Herpes labialis – Lippenherpes: Ursachen und Behandlung
Herpes labialis ist eine häufige Virusinfektion der Lippen, verursacht durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1. Sie äußert sich in schmerzhaften Bläschen und ist hochansteckend.
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Herpes labialis ist eine häufige Virusinfektion der Lippen, verursacht durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1. Sie äußert sich in schmerzhaften Bläschen und ist hochansteckend.
Was ist Herpes labialis?
Herpes labialis, umgangssprachlich auch als Lippenherpes bekannt, ist eine durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) verursachte Virusinfektion. Sie zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann jederzeit reaktiviert werden.
Ursachen und Übertragung
Die Erstinfektion erfolgt meist im Kindesalter durch direkten Kontakt mit infiziertem Speichel oder Schleimhäuten, zum Beispiel durch Küssen oder gemeinsam benutztes Besteck. Nach der Erstinfektion zieht sich das Virus in die Nervenzellen zurück und bleibt dort dauerhaft inaktiv. Bestimmte Auslöser können eine Reaktivierung hervorrufen:
- Stress und psychische Belastung
- Erschöpfung und Schlafmangel
- Sonneneinstrahlung oder extreme Kälte
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. bei Erkältungen, Grippe)
- Hormonelle Veränderungen (z. B. Menstruation)
- Verletzungen im Lippenbereich
Symptome
Herpes labialis verläuft typischerweise in mehreren Phasen:
- Prodromalphase: Kribbeln, Jucken, Brennen oder Spannungsgefühl an der Lippe – oft 1–2 Tage vor Auftreten der Bläschen.
- Bläschenphase: Kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen bilden sich an oder um die Lippen.
- Offene Wundphase: Die Bläschen platzen, es entstehen kleine Geschwüre, die besonders schmerzhaft sind.
- Krustenphase: Die Wunden verkrusten und heilen innerhalb von 7–10 Tagen ab.
Diagnose
In den meisten Fällen kann Herpes labialis anhand des typischen klinischen Bildes durch einen Arzt oder eine Ärztin diagnostiziert werden. Bei unklaren Fällen oder Verdacht auf Komplikationen können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- Abstrich der Bläschenflüssigkeit zur Laboranalyse (PCR-Test)
- Bluttest auf Herpes-simplex-Antikörper
Behandlung
Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, da das Virus dauerhaft im Körper verbleibt. Die Behandlung zielt auf die Linderung der Symptome und eine Verkürzung der Krankheitsdauer ab.
Lokale Behandlung
Antivirale Cremes oder Gele mit den Wirkstoffen Aciclovir oder Penciclovir können bei frühzeitiger Anwendung in der Prodromalphase die Dauer und Schwere des Ausbruchs reduzieren. Sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
Systemische Behandlung
Bei häufigen oder schweren Ausbrüchen kann ein Arzt oder eine Ärztin antivirale Tabletten verschreiben, zum Beispiel Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir. Diese verkürzen die Heilungsdauer deutlich und können als Langzeittherapie zur Vorbeugung eingesetzt werden.
Hausmittel und unterstützende Maßnahmen
- Kühlung der betroffenen Stellen zur Schmerzlinderung
- Lippenstifte oder Cremes mit Lichtschutzfaktor zum Schutz vor UV-Strahlung
- Ausreichend Schlaf und Stressreduktion zur Stärkung des Immunsystems
Ansteckungsrisiko und Prävention
Herpes labialis ist hochansteckend – besonders in der Bläschen- und offenen Wundphase. Folgende Maßnahmen helfen, eine Übertragung zu verhindern:
- Direkten Hautkontakt mit den Bläschen vermeiden
- Kein Teilen von Besteck, Gläsern oder Handtüchern
- Häufiges Händewaschen
- Kontakt mit Neugeborenen, Schwangeren und immungeschwächten Personen während eines Ausbruchs meiden
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Steckbrief Herpes-simplex-Virus-Infektionen. Verfügbar unter: www.rki.de
- Opstelten W, Neven AK, Eekhof J. Treatment and prevention of herpes labialis. Canadian Family Physician. 2008;54(12):1683-1687.
- World Health Organization (WHO): Herpes simplex virus. Fact Sheet. Verfügbar unter: www.who.int
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