Blutbildungsstörung – Ursachen, Symptome & Therapie
Eine Blutbildungsstörung bezeichnet eine Erkrankung, bei der die Produktion von Blutzellen im Knochenmark gestört ist. Dies kann zu Anämie, Infektanfälligkeit oder Blutungsneigung führen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Blutbildungsstörung"
Eine Blutbildungsstörung bezeichnet eine Erkrankung, bei der die Produktion von Blutzellen im Knochenmark gestört ist. Dies kann zu Anämie, Infektanfälligkeit oder Blutungsneigung führen.
Was ist eine Blutbildungsstörung?
Eine Blutbildungsstörung (medizinisch auch als Hämatopoesestörung bezeichnet) ist eine Erkrankung, bei der die normale Bildung von Blutzellen im Knochenmark beeinträchtigt ist. Im gesunden Körper werden täglich Milliarden von roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) produziert. Ist dieser Prozess gestört, kann es zu einem Mangel oder einer krankhaften Vermehrung dieser Zellen kommen.
Ursachen
Blutbildungsstörungen können verschiedene Ursachen haben:
- Genetische Ursachen: Angeborene Erkrankungen wie Sichelzellanämie oder Thalassämie beeinflussen die Blutbildung von Geburt an.
- Nährstoffmangel: Ein Mangel an Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure kann die Produktion roter Blutkörperchen hemmen.
- Knochenmarkerkrankungen: Erkrankungen wie aplastische Anämie, myelodysplastisches Syndrom (MDS) oder Leukämie schädigen das blutbildende Gewebe direkt.
- Toxische Einflüsse: Chemikalien, Strahlentherapie oder bestimmte Medikamente (z. B. Zytostatika) können das Knochenmark schädigen.
- Autoimmunerkrankungen: Das Immunsystem greift dabei körpereigene Blutzellen oder das Knochenmark an.
- Chronische Erkrankungen: Nieren- oder Lebererkrankungen sowie chronische Entzündungen können die Blutbildung langfristig beeinträchtigen.
Symptome
Die Symptome einer Blutbildungsstörung hängen davon ab, welche Blutzellen betroffen sind:
- Mangel an Erythrozyten (Anämie): Müdigkeit, Blässe, Schwindel, Kurzatmigkeit und Konzentrationsprobleme.
- Mangel an Leukozyten (Leukopenie): Erhöhte Infektanfälligkeit, häufige und schwer verlaufende Infektionen.
- Mangel an Thrombozyten (Thrombozytopenie): Neigung zu Blutungen, blaue Flecken, verlängerte Wundheilung und punktförmige Hautblutungen (Petechien).
Diagnose
Die Diagnose einer Blutbildungsstörung erfolgt durch verschiedene Untersuchungen:
- Blutbild (großes Blutbild): Bestimmung der Anzahl und Form aller Blutzelltypen.
- Knochenmarkpunktion: Entnahme einer kleinen Knochenmarkprobe zur mikroskopischen und genetischen Analyse.
- Laborwerte: Messung von Ferritin, Vitamin B12, Folsäure, Retikulozyten und weiteren Markern.
- Bildgebung: Ultraschall oder MRT können ergänzend eingesetzt werden, z. B. zur Beurteilung der Milz oder Leber.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:
- Substitutionstherapie: Zufuhr von Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure bei entsprechendem Mangel.
- Medikamentöse Therapie: Einsatz von Erythropoetin (EPO) zur Stimulation der roten Blutbildung, Wachstumsfaktoren (G-CSF) zur Förderung der Leukozytenbildung oder immunsuppressive Medikamente bei Autoimmunursachen.
- Bluttransfusionen: Bei schwerer Anämie oder akutem Blutzellmangel können Bluttransfusionen notwendig sein.
- Stammzelltransplantation: Bei schwerwiegenden Erkrankungen wie aplastischer Anämie oder Leukämie kann eine allogene Knochenmark- oder Stammzelltransplantation angezeigt sein.
- Chemotherapie: Bei bösartigen Blutbildungsstörungen wie Leukämie oder MDS kommen spezifische Chemotherapieprotokolle zum Einsatz.
Quellen
- Herold, G. et al. - Innere Medizin. Eigenverlag, Köln, 2023.
- World Health Organization (WHO) - Haemoglobin concentrations for the diagnosis of anaemia and assessment of severity. WHO/NMH/NHD/MNM/11.1, 2011. Verfügbar unter: https://www.who.int
- Haferlach, T. et al. - Hämatologie und Onkologie. Urban and Fischer Verlag, München, 2022.
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieVitamin D Mangel Symptome
Krätze
Pankreas
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Blutbildungsstörung + Blutbildungsstoerung + Blutbildungsstörungen