Bakteriell – Definition, Ursachen und Behandlung
Bakteriell beschreibt alles, was durch Bakterien verursacht wird oder mit ihnen zusammenhaengt. Bakterielle Infektionen sind weltweit haeufig und koennen viele Organe betreffen.
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Bakteriell beschreibt alles, was durch Bakterien verursacht wird oder mit ihnen zusammenhaengt. Bakterielle Infektionen sind weltweit haeufig und koennen viele Organe betreffen.
Was bedeutet bakteriell?
Bakteriell ist ein medizinisches Adjektiv und bedeutet: durch Bakterien verursacht, von Bakterien ausgehend oder Bakterien betreffend. Bakterien sind mikroskopisch kleine, einzellige Lebewesen, die zu den Prokaryoten gehoeren, also Zellen ohne Zellkern. Sie kommen ueberall in der Umwelt vor und sind ein natuerlicher Bestandteil des menschlichen Koerpers, zum Beispiel als Teil der Darmflora. Nur ein kleiner Teil der bekannten Bakterienarten ist fuer den Menschen krankheitserregend (pathogen).
Bakterielle Infektionen
Eine bakterielle Infektion entsteht, wenn krankheitserregende Bakterien in den Koerper eindringen, sich vermehren und Gewebe oder Organe schaedigen. Man unterscheidet lokale Infektionen (z. B. eine infizierte Wunde) von systemischen Infektionen, bei denen sich die Erreger ueber die Blutbahn im gesamten Koerper ausbreiten koennen.
Haeufige bakterielle Erkrankungen
- Harnwegsinfektionen (z. B. durch Escherichia coli)
- Lungenentzuendung (Pneumonie, z. B. durch Streptococcus pneumoniae)
- Scharlach und Mandelentzuendung (z. B. durch Streptococcus pyogenes)
- Tuberkulose (durch Mycobacterium tuberculosis)
- Borreliose (durch Borrelia burgdorferi, uebertragen durch Zecken)
- Magengeschwuere (mitverursacht durch Helicobacter pylori)
Ursachen und Uebertragungswege
Bakterielle Infektionen koennen auf verschiedenen Wegen uebertragen werden:
- Tröpfcheninfektion: Einatmen von bakterienhaltigen Aerosolen (z. B. Keuchhusten)
- Kontaktinfektion: Direkter Haut- oder Schleimhautkontakt
- Schmierinfektion: Uebertragung ueber Haende oder kontaminierte Gegenstaende
- Lebensmittelinfektion: Verzehr kontaminierter Speisen (z. B. Salmonellen)
- Vektoruebertragung: Durch Insekten oder Zecken (z. B. Borreliose, Pest)
Symptome
Die Symptome bakterieller Infektionen haengen stark vom betroffenen Organ und dem jeweiligen Erreger ab. Typische allgemeine Zeichen sind:
- Fieber und Schüttelfrost
- Erhoehte Entzuendungswerte im Blut (z. B. CRP, Leukozyten)
- Schmerzen, Roetung, Schwellung an der Infektionsstelle
- Allgemeines Krankheitsgefuehl und Erschoepfung
- Bei schweren Infektionen: Sepsis (Blutvergiftung)
Diagnose
Zur Feststellung einer bakteriellen Infektion stehen verschiedene diagnostische Methoden zur Verfuegung:
- Blutbild und Entzuendungsmarker: Erhoehte Leukozyten, CRP oder Procalcitonin weisen auf eine bakterielle Infektion hin.
- Abstrich und Kultur: Aus Wunden, Rachen oder anderen Koerperstellen werden Proben entnommen und im Labor kultiviert, um den Erreger zu bestimmen.
- Antibiogramm: Prueft die Empfindlichkeit des Erregers gegenueber Antibiotika.
- Bildgebung: Roengen oder Ultraschall zur Beurteilung betroffener Organe.
- Urinanalyse: Bei Verdacht auf Harnwegsinfektion.
Behandlung
Die wichtigste Behandlung bakterieller Infektionen sind Antibiotika. Dabei handelt es sich um Medikamente, die Bakterien abtoten (bakterizid) oder ihre Vermehrung hemmen (bakteriostatisch). Die Wahl des richtigen Antibiotikums haengt vom Erreger und seiner Resistenzlage ab.
Wichtige Hinweise zur Antibiotikabehandlung
- Antibiotika immer vollstaendig einnehmen, auch wenn die Symptome fruehzeitig nachlassen.
- Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Eine fehlgeleitete Einnahme foerdert Antibiotikaresistenzen.
- Bei schweren Infektionen ist eine stationaere Behandlung und intravenose Antibiotikagabe noetig.
Unterstuetzende Massnahmen
- Ausreichend Fluessigkeitszufuhr
- Koerperliche Schonung
- Fiebersenkende Mittel bei Bedarf
- Wundpflege bei lokalen Infektionen
Abgrenzung: bakteriell vs. viral
Eine haeufige Frage in der Praxis ist, ob eine Infektion bakteriell oder viral bedingt ist. Dieser Unterschied ist klinisch relevant, da nur bakterielle Infektionen mit Antibiotika behandelt werden. Virale Infektionen wie Erkaltungen oder Grippe sprechen nicht auf Antibiotika an. Laborwerte, der Krankheitsverlauf und der klinische Befund helfen bei der Unterscheidung.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Infektionskrankheiten A-Z. Verfuegbar unter: https://www.rki.de
- World Health Organization (WHO): Antimicrobial resistance. Verfuegbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/antimicrobial-resistance
- Hahn, H. et al.: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. 8. Auflage. Springer Medizin Verlag, 2016.
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