Blasenhalsstenose: Ursachen, Symptome und Behandlung
Die Blasenhalsstenose ist eine Verengung des Blasenausgangs, die den Harnfluss behindert. Sie kann Männer, Frauen und Kinder betreffen und führt zu typischen Blasenentleerungsstörungen.
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Die Blasenhalsstenose ist eine Verengung des Blasenausgangs, die den Harnfluss behindert. Sie kann Männer, Frauen und Kinder betreffen und führt zu typischen Blasenentleerungsstörungen.
Was ist eine Blasenhalsstenose?
Die Blasenhalsstenose bezeichnet eine krankhafte Verengung (Stenose) des Blasenhalses – also des Übergangsbereichs zwischen der Harnblase und der Harnröhre. Diese Verengung erschwert oder verhindert den normalen Abfluss des Urins aus der Blase. Medizinisch wird sie auch als Blasenhalsobstruktion bezeichnet. Sie kann angeboren (kongenital) oder im Laufe des Lebens erworben sein und betrifft sowohl Männer als auch Frauen sowie in seltenen Fällen Kinder.
Ursachen
Die Ursachen einer Blasenhalsstenose sind vielfältig und unterscheiden sich je nach Geschlecht und Alter:
- Narbengewebe: Operationen im Beckenbereich, Blasenoperationen oder Eingriffe an der Prostata können Narben hinterlassen, die den Blasenhals verengen.
- Chronische Entzündungen: Wiederkehrende Harnwegsinfekte oder eine chronische Zystitis können zu strukturellen Veränderungen am Blasenhals führen.
- Benigne Prostatahyperplasie (BPH): Bei Männern ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata eine häufige Ursache für eine funktionelle Blasenhalsobstruktion.
- Strahlentherapie: Bestrahlung im Beckenbereich kann das umliegende Gewebe schädigen und Stenosen verursachen.
- Kongenitale Fehlbildungen: Seltener liegt eine angeborene Verengung des Blasenhalses vor, die vor allem bei Jungen diagnostiziert wird.
- Primäre Blasenhalsobstruktion (PBNO): Eine eigenständige, nicht durch andere Erkrankungen erklärbare Verengung des Blasenhalses, die insbesondere bei jungen Männern und Frauen auftreten kann.
Symptome
Die Beschwerden bei einer Blasenhalsstenose entstehen durch den behinderten Harnabfluss und können sich wie folgt äußern:
- Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
- Verzögerter Beginn der Miktion (Startverzögerung)
- Pressen oder Nachträufeln beim Wasserlassen
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Häufiger Harndrang (Pollakisurie) oder nächtliches Wasserlassen (Nykturie)
- Harnverhalt im fortgeschrittenen Stadium
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte durch Restharnbildung
In schweren Fällen kann der Rückstau des Urins zu einer Schädigung der Nieren (Hydronephrose) führen.
Diagnose
Zur Diagnose einer Blasenhalsstenose kommen verschiedene Untersuchungsverfahren zum Einsatz:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Befragung zu Symptomen, Vorerkrankungen und Operationen.
- Uroflowmetrie: Messung des Harnflusses; ein abgeflachter Harnstrahl kann auf eine Obstruktion hinweisen.
- Restharnmessung: Mittels Ultraschall wird bestimmt, ob nach dem Wasserlassen noch Urin in der Blase verbleibt.
- Zystoskopie: Direkte Betrachtung des Blasenhalses und der Harnröhre mit einem dünnen Endoskop.
- Urodynamik: Funktionelle Messung des Blasendrucks und des Harnflusses zur genauen Charakterisierung der Obstruktion.
- Bildgebung: Ultraschall oder MRT zur Beurteilung der Nieren, des Harnleiters und der Blase.
Behandlung
Die Behandlung der Blasenhalsstenose richtet sich nach der Ursache, dem Schweregrad und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten:
Medikamentöse Therapie
Bei leichteren Formen oder als überbrückende Maßnahme können Alpha-1-Blocker (z. B. Tamsulosin) eingesetzt werden. Diese Medikamente entspannen die glatte Muskulatur im Blasenhals und in der Prostata und verbessern so den Harnfluss.
Minimal-invasive Eingriffe
Bei stärkerer Verengung kann eine Blasenhalsinzision (BHI) oder eine transurethrale Resektion des Blasenhalses (TURBN) durchgeführt werden. Dabei wird das verengende Gewebe endoskopisch eingeschnitten oder abgetragen, um den Harnabfluss zu verbessern.
Ballondilatation
In bestimmten Fällen wird der verengte Bereich mit einem Ballonkatheter aufgedehnt. Diese Methode ist weniger dauerhaft als operative Eingriffe.
Operative Therapie
Bei komplexen oder wiederkehrenden Stenosen kann ein offener oder laparoskopischer Eingriff zur Rekonstruktion des Blasenhalses notwendig sein.
Behandlung der Grunderkrankung
Liegt eine BPH oder eine andere behandelbare Grunderkrankung vor, steht deren Therapie im Vordergrund.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) – Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von Blasenentleerungsstörungen (2022).
- Chapple, C.R. et al. – Bladder outlet obstruction. In: European Urology, 2006.
- Abrams, P. et al. – The standardisation of terminology of lower urinary tract function. In: Neurourology and Urodynamics, 2002.
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