Bipolare Störung – Symptome, Phasen und Therapieansätze
Die bipolare Störung ist eine affektive Erkrankung mit manischen und depressiven Phasen. Erfahre, wie sie sich äußert und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
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Die bipolare Störung ist eine psychische Erkrankung, die durch extreme Stimmungsschwankungen zwischen manischen und depressiven Phasen gekennzeichnet ist.
Betroffene einer bipolaren Störung erleben wiederkehrende Episoden intensiver Hochstimmung, gesteigerter Aktivität oder Reizbarkeit (Manie) sowie Phasen tiefer Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit (Depression). Dazwischen können symptomfreie Intervalle liegen.
Die Störung beginnt häufig im jungen Erwachsenenalter und kann das gesamte Leben begleiten. Die Ursachen sind multifaktoriell. Neben genetischer Veranlagung spielen neurobiologische Ungleichgewichte, psychosoziale Belastungen und Stress eine wichtige Rolle. Es gibt verschiedene Verlaufsformen – von leichten Stimmungsschwankungen bis zu schweren Episoden mit psychotischen Symptomen. Unbehandelt kann die Erkrankung das Sozial- und Berufsleben massiv beeinträchtigen.
Die Therapie umfasst in der Regel eine Kombination aus Medikamenten (z. B. Stimmungsstabilisatoren wie Lithium, Antikonvulsiva oder Antipsychotika) und psychotherapeutischen Verfahren. Wichtig sind auch Psychoedukation, ein stabiler Lebensrhythmus, Stressbewältigung sowie ggf. ergänzend Mikronährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Vitamin D und L-Tryptophan, deren unterstützende Wirkung in der Forschung zunehmend Beachtung findet.
Typische Symptome der bipolaren Störung
- Manische Phase: übermäßiger Antrieb, Rededrang, verringertes Schlafbedürfnis, Impulsivität
- Depressive Phase: Antriebslosigkeit, gedrückte Stimmung, Schlafstörungen, Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken
- Gemischte Episoden: gleichzeitiges Auftreten manischer und depressiver Symptome
- Häufig fehlende Krankheitseinsicht in manischen Phasen
Verlaufsformen
- Bipolar I: schwere Manien und Depressionen
- Bipolar II: leichte Manien (Hypomanien) und Depressionen
- Rapid Cycling: ≥ 4 Episoden pro Jahr
- Zyklothyme Störung: chronisch instabile Stimmung mit leichten Hoch- und Tiefphasen
Therapieansätze
- Medikamentös: Lithium, Valproat, Lamotrigin, Quetiapin, Olanzapin
- Psychotherapie: kognitive Verhaltenstherapie, interpersonelle Therapie
- Psychoedukation, Selbstmanagement, Rückfallprophylaxe
- Lebensstilfaktoren: geregelter Schlaf, Stressvermeidung, Substanzverzicht
- Ergänzend: Omega-3, Vitamin D, Magnesium, L-Tryptophan
Literaturhinweise:
- Goodwin, F.K. & Jamison, K.R. (2007): Manic-Depressive Illness. Oxford University Press.
- Geddes, J.R. et al. (2004): Pharmacological treatment for bipolar disorder. Lancet.
- Bauer, M. et al. (2018): Leitlinie Bipolare Störungen. DGPPN / AWMF.
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