Hysterosalpingographie – HSG Untersuchung erklärt
Die Hysterosalpingographie (HSG) ist ein bildgebendes Röntgenverfahren zur Darstellung von Gebärmutter und Eileitern. Sie wird häufig bei Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit eingesetzt.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit Spare 15% auf FloralWissenswertes über "Hysterosalpingographie"
Die Hysterosalpingographie (HSG) ist ein bildgebendes Röntgenverfahren zur Darstellung von Gebärmutter und Eileitern. Sie wird häufig bei Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit eingesetzt.
Was ist die Hysterosalpingographie?
Die Hysterosalpingographie (kurz: HSG) ist ein spezielles Röntgenuntersuchungsverfahren, das zur Darstellung der Gebärmutterhöhle (Uterus) und der Eileiter (Tubae uterinae) eingesetzt wird. Dabei wird ein Kontrastmittel durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingebracht, sodass die inneren Strukturen auf Röntgenbildern sichtbar gemacht werden können. Das Verfahren ist ein wichtiger Bestandteil der gynäkologischen Diagnostik, insbesondere bei der Abklärung von Unfruchtbarkeit.
Wann wird die Hysterosalpingographie eingesetzt?
Die HSG wird in verschiedenen klinischen Situationen angewendet:
- Abklärung von Unfruchtbarkeit: Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter, die für den Transport der Eizelle notwendig ist.
- Fehlgeburten: Suche nach anatomischen Ursachen wie Uterusfehlbildungen (z. B. Uterusseptum).
- Verdacht auf Verwachsungen: Nachweis von Verklebungen oder Narbengewebe in der Gebärmutterhöhle (Asherman-Syndrom).
- Eileiterverschluss: Diagnose von Verstopfungen oder Verschlüssen der Eileiter, z. B. nach Entzündungen.
- Uterusmyome oder Polypen: Erkennung von gutartigen Wucherungen, die die Gebärmutterhöhle verengen.
- Überprüfung nach Sterilisation: Kontrolle des Erfolgs einer Eileigerunterbindung.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Hysterosalpingographie wird in der Regel ambulant in einer radiologischen oder gynäkologischen Praxis durchgeführt. Der optimale Zeitpunkt liegt in der ersten Zyklushälfte, nach der Menstruation und vor dem Eisprung.
Vorbereitung
Vor der Untersuchung wird meist eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt, um akute Infektionen auszuschließen. In einigen Fällen wird eine prophylaktische Antibiotikagabe empfohlen. Die Patientin kann leichte Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen) vorab einnehmen, um mögliche Krämpfe zu lindern.
Durchführung
- Die Patientin liegt auf einem Untersuchungstisch in Rückenlage (Steinschnittlage).
- Ein dünner Katheter wird durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt.
- Über den Katheter wird ein jodhaltiges Kontrastmittel langsam eingespritzt.
- Unter Röntgendurchleuchtung (Fluoroskopie) werden mehrere Bilder aufgenommen, die die Verteilung des Kontrastmittels zeigen.
- Bei offenen Eileitern tritt das Kontrastmittel in die Bauchhöhle über, was auf eine normale Durchgängigkeit hinweist.
Die gesamte Untersuchung dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten.
Was zeigt die Hysterosalpingographie?
Die HSG liefert wichtige Informationen über:
- Die Form und Größe der Gebärmutterhöhle
- Die Durchgängigkeit der Eileiter (beidseits)
- Vorhandensein von Fehlbildungen, Myomen, Polypen oder Verwachsungen
- Narbengewebe nach früheren Operationen oder Entzündungen
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
Die Hysterosalpingographie ist ein sicheres Verfahren, kann jedoch mit folgenden Beschwerden oder Risiken verbunden sein:
- Krämpfe und Schmerzen während und kurz nach der Untersuchung
- Leichte Blutungen aus dem Gebärmutterhals
- Allergische Reaktion auf das jodhaltige Kontrastmittel (selten)
- Infektion (Entzündung der Eileiter oder Beckenentzündung) – besonders bei vorbestehenden Infektionen
- Strahlenbelastung durch Röntgenstrahlen (gering, aber vorhanden)
Schwere Komplikationen sind selten. Bei Fieber, starken Schmerzen oder ungewöhnlichem Ausfluss nach der Untersuchung sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Alternativen zur Hysterosalpingographie
In bestimmten Fällen können alternative Verfahren eingesetzt werden:
- Sonohysterographie (SHG): Ultraschalluntersuchung mit Kochsalzlösung – ohne Strahlenbelastung
- Hysteroskopie: Direkte Betrachtung der Gebärmutterhöhle mit einer Kamera
- Laparoskopie: Bauchspiegelung zur Beurteilung der äußeren Strukturen von Gebärmutter und Eileitern
- MRT des Beckens: Magnetresonanztomographie bei komplexen Fehlbildungen
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) – Leitlinien zur Diagnostik und Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch, 2022.
- Griesinger G. et al. – Diagnostik der weiblichen Infertilität. In: Reproduktionsmedizin, Springer Verlag, 2020.
- World Health Organization (WHO) – Infertility: a global public health concern. WHO Technical Report, 2023. Verfügbar unter: https://www.who.int
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