Hausstaubmilbenallergie: Symptome & Behandlung
Die Hausstaubmilbenallergie ist eine häufige allergische Reaktion auf Bestandteile von Hausstaubmilben. Sie verursacht typischerweise Niesen, Schnupfen und Asthma.
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Die Hausstaubmilbenallergie ist eine häufige allergische Reaktion auf Bestandteile von Hausstaubmilben. Sie verursacht typischerweise Niesen, Schnupfen und Asthma.
Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?
Die Hausstaubmilbenallergie ist eine der häufigsten Allergieformen weltweit. Sie wird durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf Allergene ausgelöst, die von Hausstaubmilben stammen. Hausstaubmilben sind winzige, mit bloßem Auge kaum sichtbare Spinnentiere, die vor allem in Matratzen, Kissen, Teppichen und Polstermöbeln leben. Ihre Kotpartikel und Körperbestandteile enthalten Proteine, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen.
Ursachen
Die Allergie entsteht, wenn das Immunsystem bestimmte Proteine der Hausstaubmilben fälschlicherweise als gefährlich einstuft und Antikörper vom Typ Immunglobulin E (IgE) bildet. Bei erneutem Kontakt mit den Allergenen setzt das Immunsystem Entzündungsstoffe wie Histamin frei, was zu den typischen Allergiesymptomen führt.
- Hauptallergene: Proteine im Kot der Hausstaubmilbe (z. B. Der p 1 und Der f 1)
- Bevorzugte Lebensräume der Milben: Bettzeug, Polstermöbel, Teppichböden, Kuscheltiere
- Begünstigende Faktoren: hohe Luftfeuchtigkeit, warme Raumtemperaturen, genetische Veranlagung
Symptome
Die Beschwerden bei einer Hausstaubmilbenallergie treten häufig ganzjährig auf, da Hausstaubmilben das ganze Jahr über in Innenräumen vorkommen. Typische Symptome sind:
- Allergische Rhinitis: Niesen, laufende oder verstopfte Nase
- Konjunktivitis: gerötete, juckende oder tränende Augen
- Asthma bronchiale: Kurzatmigkeit, Pfeifen beim Atmen, Husten
- Ekzeme: juckende Hautausschläge, insbesondere bei Personen mit atopischer Dermatitis
- Verschlechterung der Beschwerden morgens oder nach dem Aufwachen
Diagnose
Die Diagnose einer Hausstaubmilbenallergie wird von einem Allergologen oder Dermatologen gestellt. Folgende Untersuchungen kommen zum Einsatz:
- Hautpricktest: Allergene werden auf die Haut aufgetragen; eine Rötung oder Quaddel bestätigt die Sensibilisierung
- Bluttest (spezifisches IgE): Messung von milbenspezifischen IgE-Antikörpern im Blut
- Provokationstest: in Ausnahmefällen zur weiteren Abklärung bei unklaren Ergebnissen
Behandlung
Allergenkarenz
Der wichtigste Schritt ist die Reduzierung des Kontakts mit Hausstaubmilbenallergenen. Dazu gehören:
- Verwendung von milbendichten Matratzenbezügen (Encasings)
- Regelmäßiges Waschen von Bettwäsche bei mindestens 60 °C
- Verzicht auf Teppiche und schwer zu reinigende Polstermöbel
- Regelmäßiges Lüften und Senken der Raumfeuchtigkeit
Medikamentöse Therapie
Zur Linderung der Symptome stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung:
- Antihistaminika: reduzieren Juckreiz, Niesen und Schnupfen
- Kortikosteroide (nasal): wirksam gegen Entzündungen in der Nasenschleimhaut
- Bronchodilatatoren: bei asthmatischen Beschwerden zur Erweiterung der Atemwege
- Decongestiva: bei starker Nasenverstopfung
Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)
Die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung genannt, ist die einzige ursächliche Behandlung der Hausstaubmilbenallergie. Dabei werden dem Patienten über mehrere Jahre hinweg ansteigende Dosen des Allergens verabreicht – entweder als subkutane Injektion oder als Sublingualtablette. Das Ziel ist eine dauerhafte Toleranz gegenüber den Milbenallergenen.
Quellen
- Worm M. et al. - Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Hausstaubmilbenallergie. Allergo Journal International, 2019.
- World Health Organization (WHO) - Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma (ARIA) Guidelines, 2023. Verfügbar unter: https://www.who.int
- Valenta R. et al. - From Allergen Genes to Allergy Vaccines. Annual Review of Immunology, 2010.
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