Pathognomonisch – Definition und Beispiele
Pathognomonisch beschreibt ein Symptom oder Zeichen, das eindeutig und ausschließlich auf eine bestimmte Erkrankung hinweist und damit deren sichere Diagnose ermöglicht.
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Pathognomonisch beschreibt ein Symptom oder Zeichen, das eindeutig und ausschließlich auf eine bestimmte Erkrankung hinweist und damit deren sichere Diagnose ermöglicht.
Was bedeutet pathognomonisch?
Pathognomonisch ist ein medizinischer Fachbegriff, der aus dem Griechischen stammt: pathos (Leiden, Krankheit) und gnomon (Zeichen, Anzeiger). Ein pathognomonisches Symptom oder Befund ist so charakteristisch für eine bestimmte Erkrankung, dass sein Auftreten allein bereits die sichere Diagnose dieser Erkrankung erlaubt – ohne dass weitere Untersuchungen zwingend notwendig wären.
Im klinischen Alltag ist der Begriff von großer diagnostischer Bedeutung: Stellt ein Arzt ein pathognomonisches Zeichen fest, kann die Diagnose mit hoher Sicherheit gestellt werden. Solche Zeichen sind jedoch in der Medizin vergleichsweise selten.
Klinische Bedeutung und Abgrenzung
Nicht jedes typische oder häufige Symptom einer Erkrankung ist pathognomonisch. Der Begriff beschreibt ausschließlich Befunde, die einzig und allein bei einer bestimmten Krankheit vorkommen. Man unterscheidet daher:
- Pathognomonisches Zeichen: Kommt ausschließlich bei einer einzigen Erkrankung vor und erlaubt die eindeutige Diagnose.
- Charakteristisches Zeichen: Tritt häufig bei einer Erkrankung auf, kann aber auch bei anderen Krankheitsbildern vorkommen.
- Unspezifisches Symptom: Kann bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten, z. B. Fieber oder Müdigkeit.
Beispiele aus der Medizin
Es gibt nur wenige wirklich pathognomonische Befunde in der klinischen Medizin. Zu den bekanntesten Beispielen gehören:
- Koplik-Flecken: Kleine weißliche Flecken auf der Mundschleimhaut, die ausschließlich bei Masern auftreten und als pathognomonisch für diese Erkrankung gelten.
- Aschoff-Knötchen: Histologische Granulome, die pathognomonisch für das rheumatische Fieber sind.
- Reed-Sternberg-Zellen: Charakteristische Riesenzellen im Gewebe, die pathognomonisch für den Hodgkin-Lymphom sind.
- Kernig-Zeichen und Brudzinski-Zeichen: Diese gelten als stark hinweisend auf eine Meningitis, werden aber nicht immer als streng pathognomonisch eingestuft.
Pathognomonisch in der Diagnostik
In der modernen Medizin wird der Begriff gelegentlich auch weiter gefasst und auf Befunde angewendet, die zwar nicht absolut exklusiv, aber so stark mit einer Erkrankung assoziiert sind, dass sie als diagnostisch beweisend gelten. Dies kann beispielsweise bei bildgebenden Befunden, Laborwerten oder histologischen Ergebnissen der Fall sein.
Die Identifikation pathognomonischer Zeichen ist ein zentrales Ziel der klinischen Diagnostik, da sie den diagnostischen Prozess erheblich vereinfacht und beschleunigt. Fehlen solche eindeutigen Zeichen, ist eine differenzialdiagnostische Abklärung notwendig, bei der mehrere mögliche Erkrankungen systematisch ausgeschlossen werden.
Relevanz für Patienten
Für Patienten ist es wichtig zu wissen, dass ein pathognomonischer Befund eine große diagnostische Sicherheit bedeutet. Wenn ein Arzt ein solches Zeichen feststellt, kann er die Diagnose mit hoher Zuverlässigkeit stellen und schnell mit einer gezielten Behandlung beginnen. In den meisten Fällen sind jedoch mehrere Untersuchungsschritte notwendig, bevor eine endgültige Diagnose gestellt wird.
Quellen
- Pschyrembel Klinisches Wörterbuch. 268. Auflage. De Gruyter, Berlin 2020.
- Siegenthaler W. (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose. Innere Krankheiten – vom Symptom zur Diagnose. 19. Auflage. Thieme, Stuttgart 2005.
- Greenberg D.A., Aminoff M.J., Simon R.P.: Klinische Neurologie. 8. Auflage. Lange Medical Books/McGraw-Hill, 2012.
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