Hashimoto Symptome – Anzeichen der Schilddrüse
Hashimoto-Symptome umfassen Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kältegefühl. Die Autoimmunerkrankung schädigt die Schilddrüse und führt häufig zu Unterfunktion.
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Hashimoto-Symptome umfassen Müdigkeit, Gewichtszunahme und Kältegefühl. Die Autoimmunerkrankung schädigt die Schilddrüse und führt häufig zu Unterfunktion.
Was sind Hashimoto-Symptome?
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, bei der das körpereigene Immunsystem das Schilddrüsengewebe angreift und zerstört. Dadurch kann die Schilddrüse nicht mehr ausreichend Hormone produzieren, was zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) führt. Die Symptome entwickeln sich oft schleichend über Monate oder Jahre.
Häufige Symptome
Die Beschwerden bei Hashimoto sind vielfältig und betreffen nahezu alle Organsysteme. Zu den typischsten Symptomen gehören:
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung – eines der häufigsten und belastendsten Symptome
- Gewichtszunahme trotz normaler oder reduzierter Nahrungsaufnahme
- Kälteempfindlichkeit – übermäßiges Frieren auch bei normalen Temperaturen
- Trockene Haut und sprödes Haar sowie erhöhter Haarausfall
- Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
- Verstopfung und verlangsamte Verdauung
- Depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit
- Konzentrationsprobleme und Gedächtnisschwäche (sog. Brain Fog)
- Geschwollenes Gesicht, besonders an den Augenlidern
- Muskelschmerzen und -schwäche
- Verlangsamte Reflexe
Frühe und atypische Symptome
In der Frühphase der Erkrankung kann es vorübergehend zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion kommen (sog. Hashitoxikose), da durch die Entzündung Hormone freigesetzt werden. Diese Phase äußert sich durch Herzrasen, Nervosität, Zittern und Schlaflosigkeit. Diese Beschwerden klingen meist von selbst ab.
Manche Betroffene haben keine oder nur sehr geringe Beschwerden, obwohl die Schilddrüsenwerte bereits verändert sind. Deshalb wird Hashimoto häufig erst spät diagnostiziert.
Psychische Symptome
Neben körperlichen Beschwerden sind psychische Symptome bei Hashimoto häufig und werden oft unterschätzt. Dazu gehören:
- Depressionen und Stimmungsschwankungen
- Angstzustände
- Reizbarkeit
- Verminderte Belastbarkeit und Antriebslosigkeit
Diese psychischen Symptome entstehen durch den Hormonmangel und können durch eine gezielte Schilddrüsenhormontherapie oft deutlich gebessert werden.
Ursachen der Erkrankung
Die genaue Ursache der Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht vollständig geklärt. Es wird eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren angenommen. Zu den möglichen Auslösern zählen:
- Genetische Prädisposition (familiäre Häufung)
- Hormonelle Veränderungen (häufiger bei Frauen, besonders nach der Schwangerschaft)
- Übermäßige Jodzufuhr
- Infektionskrankheiten
- Starker psychischer Stress
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus:
- Blutuntersuchung: Bestimmung von TSH, fT3, fT4 sowie der Schilddrüsen-Antikörper (TPO-AK und TG-AK)
- Ultraschall der Schilddrüse: typisches inhomogenes Muster des Gewebes
- Körperliche Untersuchung und Anamnese
Behandlung
Eine ursächliche Behandlung der Autoimmunreaktion ist derzeit nicht möglich. Die Therapie zielt auf den Ausgleich des Hormonmangels ab:
- Levothyroxin: synthetisches Schilddrüsenhormon (T4), das täglich eingenommen wird und die fehlende Hormonproduktion ersetzt
- Regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenwerte alle 6–12 Monate
- Ernährungsanpassungen (z. B. glutenfreie Ernährung wird von manchen Betroffenen als hilfreich empfunden, obwohl die Datenlage noch eingeschränkt ist)
- Selensubstitution kann laut einigen Studien die Antikörperwerte senken
Wann zum Arzt?
Bei anhaltender Müdigkeit, unerklärlicher Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit oder depressiven Verstimmungen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann die Lebensqualität deutlich verbessern.
Quellen
- Deutscher Schilddrüsenverband e.V. – Informationen zur Hashimoto-Thyreoiditis. Verfügbar unter: www.schilddrüsenverband.de
- Garber, J.R. et al. – Clinical Practice Guidelines for Hypothyroidism in Adults. Thyroid, 2012; 22(12):1200–1235.
- Stagnaro-Green, A. et al. – Guidelines of the American Thyroid Association for the Diagnosis and Management of Thyroid Disease during Pregnancy and the Postpartum. Thyroid, 2011; 21(10):1081–1125.
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