Blasensteine – Ursachen, Symptome und Behandlung
Blasensteine sind harte Ablagerungen in der Harnblase, die durch kristallisierte Mineralsalze entstehen. Sie verursachen Schmerzen, Harndrang und Probleme beim Wasserlassen.
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Blasensteine sind harte Ablagerungen in der Harnblase, die durch kristallisierte Mineralsalze entstehen. Sie verursachen Schmerzen, Harndrang und Probleme beim Wasserlassen.
Was sind Blasensteine?
Blasensteine (medizinisch: Harnblasenkonkremente oder Vesikalsteine) sind feste Ablagerungen aus Mineralsalzen, die sich in der Harnblase bilden. Sie entstehen, wenn der Urin hochkonzentriert ist und bestimmte Substanzen auskristallisieren. Blasensteine kommen bei Männern häufiger vor als bei Frauen und treten besonders oft im höheren Lebensalter auf.
Ursachen
Blasensteine entstehen meist, wenn die Blase nicht vollständig entleert wird und Urin über längere Zeit verbleibt. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Benigne Prostatahyperplasie (BPH): Eine vergrößerte Prostata hindert den Urinabfluss und begünstigt Steinbildung.
- Neurogene Blasenstörungen: Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen, die die Blasenentleerung beeinträchtigen.
- Blasendivertikel: Aussackungen der Blasenwand, in denen Urin zurückbleibt.
- Harnwegsinfektionen: Chronische Infektionen verändern die Urinzusammensetzung und fördern Kristallbildung.
- Nierensteinen: Steine, die aus der Niere in die Blase wandern und dort weiterwachsen.
- Fremdkörper in der Blase, z. B. Katheter oder Nahtmaterial, können als Kristallisationskern dienen.
- Ernährungsgewohnheiten: Eine Ernährung, die reich an oxalathaltigen Lebensmitteln, Purinen oder Natrium ist, kann das Risiko erhöhen.
Symptome
Kleine Blasensteine verursachen manchmal keine Beschwerden. Wenn sie jedoch die Blasenwand reizen oder den Urinabfluss blockieren, können folgende Symptome auftreten:
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Häufiger Harndrang, auch nachts (Nykturie)
- Unterbauchschmerzen oder Druckgefühl im Beckenbereich
- Blut im Urin (Hämaturie)
- Unterbrochener oder schwacher Harnstrahl
- Trüber oder ungewöhnlich riechender Urin
Bei starken Schmerzen, Fieber oder völligem Harnverhalt sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Diagnose
Die Diagnose von Blasensteinen erfolgt durch verschiedene Untersuchungen:
- Ultraschall (Sonographie): Die häufigste und schonendste Methode zur Darstellung von Steinen in der Blase.
- Röntgenaufnahme: Kalziumhaltige Steine sind auf Röntgenbildern sichtbar.
- Computertomographie (CT): Liefert detaillierte Bilder und ist besonders sensitiv für alle Steinarten.
- Zystoskopie: Direkte Spiegelung der Blase mit einer Kamera, ermöglicht gleichzeitig therapeutische Eingriffe.
- Urinanalyse: Nachweis von Blut, Infektionszeichen oder Kristallen im Urin.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Größe, Zusammensetzung und Ursache der Blasensteine sowie nach dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.
Konservative Maßnahmen
Sehr kleine Steine können manchmal durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2–3 Liter täglich) von selbst abgehen. Bei Harnwegsinfektionen werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt.
Minimalinvasive Verfahren
- Transurethrale Zystolitholapaxie: Die häufigste Behandlungsmethode. Über die Harnröhre wird ein Endoskop eingeführt, die Steine werden zertrümmert und die Fragmente ausgespült.
- Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL): Schallwellen von außen zertrümmern den Stein, wird bei Blasensteinen seltener eingesetzt als bei Nierensteinen.
Operative Behandlung
Bei sehr großen Steinen oder wenn minimalinvasive Methoden nicht möglich sind, kann eine offene Operation (Zystotomie) erforderlich sein.
Behandlung der Grundursache
Wichtig ist auch die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung, z. B. der Prostatavergrößerung oder der neurogenen Blasenstörung, um einem Wiederauftreten vorzubeugen.
Vorbeugung
Folgende Maßnahmen können das Risiko von Blasensteinen reduzieren:
- Ausreichend trinken (mindestens 2 Liter Wasser täglich)
- Regelmäßige Behandlung von Harnwegsinfektionen
- Behandlung von Erkrankungen, die die Blasenentleerung beeinträchtigen
- Ausgewogene Ernährung mit wenig Salz und oxalatreichen Lebensmitteln
Quellen
- European Association of Urology (EAU): Guidelines on Urolithiasis. 2023. Verfügbar unter: https://uroweb.org/guidelines/urolithiasis
- Türk C. et al. - EAU Guidelines on Diagnosis and Conservative Management of Urolithiasis. European Urology, 2016.
- Robert Koch-Institut (RKI): Gesundheitsberichterstattung des Bundes - Harnwegserkrankungen. Berlin, 2022.
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