Procain – Lokalanästhetikum mit entzündungshemmender Wirkung
Procain ist ein verträgliches Lokalanästhetikum mit Einsatz in Neuraltherapie, Schmerzbehandlung und Regulationsmedizin. Es wirkt schmerzstillend, entspannend und entzündungshemmend.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWissenswertes über "Procain"
Procain ist ein lokal wirkendes Anästhetikum, das zur Schmerzlinderung und Nervenblockade eingesetzt wird.
Procain wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als erstes synthetisches Lokalanästhetikum entwickelt und zählt zur Gruppe der Estertyp-Anästhetika. Procain blockiert vorübergehend die Natriumkanäle an Nervenfasern, wodurch die Reizweiterleitung unterbrochen und ein Schmerzempfinden lokal ausgeschaltet wird. Im Vergleich zu moderneren Mitteln wie Lidocain wirkt Procain milder und kürzer, dafür aber mit guter Verträglichkeit und geringer Toxizität.
Heute wird Procain nicht nur in der klassischen Lokalanästhesie verwendet, sondern auch in der komplementärmedizinischen Schmerztherapie, insbesondere in der Neuraltherapie nach Huneke. Dabei wird Procain in bestimmte Haut- oder Gewebepunkte injiziert, um Störfelder oder vegetative Regulationsstörungen zu beeinflussen. In der sogenannten Procain-Basen-Infusion wird es intravenös mit einer basischen Lösung kombiniert und findet Anwendung bei chronischen Schmerzen, Entzündungen, Erschöpfung, Durchblutungsstörungen und immunologischen Belastungen. Darüber hinaus zeigen neuere Studien Hinweise darauf, dass Procain entzündungshemmende, gefäßerweiternde, stimmungsaufhellende und zellregulierende Eigenschaften besitzt. Es beeinflusst epigenetisch die Genexpression und zeigt antioxidative Effekte – daher wird es zunehmend in der biologischen Medizin, Anti-Aging-Therapie und funktionellen Regulationsmedizin verwendet.
Wichtige Eigenschaften von Procain:
- Lokalanästhetikum mit guter Verträglichkeit
- Blockiert Nervenleitung durch Hemmung von Natriumkanälen
- Anwendung in Neuraltherapie, Infusionstherapie, Schmerzmedizin
- Mögliche Wirkung: entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, entspannend
- Komplementärmedizinischer Einsatz bei chronischen Schmerzen und Erschöpfung
Literaturhinweise
- Huneke, F. & Huneke, W. (1940). "Neuraltherapie – Ein Beitrag zur kausalen Schmerzbehandlung."
- Sprott, H. et al. (2000). "Procain in der Schmerztherapie – pharmakologische Grundlagen und klinische Anwendung." Schmerz.
- Rezaei, M. et al. (2011). "Epigenetic effects of procaine and its application in medicine." Medical Hypotheses.
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