Brustdrüse – Aufbau, Funktion und Erkrankungen
Die Brustdrüse ist ein drüsiges Organ der weiblichen Brust, das zur Milchproduktion dient. Sie unterliegt hormonellen Einflüssen und kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Brustdrüse"
Die Brustdrüse ist ein drüsiges Organ der weiblichen Brust, das zur Milchproduktion dient. Sie unterliegt hormonellen Einflüssen und kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein.
Was ist die Brustdrüse?
Die Brustdrüse (medizinisch: Mamma) ist ein drüsiges Organ, das sich bei Frauen im Bereich der vorderen Brustwand befindet. Sie besteht aus Drüsengewebe, Fettgewebe und Bindegewebe und ist für die Produktion und Abgabe von Muttermilch nach der Geburt zuständig. Auch Männer besitzen eine rudimentäre Brustdrüse, die jedoch in der Regel nicht funktional aktiv ist.
Aufbau der Brustdrüse
Die Brustdrüse setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
- Drüsenlappen (Lobi): Die Brustdrüse besteht aus 15 bis 20 einzelnen Drüsenlappen, die radiär um die Brustwarze angeordnet sind.
- Milchgänge (Ductus lactiferi): Diese Kanäle leiten die produzierte Milch zur Brustwarze.
- Brustwarze (Papilla mammae) und Warzenhof (Areola): Der zentrale Austrittsbereich der Milch, umgeben von pigmentierter Haut.
- Fett- und Bindegewebe: Eingebettet zwischen dem Drüsengewebe, bestimmt es maßgeblich Form und Größe der Brust.
Funktionen der Brustdrüse
Die Hauptfunktion der Brustdrüse ist die Laktation, also die Milchproduktion und -abgabe nach einer Schwangerschaft. Die Milchproduktion wird durch das Hormon Prolaktin angeregt, während das Hormon Oxytocin den Milchfluss stimuliert. Außerhalb der Stillzeit unterliegt das Brustdrüsengewebe zyklischen hormonellen Veränderungen durch Östrogen und Progesteron.
Hormonelle Einflüsse
Die Brustdrüse reagiert sehr empfindlich auf Hormonschwankungen. Folgende Hormone spielen eine zentrale Rolle:
- Östrogen: Fördert das Wachstum der Milchgänge und des Drüsengewebes.
- Progesteron: Stimuliert die Entwicklung der Drüsenbläschen (Alveolen).
- Prolaktin: Regt nach der Geburt die Milchproduktion an.
- Oxytocin: Bewirkt die Ausschüttung der Milch beim Stillen.
Häufige Erkrankungen der Brustdrüse
Mastitis (Brustentzündung)
Die Mastitis ist eine Entzündung des Brustdrüsengewebes, die häufig in der Stillzeit auftritt. Symptome sind Rötung, Schwellung, Schmerzen und Überwärmung der betroffenen Brust, oft begleitet von Fieber.
Mastopathie
Bei der Mastopathie handelt es sich um gutartige, knotige oder zystische Veränderungen des Brustdrüsengewebes, die häufig durch Hormonschwankungen bedingt sind. Sie äußert sich meist durch Brustschmerzen und Spannungsgefühl, besonders vor der Menstruation.
Brustkrebs (Mammakarzinom)
Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Risikofaktoren umfassen genetische Veranlagung (z. B. BRCA1/BRCA2-Mutationen), hormonelle Einflüsse, Übergewicht und Lebensstilfaktoren. Früherkennungsmaßnahmen wie das Mammografie-Screening ermöglichen eine rechtzeitige Diagnose.
Zysten und Fibroadenome
Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Brustdrüsengewebe und in der Regel gutartig. Fibroadenome sind gutartige Tumoren aus Drüsen- und Bindegewebe, die vor allem bei jüngeren Frauen auftreten.
Diagnose von Brustdrüsenerkrankungen
Zur Untersuchung der Brustdrüse stehen verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung:
- Tastuntersuchung (Palpation): Selbstuntersuchung und ärztliche Untersuchung zur Erkennung von Veränderungen.
- Mammografie: Röntgenuntersuchung der Brust, die besonders zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt wird.
- Sonografie (Ultraschall): Ergänzende Bildgebung zur Unterscheidung von soliden und zystischen Veränderungen.
- MRT der Brust: Magnetresonanztomografie für detaillierte Weichteildarstellung, besonders bei Hochrisikopatientinnen.
- Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur feingeweblichen (histologischen) Untersuchung bei unklaren Befunden.
Vorbeugung und Früherkennung
Eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust sowie die Teilnahme am gesetzlichen Mammografie-Screening (in Deutschland ab 50 Jahren alle zwei Jahre) sind wichtige Maßnahmen zur Früherkennung. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Verzicht auf Alkohol und Nikotin kann das Erkrankungsrisiko senken.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Krebs in Deutschland - Brustkrebs. Berlin, 2023.
- Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. AWMF, 2021.
- Schünke M, Schulte E, Schumacher U: Prometheus - LernAtlas der Anatomie. Thieme Verlag, Stuttgart, 2022.
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategoriePräkarinal
Fibrotisch
Hämatogenese
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Brustdrüse + Brustdruese + Mamma