Sehnenrupturreparatur: Ursachen, OP und Heilung
Die Sehnenrupturreparatur ist ein chirurgischer Eingriff zur Wiederherstellung einer gerissenen Sehne. Ziel ist die Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit und Belastbarkeit des betroffenen Gelenks.
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Die Sehnenrupturreparatur ist ein chirurgischer Eingriff zur Wiederherstellung einer gerissenen Sehne. Ziel ist die Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit und Belastbarkeit des betroffenen Gelenks.
Was ist eine Sehnenrupturreparatur?
Eine Sehnenrupturreparatur ist ein operativer Eingriff, bei dem eine vollständig oder teilweise gerissene Sehne chirurgisch wiederhergestellt wird. Sehnen sind straffe Bindegewebsstränge, die Muskeln mit Knochen verbinden und so Bewegungen ermöglichen. Reißt eine Sehne, verliert der betroffene Muskel seine Verbindung zum Knochen, was zu einem erheblichen Funktionsverlust führt. Die Reparatur zielt darauf ab, diese Verbindung wiederherzustellen und die volle Belastbarkeit zu gewährleisten.
Ursachen einer Sehnenruptur
Sehnenrisse können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
- Akutes Trauma: Plötzliche Überdehnung oder direkte Gewalteinwirkung, z. B. beim Sport oder bei Unfällen.
- Chronische Überlastung: Wiederholte Belastungen über einen langen Zeitraum können die Sehnenstruktur schwächen.
- Degenerative Veränderungen: Im Alter verlieren Sehnen an Elastizität und werden anfälliger für Risse.
- Vorerkrankungen: Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder rheumatoide Arthritis können das Sehnengewebe schädigen.
- Medikamente: Bestimmte Antibiotika (z. B. Fluorchinolone) oder Kortikosteroide können das Rupturrisiko erhöhen.
Häufig betroffene Sehnen
Grundsätzlich kann jede Sehne im Körper reißen. Besonders häufig betroffen sind:
- Achillessehne: Die stärkste Sehne des Körpers, verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein.
- Rotatorenmanschette: Gruppe von vier Sehnen, die das Schultergelenk stabilisieren.
- Quadrizepssehne und Patellasehne: Sehnen am Kniegelenk, die die Streckung des Beins ermöglichen.
- Bizepssehne: Verbindet den Bizepsmuskel mit Schulter oder Ellenbogen.
- Fingerbeugersehnen: Ermöglichen das Beugen der Finger.
Diagnose
Die Diagnose einer Sehnenruptur erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:
- Klinische Untersuchung: Abtasten der betroffenen Region, Funktionstests und Beweglichkeitsprüfung.
- Ultraschall (Sonographie): Schnelles, nicht invasives Verfahren zur Darstellung von Sehnenrissen.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Liefert detaillierte Bilder des Weichteilgewebes und ermöglicht eine genaue Beurteilung des Ausmaßes der Ruptur.
- Röntgenaufnahme: Zum Ausschluss knöcherner Begleitverletzungen.
Behandlung: Die Sehnenrupturreparatur
Konservative vs. operative Behandlung
Nicht jede Sehnenruptur erfordert eine Operation. Bei Teilrissen oder bei bestimmten Patientengruppen kann eine konservative Behandlung mit Ruhigstellung, Physiotherapie und entzündungshemmenden Maßnahmen ausreichend sein. Bei vollständigen Rupturen, bei jungen aktiven Patienten oder bei funktionell wichtigen Sehnen ist jedoch in der Regel eine operative Reparatur notwendig.
Operationsverfahren
Die Wahl des Operationsverfahrens hängt von der betroffenen Sehne, dem Ausmaß der Ruptur und dem Allgemeinzustand des Patienten ab:
- Primäre Naht: Die gerissenen Sehnenenden werden direkt miteinander vernäht. Dies ist möglich, wenn die Ruptur frisch ist und die Sehnenenden noch gut zusammengeführt werden können.
- Sehnenplastik (Rekonstruktion): Bei älteren Rissen oder wenn das Gewebe stark geschädigt ist, wird die Sehne mithilfe eines körpereigenen Transplantats (z. B. aus anderen Sehnen oder der Kniekehle) oder eines Kunstmaterials rekonstruiert.
- Knochenanker-Technik: Spezielle Verankerungsschrauben (sogenannte Anker) werden im Knochen befestigt, um die Sehne wieder am Knochen zu fixieren.
- Arthroskopische Techniken: Minimalinvasive Verfahren, bei denen die Reparatur über kleine Schnitte mit einer Kamera und Spezialinstrumenten durchgeführt wird. Sie werden z. B. häufig bei der Rotatorenmanschetten-Reparatur eingesetzt.
Nachbehandlung und Rehabilitation
Die Nachbehandlung ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Sie umfasst in der Regel:
- Ruhigstellung des operierten Bereichs (z. B. durch Gips, Schiene oder Orthese) für mehrere Wochen.
- Schrittweiser Aufbau der Belastung und Beweglichkeit unter physiotherapeutischer Anleitung.
- Gezielte Kräftigungsübungen zur Wiederherstellung der Muskelkraft.
- Die vollständige Rehabilitation kann je nach Sehne und Schwere der Ruptur mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Risiken und Komplikationen
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen auch bei der Sehnenrupturreparatur mögliche Risiken:
- Infektionen der Wunde oder des operierten Gewebes
- Nachblutungen oder Blutergüsse
- Narbenbildung und Verwachsungen
- Nerven- oder Gefäßverletzungen
- Erneuter Riss der reparierten Sehne (Re-Ruptur)
- Einschränkung der Beweglichkeit trotz Operation
Prognose
Die Prognose nach einer Sehnenrupturreparatur ist in den meisten Fällen gut, insbesondere wenn die Operation frühzeitig und fachgerecht durchgeführt sowie die Rehabilitation konsequent durchlaufen wird. Viele Patienten erreichen nach vollständiger Heilung wieder ihre ursprüngliche Belastbarkeit und Beweglichkeit. Bei komplexen Rupturen oder vorbestehenden Gewebeschäden kann die Wiederherstellung der vollen Funktion jedoch eingeschränkt sein.
Quellen
- Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Sehnenrupturen - Diagnostik und Therapie (2022).
- Sharma P, Maffulli N. Tendon injury and tendinopathy: healing and repair. Journal of Bone and Joint Surgery, 87(1):187-202, 2005.
- Brockmeier SF, Rodeo SA. Tendon repair and regeneration. Clinics in Sports Medicine, 29(1):1-17, 2010.
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