Bromhexin – Wirkung, Dosierung & Nebenwirkungen
Bromhexin ist ein schleimlösendes Medikament (Mukolytikum), das bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim eingesetzt wird. Es erleichtert das Abhusten und verbessert die Atemwegsfunktion.
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Bromhexin ist ein schleimlösendes Medikament (Mukolytikum), das bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim eingesetzt wird. Es erleichtert das Abhusten und verbessert die Atemwegsfunktion.
Was ist Bromhexin?
Bromhexin ist ein synthetischer Wirkstoff aus der Gruppe der Mukolytika (Schleimlöser). Er wird eingesetzt, um zähen Schleim in den Atemwegen zu verflüssigen und so das Abhusten zu erleichtern. Bromhexin ist als Tablette, Sirup, Tropfen und Inhalationslösung erhältlich und wird sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern angewendet.
Indikation
Bromhexin wird eingesetzt bei:
- Akuter und chronischer Bronchitis
- Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
- Asthma bronchiale mit verstärkter Schleimproduktion
- Bronchiektasen (krankhafte Erweiterungen der Bronchien)
- Mukoviszidose (zystische Fibrose) als begleitende Therapie
- Anderen Atemwegserkrankungen, bei denen die Schleimentleerung erschwert ist
Wirkmechanismus
Bromhexin wirkt auf mehreren Ebenen in den Atemwegen:
- Es depolymerisiert die Mukopolysaccharide im Bronchialschleim, das heißt, es spaltet die langen Zuckerkettenmoleküle im Schleim auf. Dadurch wird der Schleim weniger zähflüssig und kann leichter abtransportiert werden.
- Es regt die serösen Zellen der Bronchialschleimhaut zur Produktion von dünnflüssigem Sekret an, was den Schleim zusätzlich verdünnt.
- Es fördert die Aktivität der Flimmerhärchen (Zilien) in den Atemwegen, die den Schleim in Richtung Rachen transportieren.
- Bromhexin ist eine Vorstufe des Wirkstoffs Ambroxol, der als aktiver Metabolit im Körper gebildet wird und ebenfalls mukolytisch wirkt.
Dosierung
Die Dosierung von Bromhexin richtet sich nach Alter, Körpergewicht und Darreichungsform. Allgemeine Richtwerte:
- Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren: üblicherweise 8–16 mg, 3-mal täglich
- Kinder von 6 bis 14 Jahren: üblicherweise 8 mg, 3-mal täglich
- Kinder unter 6 Jahren: nur nach ärztlicher Anweisung, meist 4 mg, 3-mal täglich
Die genaue Dosierung sollte stets dem Beipackzettel oder der ärztlichen Empfehlung entnommen werden.
Nebenwirkungen
Bromhexin wird in der Regel gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
- Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall
- Selten: Kopfschmerzen, Schwindel, erhöhte Körpertemperatur
- Sehr selten: Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung im Gesichtsbereich)
- In Einzelfällen: Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) – bei Auftreten sofort ärztliche Hilfe suchen
Kontraindikationen und Warnhinweise
Bromhexin sollte nicht eingenommen werden bei:
- Bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Schwere Lebererkrankungen (nach ärztlicher Rücksprache)
- Magengeschwüren (Ulcus ventriculi) – erhöhte Vorsicht geboten
In der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimester, sowie in der Stillzeit sollte Bromhexin nur nach ausdrücklicher ärztlicher Empfehlung eingenommen werden.
Wechselwirkungen
Bromhexin kann die Gewebeverteilung bestimmter Antibiotika (z. B. Amoxicillin, Doxycyclin, Erythromycin) im Lungengewebe verbessern, was in der klinischen Praxis therapeutisch genutzt werden kann. Weitere klinisch relevante Wechselwirkungen sind bisher nicht ausreichend belegt.
Quellen
- European Medicines Agency (EMA): Assessment report on Bromhexine. EMA/HMPC, 2012.
- Mutschler E. et al. – Mutschler Arzneimittelwirkungen: Pharmakologie, Klinische Pharmakologie, Toxikologie. 11. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2019.
- Bertelsmann Stiftung – Gelbe Liste Pharmindex: Bromhexin-Monographie. www.gelbe-liste.de (abgerufen 2024).
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