Sulforaphan – Wirkung, Lebensmittel und gesundheitlicher Nutzen
Sulforaphan ist ein Pflanzenstoff aus Brokkoli mit antioxidativer und zellschützender Wirkung. Erfahre mehr über Quellen und gesundheitliche Vorteile.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Sulforaphan"
Sulforaphan ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Isothiocyanate, der vor allem in Brokkoli, Brokkolisprossen, Kohlrabi und anderen Kreuzblütlern vorkommt.
Beim Zerkleinern der Pflanze entsteht Sulforaphan aus der Vorstufe Glucoraphanin, das durch das Enzym Myrosinase aktiviert wird. Sulforaphan ist einer der am besten untersuchten sekundären Pflanzenstoffe und zeigt zellschützende, entzündungshemmende sowie potenziell krebshemmende Effekte.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass Sulforaphan eine zentrale Rolle bei der Aktivierung körpereigener Entgiftungsenzyme spielt, insbesondere in der Leber. Es hemmt oxidative Stressprozesse und unterstützt den Schutz der DNA vor Zellschäden. In der Krebsforschung zeigt Sulforaphan unter anderem antiproliferative Eigenschaften (Hemmung der Ausbreitung von Zellen), kann Krebszellen am Wachstum hindern und die Wirkung von Chemotherapeutika positiv beeinflussen.
Um den maximalen Effekt zu erzielen, empfehlen sich Brokkolisprossen, die teils ein Vielfaches an Glucoraphanin enthalten im Vergleich zu ausgewachsenem Brokkoli. Für eine optimale Bioverfügbarkeit sollten sie roh verzehrt oder nur leicht gedämpft werden, da hohe Temperaturen die empfindliche Myrosinase zerstören. Alternativ sind standardisierte Sulforaphan-Supplemente erhältlich, die sich besonders bei therapeutischer Anwendung eignen.
Wirkung von Sulforaphan:
- Antioxidative und entzündungshemmende Effekte
- Aktiviert zelluläre Entgiftungsenzyme
- Unterstützt Krebsprävention (v. a. Darm, Prostata, Brust)
- Schützt die Zell-DNA vor oxidativem Stress
- Regt die Autophagie und Zellregeneration an
Lebensmittel mit hohem Sulforaphangehalt:
- Brokkolisprossen (höchster Gehalt)
- Kohlrabi, Rosenkohl, Grünkohl, Rettich
- Senfsaat, Rucola
- Supplemente mit aktivem Sulforaphan-Komplex
Literaturangaben
- Zhang, Y. et al. (1992): A major inducer of anticarcinogenic protective enzymes from broccoli: isolation and elucidation of structure. Proc Natl Acad Sci USA
- Myzak, M.C. & Dashwood, R.H. (2006): Chemoprotection by sulforaphane: Keep one eye beyond Keap1. Cancer Lett
- Wagner, A.E. et al. (2013): Health-promoting effects of brassica-derived phytochemicals: From chemopreventive and anti-inflammatory activities to epigenetic regulation. Oxid Med Cell Longev
- Yagishita, Y. et al. (2019): Broccoli-derived compound protects against carcinogenesis and other chronic diseases. Adv Nutr
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