Amlodipin – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Amlodipin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina pectoris. Es gehört zur Gruppe der Kalziumkanalblocker.
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Amlodipin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina pectoris. Es gehört zur Gruppe der Kalziumkanalblocker.
Was ist Amlodipin?
Amlodipin ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Kalziumkanalblocker (Calciumantagonisten) der Dihydropyridin-Klasse. Es wird vor allem zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und Angina pectoris (Brustschmerzen durch Durchblutungsstörungen des Herzens) eingesetzt. Amlodipin ist eines der am häufigsten verschriebenen Herz-Kreislauf-Medikamente weltweit.
Indikationen
Amlodipin wird eingesetzt bei:
- Arterieller Hypertonie (Bluthochdruck) – zur langfristigen Senkung des Blutdrucks
- Stabiler Angina pectoris – zur Vorbeugung von Brustschmerzen bei körperlicher Belastung
- Vasospastischer Angina (Prinzmetal-Angina) – verursacht durch Krämpfe der Herzkranzgefäße
Wirkmechanismus
Amlodipin hemmt selektiv spannungsabhängige L-Typ-Kalziumkanäle in der glatten Muskulatur der Blutgefäße und in den Herzmuskelzellen. Dadurch wird der Einstrom von Kalziumionen in die Muskelzellen reduziert, was zu einer Entspannung (Vasodilatation) der Blutgefäße führt. Dies bewirkt:
- Eine Senkung des peripheren Gefäßwiderstands
- Eine Reduktion des Blutdrucks
- Eine verbesserte Durchblutung des Herzmuskels
- Eine Verringerung des Sauerstoffbedarfs des Herzens
Im Gegensatz zu anderen Kalziumkanalblockern wirkt Amlodipin vorwiegend auf die Blutgefäße und kaum auf die Herzfrequenz.
Dosierung
Die übliche Startdosis für Erwachsene beträgt 5 mg einmal täglich. Je nach Ansprechen und Verträglichkeit kann die Dosis auf 10 mg täglich erhöht werden. Amlodipin wird als Tablette eingenommen und kann unabhängig von den Mahlzeiten angewendet werden. Die Wirkung setzt langsam ein, weshalb es für eine Dauertherapie geeignet ist.
Besondere Patientengruppen
- Ältere Patienten und Patienten mit Leberfunktionsstörungen: Eine niedrigere Startdosis von 2,5 mg wird empfohlen.
- Kinder (6–17 Jahre): Nur unter ärztlicher Aufsicht, üblicherweise 2,5–5 mg täglich.
- Niereninsuffizienz: Keine Dosisanpassung erforderlich.
Nebenwirkungen
Amlodipin wird im Allgemeinen gut vertragen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen:
- Periphere Ödeme (Wassereinlagerungen, besonders in den Knöcheln und Beinen)
- Kopfschmerzen
- Gesichtsrötung (Flush)
- Schwindel
- Müdigkeit
- Herzrasen (Palpitationen)
Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen umfassen übermäßigen Blutdruckabfall (Hypotonie) und in sehr seltenen Fällen eine Verschlimmerung der Angina pectoris zu Beginn der Therapie.
Wechselwirkungen
Amlodipin kann mit verschiedenen Medikamenten und Substanzen wechselwirken:
- CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Clarithromycin, Grapefruitsaft): Erhöhung der Amlodipin-Konzentration im Blut möglich
- Andere Antihypertensiva: Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung
- Simvastatin: Amlodipin kann den Simvastatin-Spiegel erhöhen; maximale Tagesdosis von 20 mg Simvastatin beachten
- Ciclosporin und Tacrolimus: Amlodipin kann deren Spiegel erhöhen
Kontraindikationen
- Schwere Hypotonie (zu niedriger Blutdruck)
- Kardiogener Schock
- Hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Herzinfarkt
- Überempfindlichkeit gegenüber Amlodipin oder anderen Dihydropyridinen
Quellen
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): Fachinformation Amlodipin – aktuelle Zusammenfassung der Produktmerkmale (SmPC).
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK): Leitlinien zur Behandlung der arteriellen Hypertonie (2023).
- Brunton L, Knollmann B (Hrsg.): Goodman & Gilman's The Pharmacological Basis of Therapeutics, 14. Auflage, McGraw-Hill, 2023.
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