Hautdurchblutung – Funktion, Störungen & Förderung
Die Hautdurchblutung beschreibt die Versorgung der Haut mit Blut über ein feines Netz aus Blutgefäßen. Sie reguliert Körpertemperatur, Nährstoffversorgung und Wundheilung.
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Die Hautdurchblutung beschreibt die Versorgung der Haut mit Blut über ein feines Netz aus Blutgefäßen. Sie reguliert Körpertemperatur, Nährstoffversorgung und Wundheilung.
Was ist die Hautdurchblutung?
Die Hautdurchblutung (medizinisch auch kutane Perfusion genannt) bezeichnet den Blutfluss durch das feine Gefäßnetz der Haut. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und verfügt über ein umfangreiches System aus Arterien, Venen und Kapillaren, die ihre verschiedenen Schichten – Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subkutis) – versorgen. Eine gesunde Durchblutung ist entscheidend für die Funktion, das Aussehen und die Regenerationsfähigkeit der Haut.
Funktionen der Hautdurchblutung
Die Durchblutung der Haut erfüllt zahlreiche lebenswichtige Aufgaben:
- Thermoregulation: Durch Erweiterung oder Verengung der Hautgefäße kann der Körper Wärme abgeben oder speichern. Bei Hitze weiten sich die Gefäße (Vasodilatation), bei Kälte ziehen sie sich zusammen (Vasokonstriktion).
- Nährstoff- und Sauerstoffversorgung: Hautzellen erhalten über das Blut lebenswichtige Nährstoffe und Sauerstoff.
- Abtransport von Stoffwechselprodukten: Kohlendioxid und Abfallstoffe werden über das Blut abtransportiert.
- Immunabwehr: Immunzellen gelangen über die Blutbahn in die Haut und schützen sie vor Infektionen.
- Wundheilung: Eine gute Durchblutung fördert die Regeneration von Hautgewebe nach Verletzungen.
Einflussfaktoren auf die Hautdurchblutung
Fördernde Faktoren
- Körperliche Bewegung und Sport
- Wärme (z. B. warmes Bad, Sauna)
- Massagen und mechanische Reize
- Bestimmte Wirkstoffe (z. B. Capsaicin, Menthol)
- Ausgewogene Ernährung reich an Antioxidantien
Hemmende Faktoren
- Kälte und Unterkühlung
- Rauchen (schädigt die Gefäßwände und verengt Gefäße)
- Stress und psychische Belastung
- Bewegungsmangel
- Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Arteriosklerose
Störungen der Hautdurchblutung
Eine gestörte Hautdurchblutung kann verschiedene Ursachen haben und sich durch unterschiedliche Beschwerden bemerkbar machen. Zu den häufigsten Erkrankungen und Zuständen, die die kutane Perfusion beeinträchtigen, gehören:
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK): Verengung der Arterien durch Arteriosklerose, führt zu Blässe, Kälte und Schmerzen in den betroffenen Bereichen.
- Raynaud-Syndrom: Anfallsartige Gefäßkrämpfe, meist in den Fingern und Zehen, die zu Blässe und Taubheitsgefühlen führen.
- Diabetische Mikroangiopathie: Bei Diabetes mellitus werden die kleinen Blutgefäße der Haut geschädigt, was die Wundheilung stark beeinträchtigt.
- Chronisch venöse Insuffizienz: Rückstau von Blut in den Venen führt zu Schwellungen, Verfärbungen und schlecht heilenden Wunden.
- Dekubitus: Druckgeschwüre entstehen, wenn die Durchblutung eines Hautbereichs durch anhaltenden Druck unterbunden wird.
Symptome einer schlechten Hautdurchblutung
Eine verminderte Hautdurchblutung kann sich durch folgende Zeichen bemerkbar machen:
- Blasse, bläuliche oder gräuliche Hautfarbe
- Kältegefühl in Händen, Füßen oder anderen Körperstellen
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln
- Trockene, rissige Haut
- Verzögerte Wundheilung
- Schwellungen (Ödeme)
Diagnose
Zur Beurteilung der Hautdurchblutung stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
- Klinische Untersuchung: Beurteilung von Hautfarbe, Temperatur und Kapillare-Füllungszeit (Rekapillarisierungszeit)
- Doppler-Sonographie: Ultraschallmessung des Blutflusses in den Gefäßen
- Laser-Doppler-Flowmetrie: Messung der Mikrozirkulation in der Haut
- Thermographie: Darstellung von Temperaturunterschieden auf der Hautoberfläche
- Angiographie: Bildgebende Darstellung der Blutgefäße
Behandlung und Förderung der Hautdurchblutung
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der gestörten Durchblutung. Allgemeine Maßnahmen zur Förderung der Hautdurchblutung umfassen:
- Regelmäßige körperliche Aktivität (z. B. Spazierengehen, Schwimmen)
- Wechselduschen (Kneipp-Anwendungen)
- Bürsten- und Trockenmassagen
- Rauchstopp
- Ausgewogene Ernährung mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C und E
- Medikamentöse Therapie bei Grunderkrankungen (z. B. Blutdruckmittel, Durchblutungsmittel)
Quellen
- Fritsch, P. - Dermatologie und Venerologie. Springer Medizin Verlag, 2. Auflage (2004).
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, 268. Auflage (2020).
- World Health Organization (WHO) - Chronic diseases and health promotion: Cardiovascular diseases. Verfügbar unter: https://www.who.int/health-topics/cardiovascular-diseases
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