durchgeführt, wobei Vollblut, Serum oder Plasma analysiert wird. In bestimmten Fällen können auch Urin, Haare oder Stuhl als Probenmaterial dienen, je nachdem, welche Substanzen untersucht werden sollen. Die Proben werden anschließend in einem spezialisierten Labor ausgewertet.
Das Ergebnis wird in einem ausführlichen Befundbericht zusammengefasst, der die gemessenen Werte mit Referenzbereichen vergleicht und Hinweise auf mögliche Mängel oder Überversorgungen gibt. In einem anschließenden Beratungsgespräch werden die Ergebnisse erklärt und gegebenenfalls Empfehlungen für eine gezielte Ernährungsumstellung oder Nahrungsergänzung ausgesprochen.
Wann ist eine Biovitalstoffanalyse sinnvoll?
Eine Biovitalstoffanalyse kann in verschiedenen Situationen hilfreich sein:
- Bei chronischer Erschöpfung und anhaltender Müdigkeit ohne erkennbare Ursache
- Bei häufigen Infekten oder geschwächtem Immunsystem
- Bei Haarausfall, brüchigen Nägeln oder schlechtem Hautbild
- Bei Konzentrationsproblemen, Stimmungsschwankungen oder depressiven Verstimmungen
- Bei Muskelkrämpfen oder Muskelschwäche
- Bei bestimmten Erkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes mellitus oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
- Bei veganer oder vegetarischer Ernährung, bei der bestimmte Nährstoffe möglicherweise nicht ausreichend aufgenommen werden
- Bei Schwangerschaft oder Stillzeit, wenn der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen erhöht ist
- Bei Leistungssportlern, die einen erhöhten Nährstoffbedarf haben
Nutzen und Grenzen der Analyse
Ein wesentlicher Vorteil der Biovitalstoffanalyse liegt in ihrer Individualität: Sie ermöglicht eine gezielte und auf die Person zugeschnittene Nährstofftherapie, anstatt pauschale Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Identifizierte Mängel können durch eine angepasste Ernährung oder durch gezielte Supplementierung behoben werden.
Es ist jedoch zu beachten, dass nicht alle im Blut gemessenen Werte den tatsächlichen Versorgungsstatus der Zellen widerspiegeln. Manche Nährstoffe werden im Gewebe gespeichert und sind im Blut nur eingeschränkt messbar. Daher sollten die Ergebnisse stets von einer qualifizierten Fachkraft, wie einem Arzt oder einer Ernährungsberaterin bzw. einem Ernährungsberater, interpretiert werden.
Zudem ist die Biovitalstoffanalyse in ihrer erweiterten Form häufig eine Selbstzahlerleistung, da die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland nur bestimmte Einzelparameter übernehmen, wenn ein medizinischer Verdacht besteht.
Quellen
- Biesalski, H. K. et al. - Ernährungsmedizin. Georg Thieme Verlag, 5. Auflage (2018).
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) - Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn (2024). Verfügbar unter: https://www.dge.de
- Gröber, U. - Mikronährstoffe: Metabolic Tuning, Prävention, Therapie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 3. Auflage (2011).
Meistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieAntioxidanziensynergie
Stressfrakturen
Krampfaderprobleme
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Biovitalstoffanalyse + Bio-Vitalstoffanalyse + Biovital-Stoffanalyse