Bakteriämie – Ursachen, Symptome & Behandlung
Bakteriämie bezeichnet das Vorhandensein von Bakterien im Blut. Sie kann harmlos verlaufen oder lebensbedrohlich werden, wenn sich eine Sepsis entwickelt.
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Bakteriämie bezeichnet das Vorhandensein von Bakterien im Blut. Sie kann harmlos verlaufen oder lebensbedrohlich werden, wenn sich eine Sepsis entwickelt.
Was ist eine Bakteriämie?
Der Begriff Bakteriämie beschreibt den Zustand, bei dem lebende Bakterien im Blutkreislauf nachweisbar sind. Normalerweise ist das Blut steril, das heißt frei von Mikroorganismen. Gelangen Bakterien in die Blutbahn, spricht man von einer Bakteriämie. Diese kann vorübergehend und ohne Krankheitswert sein, aber auch den Ausgangspunkt für schwerwiegende Infektionskrankheiten wie eine Sepsis (Blutvergiftung) darstellen.
Ursachen
Eine Bakteriämie kann durch verschiedene Ereignisse und Erkrankungen ausgelöst werden:
- Medizinische Eingriffe: Zahnbehandlungen, Operationen, das Legen von Kathetern oder Endoskopien können kurzfristig Bakterien in die Blutbahn bringen.
- Infektionen: Bakterielle Infektionen der Lunge (Pneumonie), der Harnwege, der Haut oder der Bauchorgane können sich auf das Blut ausbreiten.
- Implantate und Fremdkörper: Herzklappen, Gelenkprothesen oder zentrale Venenkatheter erhöhen das Risiko einer Bakteriämie.
- Immunschwäche: Personen mit geschwächtem Immunsystem, etwa durch HIV, Chemotherapie oder Diabetes mellitus, sind besonders gefährdet.
- Verletzungen: Schwere Wunden oder Verbrennungen können als Eintrittspforte für Bakterien dienen.
Symptome
Eine vorübergehende Bakteriämie verläuft häufig ohne Beschwerden und wird vom gesunden Immunsystem rasch beseitigt. Persistiert die Bakteriämie oder vermehren sich die Erreger im Blut, können folgende Symptome auftreten:
- Fieber und Schüttelfrost
- Beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)
- Erhöhte Atemfrequenz
- Allgemeines Krankheitsgefühl und Schwäche
- Verwirrtheit oder Bewusstseinsveränderungen
- Blutdruckabfall (in schweren Fällen)
Treten mehrere dieser Zeichen gleichzeitig auf, besteht der Verdacht auf eine Sepsis, die einen medizinischen Notfall darstellt und sofortige Behandlung erfordert.
Diagnose
Die Diagnose einer Bakteriämie erfolgt in erster Linie durch die Blutkultur. Dabei werden dem Patienten Blutproben entnommen, die in speziellen Nährmedien bebrütet werden. Wachsen Bakterien, können diese identifiziert und auf ihre Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika getestet werden (Antibiogramm). Ergänzend werden folgende Untersuchungen eingesetzt:
- Blutbild und Entzündungsparameter (z. B. CRP, Procalcitonin)
- Urinuntersuchung zum Ausschluss einer Harnwegsinfektion als Quelle
- Bildgebende Verfahren (Ultraschall, CT) zur Lokalisation des Infektionsherdes
- Echokardiographie bei Verdacht auf eine Herzklappenentzündung (Endokarditis)
Behandlung
Die Therapie der Bakteriämie richtet sich nach dem nachgewiesenen Erreger, der Schwere der Erkrankung und dem allgemeinen Zustand des Patienten:
- Antibiotika: Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die gezielte antibiotische Therapie, die zunächst breit angelegt und nach Erhalt des Antibiogramms angepasst wird.
- Infektionsherd sanieren: Wenn möglich, wird der Ursprung der Bakteriämie beseitigt, z. B. durch Entfernung eines infizierten Katheters oder die Drainage eines Abszesses.
- Supportive Maßnahmen: Flüssigkeitsgabe, Stabilisierung des Kreislaufs und bei schwerer Sepsis intensivmedizinische Betreuung.
Bei frühzeitiger Behandlung ist die Prognose einer unkomplizierten Bakteriämie in der Regel gut. Je nach Ausmaß der Infektion und Begleiterkrankungen kann sich jedoch eine lebensbedrohliche Sepsis entwickeln, weshalb eine schnelle medizinische Abklärung essenziell ist.
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Ratgeber zu bakteriellen Infektionskrankheiten. Berlin, 2023. Verfügbar unter: https://www.rki.de
- Herold G. et al.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln, 2023.
- Singer M. et al.: The Third International Consensus Definitions for Sepsis and Septic Shock (Sepsis-3). JAMA. 2016;315(8):801-810.
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