Herzrasen – Ursachen, Symptome und Behandlung
Herzrasen bezeichnet ein unangenehm schnelles oder unregelmäßiges Herzschlagen. Es kann harmlos sein, aber auch auf Herzerkrankungen hinweisen.
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Herzrasen bezeichnet ein unangenehm schnelles oder unregelmäßiges Herzschlagen. Es kann harmlos sein, aber auch auf Herzerkrankungen hinweisen.
Was ist Herzrasen?
Herzrasen (medizinisch: Tachykardie oder Palpitationen) beschreibt das subjektive Empfinden eines schnellen, flatternden oder unregelmäßigen Herzschlags. Betroffene nehmen ihren eigenen Herzschlag bewusst wahr, was im Alltag normalerweise nicht der Fall ist. Das Herz schlägt dabei mit mehr als 100 Schlägen pro Minute (Tachykardie) oder fühlt sich trotz normaler Frequenz ungewöhnlich stark oder unrhythmisch an. Herzrasen kann vorübergehend und harmlos sein, aber auch ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung des Herzens oder anderer Organsysteme darstellen.
Ursachen
Herzrasen kann viele verschiedene Ursachen haben – von harmlosen, alltäglichen Auslösern bis hin zu ernsthaften medizinischen Erkrankungen.
Häufige harmlose Ursachen
- Körperliche Anstrengung oder Sport
- Stress, Angst oder Aufregung
- Koffein, Alkohol oder Nikotin
- Schlafmangel oder Erschöpfung
- Bestimmte Medikamente (z. B. Asthmasprays, Schilddrüsenhormone)
- Fieber oder Infektionen
- Dehydration (Flüssigkeitsmangel)
Medizinische Ursachen
- Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Vorhofflattern oder supraventrikuläre Tachykardie
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Blutarmut (Anämie)
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Herzklappenfehler
- Elektrolytstörungen (z. B. Kaliummangel)
- Panikattacken und Angststörungen
Symptome
Herzrasen kann von weiteren Beschwerden begleitet werden, die wichtige Hinweise auf die Ursache geben:
- Schneller, flatternder oder unregelmäßiger Herzschlag
- Gefühl von Herzstolpern oder kurzen Aussetzern
- Schwindel oder Benommenheit
- Kurzatmigkeit oder Atemnot
- Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust
- Angstgefühl oder innere Unruhe
- Ohnmacht oder kurzzeitiger Bewusstseinsverlust (in schweren Fällen)
Diagnose
Zur Abklärung von Herzrasen führt der Arzt oder die Ärztin verschiedene Untersuchungen durch:
- Anamnese: Befragung zu Häufigkeit, Dauer, auslösenden Faktoren und Begleitsymptomen
- Elektrokardiogramm (EKG): Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivität im Ruhezustand
- Langzeit-EKG (Holter-EKG): Überwachung des Herzrhythmus über 24–48 Stunden im Alltag
- Echokardiographie: Ultraschalluntersuchung des Herzens zur Beurteilung der Herzstruktur
- Blutuntersuchungen: Kontrolle von Schilddrüsenwerten, Blutbild, Elektrolyten und weiteren Parametern
- Belastungs-EKG: Untersuchung des Herzrhythmus unter körperlicher Belastung
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache des Herzrasens.
Allgemeine Maßnahmen
- Vermeidung von auslösenden Faktoren wie Koffein, Alkohol und Stress
- Ausreichend Schlaf und Erholung
- Entspannungsübungen, Yoga oder Meditation bei stressbedingtem Herzrasen
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Medikamentöse Behandlung
- Betablocker: Verlangsamen den Herzschlag und werden häufig bei Tachykardien eingesetzt
- Antiarrhythmika: Medikamente zur Regulierung des Herzrhythmus
- Behandlung der Grunderkrankung, z. B. Schilddrüsenmedikamente bei Hyperthyreose
Interventionelle Verfahren
- Kardioversion: Elektrische oder medikamentöse Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus
- Katheterablation: Minimalinvasiver Eingriff zur Verödung von krankhaften Erregungsherden im Herzen
- Herzschrittmacher oder Defibrillator: Bei schweren Rhythmusstörungen
Wann zum Arzt?
Gelegentliches, kurzzeitiges Herzrasen ohne Begleitsymptome ist meist harmlos. Ärztliche Hilfe sollte jedoch umgehend aufgesucht werden bei:
- Herzrasen mit Brustschmerzen oder Druckgefühl
- Begleitendem Schwindel oder Ohnmacht
- Anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Episoden
- Herzrasen in Ruhe ohne erkennbaren Auslöser
- Bekannter Herzerkrankung und neuem Herzrasen
Quellen
- Deutsche Herzstiftung: Herzrasen und Herzstolpern – Ursachen und Behandlung. Frankfurt, 2023. Verfügbar unter: https://www.herzstiftung.de
- Camm AJ et al. - 2020 ESC Guidelines for the diagnosis and management of atrial fibrillation. European Heart Journal, 2021; 42(5): 373–498.
- Zipes DP, Jalife J - Cardiac Electrophysiology: From Cell to Bedside. 7. Auflage, Elsevier, 2018.
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