Herzschrittmacher – Funktion, Implantation & Leben damit
Ein Herzschrittmacher ist ein kleines medizinisches Gerät, das elektrische Impulse abgibt, um einen zu langsamen oder unregelmäßigen Herzschlag zu regulieren und die Herzfunktion zu unterstützen.
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Ein Herzschrittmacher ist ein kleines medizinisches Gerät, das elektrische Impulse abgibt, um einen zu langsamen oder unregelmäßigen Herzschlag zu regulieren und die Herzfunktion zu unterstützen.
Was ist ein Herzschrittmacher?
Ein Herzschrittmacher ist ein kleines, implantiertes medizinisches Gerät, das elektrische Impulse an den Herzmuskel sendet, um einen normalen Herzrhythmus aufrechtzuerhalten. Er wird eingesetzt, wenn das natürliche elektrische Leitungssystem des Herzens nicht richtig funktioniert und das Herz zu langsam schlägt (Bradykardie) oder unregelmäßige Pausen aufweist. Das Gerät besteht aus einem Impulsgeber (Generator mit Batterie) und einer oder mehreren Elektroden (Sonden), die in die Herzkammern oder Herzvorhöfe eingeführt werden.
Arten von Herzschrittmachern
Je nach Erkrankung und individuellen Bedürfnissen des Patienten werden verschiedene Typen von Herzschrittmachern eingesetzt:
- Einkammerschrittmacher: Eine einzelne Elektrode wird im rechten Ventrikel (Herzkammer) oder rechten Vorhof platziert.
- Zweikammerschrittmacher: Zwei Elektroden stimulieren sowohl den rechten Vorhof als auch die rechte Herzkammer und koordinieren so das Zusammenspiel beider Bereiche.
- Biventrikulärer Schrittmacher (CRT): Drei Elektroden synchronisieren beide Herzkammern, wird vor allem bei Herzinsuffizienz eingesetzt.
- Leadless Pacemaker (kapselförmiger Schrittmacher): Ein besonders kleines, elektrodenfreies Gerät, das direkt in die Herzkammer implantiert wird.
Indikationen – Wann wird ein Herzschrittmacher eingesetzt?
Ein Herzschrittmacher wird empfohlen, wenn das Herz zu langsam oder zu unregelmäßig schlägt und dies zu Beschwerden führt. Typische Indikationen sind:
- Bradykardie: Anhaltend niedriger Herzschlag (unter 60 Schläge pro Minute) mit Symptomen wie Schwindel, Ohnmacht oder Atemnot.
- AV-Block: Eine Störung der elektrischen Überleitung zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens.
- Sick-Sinus-Syndrom: Fehlfunktion des natürlichen Schrittmachers des Herzens (Sinusknoten).
- Herzinsuffizienz: Bei bestimmten Formen wird ein biventrikulärer Schrittmacher zur Resynchronisation eingesetzt.
Der Eingriff – Implantation des Herzschrittmachers
Die Implantation eines Herzschrittmachers ist ein minimalinvasiver Eingriff, der in der Regel unter örtlicher Betäubung und leichter Sedierung durchgeführt wird. Der Eingriff dauert typischerweise 30 bis 90 Minuten.
Ablauf der Operation
- Ein kleiner Schnitt wird unterhalb des Schlüsselbeins gemacht.
- Die Elektroden werden über eine Vene in das Herz vorgeführt und positioniert.
- Der Impulsgeber wird in eine kleine Hauttasche unterhalb des Schlüsselbeins eingesetzt.
- Nach der Operation wird das Gerät programmiert und getestet.
Leben mit einem Herzschrittmacher
Die meisten Patienten können nach der Implantation eines Herzschrittmachers ein weitgehend normales Leben führen. Einige wichtige Punkte sind zu beachten:
- Kontrolluntersuchungen: Regelmäßige Kontrollen (alle 6 bis 12 Monate) sind notwendig, um die Funktion und den Batteriestand des Geräts zu überwachen.
- Batteriewechsel: Die Batterie hält je nach Gerät und Nutzung etwa 5 bis 15 Jahre. Ein Austausch des Impulsgebers ist dann erforderlich.
- Elektromagnetische Felder: Starke elektromagnetische Felder (z. B. bestimmte Industriemaschinen oder MRT-Untersuchungen) können die Funktion beeinflussen. Viele moderne Schrittmacher sind jedoch MRT-tauglich.
- Schrittmacherausweis: Patienten erhalten einen Ausweis, den sie stets bei sich tragen sollten.
Mögliche Risiken und Komplikationen
Wie bei jedem operativen Eingriff können Komplikationen auftreten, die jedoch insgesamt selten sind:
- Infektionen im Bereich der Wunde oder des Geräts
- Blutungen oder Hämatome
- Fehlerhafte Lage der Elektrode
- Pneumothorax (Luftansammlung im Brustraum) als seltene Komplikation
- Gerätedysfunktion oder Batterieversagen
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Verfügbar unter: https://www.dgk.org
- Brignole M. et al. – 2021 ESC Guidelines on cardiac pacing and cardiac resynchronization therapy. European Heart Journal, 2021. doi:10.1093/eurheartj/ehab364
- Zipes DP et al. – Braunwald's Heart Disease: A Textbook of Cardiovascular Medicine. 11. Auflage, Elsevier, 2018.
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