Hornhaut (Cornea): Aufbau, Funktion und Erkrankungen
Die Hornhaut (Cornea) ist die transparente, gewölbte Vorderfläche des Auges. Sie schützt das Auge und bricht das Licht für scharfes Sehen.
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Die Hornhaut (Cornea) ist die transparente, gewölbte Vorderfläche des Auges. Sie schützt das Auge und bricht das Licht für scharfes Sehen.
Was ist die Hornhaut?
Die Hornhaut (medizinisch: Cornea) ist die klare, kuppelförmige Schicht, die die Vorderseite des Auges bedeckt. Sie ist das erste optische Element, das Licht beim Eintritt ins Auge bricht, und trägt zu etwa zwei Dritteln der gesamten Brechkraft des Auges bei. Gleichzeitig schützt sie das Innere des Auges vor Krankheitserregern, Staub und anderen äußeren Einflüssen.
Aufbau der Hornhaut
Die Hornhaut besteht aus fünf Schichten, die jeweils eine spezifische Funktion erfüllen:
- Epithel: Die äußerste Schicht, die als Schutzbarriere dient und sich bei kleineren Verletzungen rasch regenerieren kann.
- Bowman-Schicht: Eine dünne, aber widerstandsfähige Schicht, die das Epithel stützt.
- Stroma: Die dickste Schicht, bestehend aus regelmäßig angeordneten Kollagenfasern, die für die Transparenz der Hornhaut verantwortlich sind.
- Descemet-Membran: Eine dünne Basalmembran, die das Stroma von der innersten Schicht trennt.
- Endothel: Die innerste Zellschicht, die den Wasserhaushalt der Hornhaut reguliert und sie transparent hält.
Funktionen der Hornhaut
Die Hornhaut übernimmt im Auge zwei zentrale Aufgaben:
- Lichtbrechung: Die gewölbte Form der Hornhaut bündelt einfallendes Licht und leitet es zur Netzhaut weiter, was für ein scharfes Sehvermögen entscheidend ist.
- Schutzfunktion: Als äußere Schicht des Auges schützt sie das empfindliche Innere vor mechanischen Verletzungen, Infektionen und UV-Strahlung.
Häufige Erkrankungen der Hornhaut
Hornhautentzündung (Keratitis)
Die Keratitis ist eine Entzündung der Hornhaut, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursacht werden kann. Sie äußert sich häufig durch Rötung, Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um dauerhafte Sehschäden zu vermeiden.
Keratokonus
Beim Keratokonus verändert sich die Hornhaut von ihrer normalen runden Form in eine kegelartige Vorwölbung. Dies führt zu fortschreitender Sehverschlechterung und starker Kurzsichtigkeit oder Astigmatismus. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, genetische Faktoren spielen jedoch eine Rolle.
Hornhauttrübung
Narben oder Ablagerungen in der Hornhaut können zu einer Hornhauttrübung führen, die das Sehvermögen erheblich einschränkt. Ursachen können Infektionen, Verletzungen oder angeborene Erkrankungen sein.
Trockenes Auge und Hornhautschäden
Chronisch trockene Augen können die Oberfläche der Hornhaut schädigen, da der Tränenfilm für ihre Ernährung und Befeuchtung unverzichtbar ist. Langfristig können kleine Erosionen oder Narben entstehen.
Diagnose von Hornhauterkrankungen
Augenärzte untersuchen die Hornhaut mit verschiedenen Methoden:
- Spaltlampenuntersuchung: Eine spezielle Lichtquelle ermöglicht die detaillierte Betrachtung der Hornhautschichten.
- Hornhauttopografie: Eine computergestützte Kartierung der Hornhautoberfläche, die besonders bei Keratokonus eingesetzt wird.
- Pachymetrie: Messung der Hornhautdicke, wichtig vor refraktiven Eingriffen wie LASIK.
Behandlung von Hornhauterkrankungen
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung:
- Keratitis: Je nach Erreger werden antibiotische, antivirale oder antimykotische Augentropfen eingesetzt.
- Keratokonus: Im Frühstadium helfen formstabile Kontaktlinsen. Ein neueres Verfahren ist das Cornea Crosslinking, bei dem UV-Licht und Riboflavin die Kollagenfasern vernetzen und die Hornhaut stabilisieren.
- Hornhauttransplantation (Keratoplastik): Bei schwerwiegenden Trübungen oder fortgeschrittenem Keratokonus kann eine Spenderhornhaut transplantiert werden.
- Refraktive Chirurgie: Verfahren wie LASIK oder PRK formen die Hornhaut um, um Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus zu korrigieren.
Quellen
- Grehn, F. (2019). Augenheilkunde. 32. Auflage. Springer Medizin Verlag.
- Kanski, J. J. & Bowling, B. (2020). Klinische Ophthalmologie. 8. Auflage. Elsevier GmbH.
- World Health Organization (WHO): Priority eye diseases – Corneal opacities. Verfügbar unter: https://www.who.int/blindness/causes/priority/en/index8.html
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