Blastom – Definition, Typen und Behandlung
Ein Blastom ist ein aus embryonalem Gewebe entstehender Tumor, der vor allem bei Kindern vorkommt. Er entsteht durch unkontrollierte Teilung unreifer Vorläuferzellen.
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Ein Blastom ist ein aus embryonalem Gewebe entstehender Tumor, der vor allem bei Kindern vorkommt. Er entsteht durch unkontrollierte Teilung unreifer Vorläuferzellen.
Was ist ein Blastom?
Der Begriff Blastom (von griechisch blastos = Keim) bezeichnet eine Gruppe von Tumoren, die aus embryonalem oder primitivem Vorläufergewebe entstehen. Diese Tumorform tritt überwiegend im Kindes- und Jugendalter auf, da sich das betroffene unreife Gewebe in dieser Lebensphase noch aktiv teilt. Grundsätzlich können Blastome sowohl gutartig (benigne) als auch bösartig (maligne) sein, wobei maligne Formen deutlich häufiger vorkommen.
Ursachen
Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Blastoms sind nicht vollständig geklärt. Als wesentliche Faktoren gelten:
- Genetische Mutationen: Veränderungen in bestimmten Tumorsuppressorgenen oder Onkogenen können die unkontrollierte Teilung unreifer Zellen auslösen.
- Entwicklungsstörungen: Fehler in der embryonalen Gewebereifung begünstigen das Tumorwachstum.
- Erbliche Veranlagung: Bei einigen Blastomtypen, wie dem Nephroblastom, sind familiäre Häufungen bekannt.
- Umwelteinflüsse: In seltenen Fällen werden auch pränatale Umweltfaktoren diskutiert.
Häufige Typen von Blastomen
Blastome werden nach dem betroffenen Organ oder Gewebe benannt:
- Nephroblastom (Wilms-Tumor): Entsteht in der Niere, häufigster bösartiger Nierentumor im Kindesalter.
- Neuroblastom: Entsteht im Nervengewebe des sympathischen Nervensystems, häufig in der Nebenniere.
- Retinoblastom: Bösartiger Tumor der Netzhaut des Auges, überwiegend bei Säuglingen und Kleinkindern.
- Hepatoblastom: Primärer Lebertumor im Kindesalter.
- Medulloblastom: Bösartiger Hirntumor, der vor allem das Kleinhirn betrifft.
- Pleuropulmonales Blastom: Seltener Tumor der Lunge und des Brustfells.
Symptome
Die Symptome eines Blastoms hängen stark vom betroffenen Organ ab. Allgemeine Warnzeichen können sein:
- Tastbarer oder sichtbarer Tumor oder Schwellung im Körper
- Ungewollter Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit
- Anhaltende Müdigkeit und Blässe
- Schmerzen im betroffenen Bereich
- Fieber ohne erkennbare Ursache
- Organspezifische Beschwerden (z. B. Sehstörungen beim Retinoblastom, Bluthochdruck beim Nephroblastom)
Diagnose
Die Diagnose eines Blastoms erfolgt in mehreren Schritten:
- Körperliche Untersuchung: Abtasten des Bauches, der Lymphknoten und anderer Regionen.
- Bildgebende Verfahren: Ultraschall, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) zur genauen Lokalisation und Beurteilung des Tumors.
- Laboruntersuchungen: Blut- und Urintests zur Bestimmung von Tumormarkern (z. B. Katecholamine beim Neuroblastom).
- Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung und endgültigen Diagnosestellung.
- Genetische Analyse: Untersuchung auf spezifische Mutationen, die die Therapieplanung beeinflussen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Tumortyp, Stadium und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Typische Therapieansätze umfassen:
- Operation: Chirurgische Entfernung des Tumors ist oft der erste Therapieschritt.
- Chemotherapie: Einsatz von zellwachstumshemmenden Medikamenten, häufig kombiniert mit anderen Therapien.
- Strahlentherapie: Gezielte Bestrahlung des Tumors, insbesondere wenn eine vollständige operative Entfernung nicht möglich ist.
- Immuntherapie: Beim Neuroblastom z. B. mit Dinutuximab (Anti-GD2-Antikörper).
- Stammzelltransplantation: Bei bestimmten hochrisiko Blastomen als konsolidierende Therapie.
Dank moderner Behandlungskonzepte hat sich die Prognose vieler Blastome im Kindesalter in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Fünfjahres-Überlebensraten von über 80 % sind bei Erkrankungen wie dem Nephroblastom keine Seltenheit mehr.
Quellen
- Kaatsch P. - Epidemiology of childhood cancer. Cancer Treat Rev. 2010;36(4):277-285. PubMed PMID: 20231056.
- Dome JS, Graf N, Geller JI et al. - Advances in Wilms Tumor Treatment and Biology. J Clin Oncol. 2015;33(27):2999-3007.
- World Health Organization (WHO) - Classification of Tumours of Childhood. IARC Press, Lyon, 2022.
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