Brustsonographie – Ultraschall der Brust einfach erklärt
Die Brustsonographie ist eine bildgebende Untersuchung der Brust mittels Ultraschall. Sie hilft, Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig zu erkennen und ist strahlungsfrei.
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Die Brustsonographie ist eine bildgebende Untersuchung der Brust mittels Ultraschall. Sie hilft, Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig zu erkennen und ist strahlungsfrei.
Was ist die Brustsonographie?
Die Brustsonographie (auch Brustultraschall oder Mammasonographie genannt) ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren, bei dem Ultraschallwellen eingesetzt werden, um das Gewebe der weiblichen Brust detailliert darzustellen. Im Gegensatz zur Mammographie verwendet die Brustsonographie keine Röntgenstrahlen, sondern hochfrequente Schallwellen, die vollkommen strahlungsfrei und schmerzlos sind. Das Verfahren gilt als sicher, gut verträglich und kann beliebig oft wiederholt werden.
Anwendungsgebiete
Die Brustsonographie wird in verschiedenen klinischen Situationen eingesetzt:
- Abklärung von tastbaren Knoten oder Verhärtungen in der Brust
- Ergänzende Untersuchung zur Mammographie, insbesondere bei dichtem Brustgewebe
- Unterscheidung zwischen flüssigkeitsgefüllten Zysten und soliden Tumoren
- Kontrolle bekannter gutartiger Veränderungen (z. B. Fibroadenome)
- Untersuchung bei Brustschmerzen, Rötungen oder Schwellungen
- Überwachung während und nach einer Brustkrebsbehandlung
- Ultraschallgesteuerte Biopsien zur Gewebeentnahme
- Untersuchung bei Schwangeren und Stillenden, da keine Strahlenbelastung besteht
Wie funktioniert die Brustsonographie?
Bei der Brustsonographie liegt die Patientin auf dem Rücken, häufig mit leicht angehobenem Arm. Ein Arzt oder eine medizinische Fachkraft trägt ein Ultraschallgel auf die Brust auf, das den Kontakt zwischen dem Schallkopf (Transducer) und der Haut verbessert und eine optimale Schallübertragung sicherstellt. Der Schallkopf wird dann gleichmäßig über die Brust geführt. Die ausgesendeten Ultraschallwellen werden vom Gewebe unterschiedlich reflektiert und in Echtzeit als zweidimensionales Bild auf einem Monitor dargestellt. Moderne Geräte ermöglichen auch dreidimensionale Aufnahmen sowie die Doppler-Sonographie, mit der die Durchblutung von Strukturen beurteilt werden kann.
Diagnose und Befundung
Der untersuchende Arzt beurteilt die dargestellten Strukturen hinsichtlich ihrer Form, Größe, Begrenzung, Echogenität (Schallreflexion) und Durchblutung. Typische Befunde werden nach international anerkannten Klassifikationssystemen, wie dem ACR BI-RADS-System (Breast Imaging Reporting and Data System), eingestuft. Diese Klassifikation reicht von BI-RADS 0 (unvollständige Beurteilung) bis BI-RADS 6 (bekannte Malignität) und erleichtert die Kommunikation zwischen Ärzten sowie die Planung weiterer Maßnahmen.
Gutartige vs. bösartige Befunde
Gutartige Veränderungen wie Zysten stellen sich im Ultraschall typischerweise als glatt begrenzte, echoarme (dunkle) Strukturen mit verstärkter Schallübertragung dar. Solide Knoten mit unregelmäßigen Rändern, inhomogener Binnenstruktur oder Zeichen erhöhter Vaskularisation können auf einen bösartigen Prozess hinweisen und erfordern weitere Abklärung, zum Beispiel durch eine Stanzbiopsie.
Vorteile und Grenzen der Brustsonographie
Vorteile
- Keine ionisierende Strahlung – sicher für alle Altersgruppen, Schwangere und Stillende
- Schmerzlos und gut verträglich
- Echtzeitdarstellung des Gewebes
- Besonders gut geeignet für dichtes Brustgewebe (drüsenreiches Gewebe)
- Unterscheidung zwischen Zysten und soliden Strukturen möglich
- Kostengünstig und weit verfügbar
Grenzen
- Weniger geeignet zur Erkennung von Mikroverkalkungen, die auf frühes Karzinom hinweisen können
- Stark untersucherabhängig – Qualität des Befunds hängt von der Erfahrung des Untersuchers ab
- Kein standardisiertes Screening-Instrument auf breiter Bevölkerungsebene
- Bei sehr großen Brüsten kann die Untersuchung aufwendiger sein
Brustsonographie im Vergleich zu anderen Untersuchungsmethoden
Die Brustsonographie wird häufig als ergänzendes Verfahren zur Mammographie eingesetzt. Während die Mammographie besonders sensitiv für Mikroverkalkungen ist und als Standardscreening-Methode gilt, ist der Ultraschall bei dichtem Drüsengewebe, bei jüngeren Frauen und bei der Differenzierung von Zysten und soliden Tumoren überlegen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) der Brust bietet die höchste Sensitivität, wird jedoch aufgrund von Kosten und begrenzter Verfügbarkeit nur in ausgewählten Fällen eingesetzt, etwa bei Hochrisikopatientinnen oder unklaren Befunden.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM): Leitlinie zur Brustultraschalluntersuchung. DEGUM, 2022.
- Stavros AT et al. - Solid breast nodules: use of sonography to distinguish between benign and malignant lesions. Radiology. 1995;196(1):123-134.
- Sardanelli F et al. - Breast ultrasound guidelines of the European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology. Ultraschall Med. 2022;43(3):267-316.
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