Pleurodynie – Ursachen, Symptome & Behandlung
Pleurodynie ist ein stechender Brustschmerz, der durch eine Entzündung der Rippenmuskulatur oder des Brustfells entsteht. Sie tritt häufig bei Virusinfektionen auf.
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Pleurodynie ist ein stechender Brustschmerz, der durch eine Entzündung der Rippenmuskulatur oder des Brustfells entsteht. Sie tritt häufig bei Virusinfektionen auf.
Was ist Pleurodynie?
Die Pleurodynie bezeichnet einen akuten, meist stechenden oder krampfartigen Schmerz im Bereich des Brustkorbs oder der seitlichen Flanken. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: pleura (Seite, Rippe) und odyne (Schmerz). Die Schmerzen entstehen typischerweise durch eine Entzündung oder Reizung der Interkostalmuskulatur (Zwischenrippenmuskulatur) oder der Pleura (Brustfell), dem Gewebehäutchen, das die Lungen und den Brustkorb von innen auskleidet.
Eine besonders bekannte Form ist die epidemische Pleurodynie, auch als Bornholm-Krankheit bezeichnet. Sie wird durch Coxsackie-B-Viren ausgelöst und tritt vor allem im Sommer und Herbst in kleineren Ausbrüchen auf.
Ursachen
Die Pleurodynie kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
- Virusinfektionen: Coxsackie-B-Viren sind die häufigste Ursache der epidemischen Pleurodynie. Auch andere Enteroviren können beteiligt sein.
- Bakterielle Infektionen: In seltenen Fällen können Bakterien eine Pleuritis (Brustfellentzündung) mit begleitenden Pleurodynie-Symptomen verursachen.
- Muskuläre Überbelastung: Anstrengende körperliche Aktivität oder Husten können die Interkostalmuskulatur reizen.
- Costochondritis: Eine Entzündung der Knorpel-Knochen-Verbindung an den Rippen kann ähnliche Schmerzen auslösen.
- Herpes Zoster (Gürtelrose): Eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus kann Schmerzen entlang eines Nervensegments im Brustbereich verursachen.
Symptome
Die typischen Beschwerden bei einer Pleurodynie umfassen:
- Plötzlich einsetzende, stechende oder krampfartige Brustschmerzen, die sich beim Atmen, Husten oder Bewegen verschlimmern
- Schmerzen in der seitlichen Brustwand oder im Oberbauch
- Kurzatmigkeit aufgrund der schmerzbedingten Schonatmung
- Allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber und Müdigkeit (besonders bei viraler Ursache)
- Gelegentlich begleitende Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen
Bei der epidemischen Pleurodynie treten die Schmerzen meist anfallsartig auf und können zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden anhalten. Zwischen den Anfällen können die Betroffenen beschwerdefrei sein.
Diagnose
Da Brustschmerzen viele Ursachen haben können, ist eine sorgfältige Diagnose wichtig. Der Arzt wird folgende Maßnahmen einleiten:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Erfassung der Schmerzcharakteristik, Begleiterkrankungen und möglicher Kontakte zu Erkrankten
- EKG (Elektrokardiogramm): Zum Ausschluss kardialer Ursachen wie einem Herzinfarkt
- Röntgen des Brustkorbs: Zur Beurteilung von Lunge und Pleura
- Blutuntersuchungen: Entzündungsmarker (CRP, Leukozyten) und virologische Tests können hinweisend sein
- Ultraschall: Zum Nachweis von Pleuraergüssen (Flüssigkeitsansammlungen im Brustfell)
Behandlung
Die Therapie der Pleurodynie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:
- Symptomatische Behandlung: Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol lindern die Beschwerden und haben gleichzeitig entzündungshemmende Wirkung.
- Wärmebehandlung: Wärmflasche oder Wärmeauflagen können die Muskulatur entspannen und Schmerzen lindern.
- Körperliche Schonung: Ruhe und Entlastung fördern die Genesung.
- Antivirale oder antibiotische Therapie: Bei nachgewiesener bakterieller oder bestimmter viraler Ursache kann eine spezifische medikamentöse Behandlung erforderlich sein.
- Behandlung von Herpes Zoster: Antivirale Medikamente (z. B. Aciclovir) sind bei Gürtelrose indiziert.
Die epidemische Pleurodynie heilt in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst aus. Bei anhaltenden oder sehr starken Beschwerden sollte stets ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Wann zum Arzt?
Brustschmerzen sollten grundsätzlich ernst genommen werden. Bei folgenden Zeichen ist eine sofortige medizinische Abklärung notwendig:
- Sehr starke oder plötzlich auftretende Brustschmerzen
- Schmerzen, die in den Arm, Kiefer oder Rücken ausstrahlen
- Ausgeprägte Atemnot oder blaue Lippen
- Hohem Fieber und starkem Krankheitsgefühl
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Steckbriefe zu meldepflichtigen Krankheiten - Enterovirus-Infektionen. Berlin, 2023.
- Mandell, Douglas, and Bennett's Principles and Practice of Infectious Diseases, 9. Auflage, Elsevier, 2020.
- Sauerbrei A. et al.: Epidemische Pleurodynie (Bornholm-Krankheit). In: Deutsches Ärzteblatt, Jahrgang 2004.
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