Perikardiotomie – Eingriff am Herzbeutel
Die Perikardiotomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Herzbeutel (Perikard) gezielt eingeschnitten wird. Sie dient der Drainage von Flüssigkeit oder der Vorbereitung herzchirurgischer Operationen.
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Die Perikardiotomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Herzbeutel (Perikard) gezielt eingeschnitten wird. Sie dient der Drainage von Flüssigkeit oder der Vorbereitung herzchirurgischer Operationen.
Was ist eine Perikardiotomie?
Die Perikardiotomie ist ein operativer Eingriff, bei dem der Herzbeutel (Perikard) – die bindegewebige Hülle, die das Herz umgibt – chirurgisch eröffnet wird. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern perikardion (Herzbeutel) und tome (Schnitt) zusammen. Der Eingriff kann als eigenständige Maßnahme oder als Teil einer größeren herzchirurgischen Operation durchgeführt werden.
Indikationen
Eine Perikardiotomie wird in verschiedenen klinischen Situationen eingesetzt:
- Perikarderguss: Ansammlung von Flüssigkeit im Herzbeutel, die das Herz in seiner Funktion einschränkt
- Perikardtamponade: Lebensbedrohliche Kompression des Herzens durch übermäßige Flüssigkeit im Perikard
- Eitrige Perikarditis: Bakterielle Entzündung des Herzbeutels mit Eiteransammlung
- Vorbereitung für herzchirurgische Eingriffe: Zum Beispiel bei Bypass-Operationen oder Herzklappenersatz
- Postoperatives Perikarderguss-Syndrom: Flüssigkeitsansammlung nach Herzoperationen
Durchführung des Eingriffs
Die Perikardiotomie kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden, abhängig von der klinischen Situation und dem Ausmaß des Eingriffs:
Subxiphoidale Perikardiotomie
Bei diesem Zugang erfolgt der Schnitt unterhalb des Schwertfortsatzes (Xiphoid) des Brustbeins. Dieser Zugang ist minimal-invasiv und eignet sich besonders für die Drainage eines Perikardergusses oder einer Perikardtamponade. Er kann unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden.
Transthorakale Perikardiotomie
Hierbei wird der Herzbeutel durch einen Schnitt zwischen den Rippen (Interkostalraum) eröffnet. Dieser Zugang bietet eine bessere Sicht auf das Operationsgebiet und wird häufig bei ausgedehnteren Eingriffen gewählt.
Perikardiotomie im Rahmen einer Sternotomie
Bei herzchirurgischen Operationen wird der Herzbeutel nach einer Sternotomie (Durchtrennung des Brustbeins) eröffnet. Dies ermöglicht einen vollständigen Zugang zum Herzen.
Ablauf und Nachsorge
Vor dem Eingriff erfolgen bildgebende Untersuchungen wie Echokardiographie oder CT, um die Ausdehnung des Perikardergusses zu beurteilen. Während des Eingriffs wird die abgesaugte Flüssigkeit in der Regel zur weiteren Analyse ins Labor geschickt, um die Ursache des Ergusses zu klären. Nach der Operation wird häufig eine Drainage eingelegt, um eine erneute Flüssigkeitsansammlung zu verhindern. Die Nachsorge umfasst regelmäßige echokardiographische Kontrollen sowie, je nach Grunderkrankung, eine medikamentöse Therapie.
Risiken und Komplikationen
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff sind auch bei der Perikardiotomie Komplikationen möglich:
- Blutungen oder Hämatome im Operationsgebiet
- Infektionen der Wunde oder des Herzbeutels
- Verletzung benachbarter Strukturen (z. B. Lunge, Zwerchfell, Koronargefäße)
- Herzrhythmusstörungen
- Erneute Flüssigkeitsansammlung (Rezidiverguss)
- Pneumothorax (Luftansammlung im Brustkorb)
Abgrenzung zur Perikardektomie und Perikardpunktion
Die Perikardiotomie ist von verwandten Eingriffen abzugrenzen: Bei der Perikardektomie wird der Herzbeutel vollständig oder teilweise entfernt, was bei einer chronischen konstriktiven Perikarditis indiziert sein kann. Die Perikardpunktion (Perikardiocentese) hingegen ist ein nicht-chirurgisches, perkutanes Verfahren, bei dem Flüssigkeit mit einer Nadel aus dem Perikard abgezogen wird – ohne chirurgischen Schnitt.
Quellen
- Maisch B. et al. – Guidelines on the Diagnosis and Management of Pericardial Diseases. European Heart Journal, 2004; 25(7): 587–610.
- Imazio M. et al. – Pericardial diseases: clinical-pathophysiological spectrum. Heart, 2015; 101(12): 923–930.
- Cohn LH (Hrsg.) – Cardiac Surgery in the Adult. McGraw-Hill Medical, 4. Auflage, 2012.
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